Stritzel: "Es wird ein heftiges Pokalspiel"
Am Sonntag (16.00 Uhr) gastiert der KSC in der ersten Runde des DFB-Pokals beim 1. FC Neubrandenburg. KSC-Keeper Florian Stritzel hat dort in der Jugend gespielt. Für uns Grund genug, sich mit ihm über die Partie am Sonntag, seine Arbeit mit Torwarttrainer Kai Rabe und seine Ziele beim KSC zu unterhalten.

Florian, am Sonntag ist der KSC im DFB-Pokal beim 1. FC Neubrandenburg, Deinem früheren Club, gefordert. Was erwartet den KSC dort?
Auf dem Papier ist es eine klare Sache für den KSC als Zweitligisten gegen einen Oberligisten. Ich glaube aber, dass es in kämpferischer Hinsicht ein heftiges Pokalspiel werden wird. Die Neubrandenburger werden alles in die Waagschale werfen, was sie haben.
Du bist im rund 50 Kilometer entfernten Anklam geboren und hast in Neubrandenburg in der Jugend gespielt. Hast Du noch Kontakte zum Verein oder in die Region?
Zu Alexander Lukesch, mit dem ich in Neubrandenburg und später beim Hamburger SV gespielt habe, habe ich noch regelmäßigen Kontakt. Außerdem leben meine Großeltern in der Region.
Zu Saisonbeginn ging es für Dich von Hamburg in den Süden nach Karlsruhe. Wie hast Du Dich in der Fächerstadt eingelebt?
Ich habe mich sehr gut eingelebt, es ist wirklich schön hier in Karlsruhe. Meine Freundin und ich haben erfreulicherweise gleich eine Wohnung gefunden und sind schnell klargekommen in der Stadt. Ein paar Sehenswürdigkeiten haben wir bereits gesehen, aber es gibt noch viel zu entdecken.
Du bist einer von acht Neuzugängen. Wie hat die Integration in der Mannschaft geklappt?
Das lief richtig gut und ging überraschend schnell, sowohl bei den Profis als auch beim KSC II. Die Mannschaft hat es allen Neuzugängen sehr leicht gemacht und auch gleich ihre Hilfe angeboten, wenn irgendwo Eingewöhnungsprobleme auftauchen sollten. Man spürt den guten Teamgeist, der in diesem Team gelebt wird.
Mit Dirk Orlishausen und René Vollath konkurrierst Du um die Plätze. Wie ist Euer Verhältnis untereinander?
Wir gehen sehr kollegial miteinander um. Natürlich ist ein Konkurrenzkampf da, aber es geht alles sehr fair zu. Orle und René geben mir auch immer wieder gute Tipps, die ich dann im Training oder in den Spielen anwenden kann.
Welche Ziele hast Du Dir für Deine Zeit beim KSC gesetzt?
Über kurz oder lang möchte ich natürlich die Nummer eins im Wildpark werden. Dafür bin ich nach Karlsruhe gekommen und für dieses Ziel gebe ich in jedem Training und in jedem Spiel alles.
Du hattest zuletzt ein Jahr lang kein regelmäßiges Torwarttraining. Wie wichtig ist es für Dich, jetzt wieder regelmäßig individuell trainieren zu können?
Das ist für mich als Torwart natürlich ganz wichtig und entscheidend, um mich weiterentwickeln zu können. Ein Jahr lang so gut wie kein Torwarttraining zu bekommen, war natürlich nicht die optimale Situation. Seit dies in Karlsruhe aber wieder der Fall ist, merke ich, wie wichtig das Training ist und dass ich davon einiges auf dem Platz umsetzen kann.
KSC-Torwarttrainer Kai Rabe gilt als sehr engagierter und akribischer Coach. Wie erlebst Du die Arbeit mit ihm?
Es ist ein recht hartes und intensives, aber ein sehr gutes Training. Die Art der Trainingsgestaltung kannte ich in dieser Form jedenfalls auch noch nicht, aber es ist sehr abwechslungsreich und bringt mich weiter. Insofern bin ich vollkommen zufrieden.
Du trainierst mit den Profis, sollst aber regelmäßig beim KSC II zum Einsatz kommen und dort Spielpraxis sammeln. Wie klappt dieser Spagat zwischen zwei verschiedenen Teams?
Der Spagat fällt mir jedenfalls nicht schwer und es macht mir nichts aus, mit zwei Mannschaften zu tun zu haben. Im Gegenteil: Beide Teams sind in Sachen Qualität gut besetzt.
Am Sonntag hattest Du in der Oberliga Deinen ersten Einsatz im KSC-Trikot. Wie war es für Dich?
Es war ein tolles Gefühl, dass die Meisterschaft nach der langen Vorbereitungszeit endlich wieder losgeht. Ich habe mich gut gefühlt und war gut vorbereitet, auch durch KSC II-Coach Stefan Sartori. Insgesamt war ich mit meiner Leistung zufrieden.
Leider ging die Partie beim Bahlinger SC mit 0:3 verloren. Woran haperte es?
Wir haben leider nicht zu unserem Spiel gefunden. Dann kamen noch individuelle Fehler hinzu, deshalb hat es leider nicht geklappt mit dem ersten Punkt. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das schnell abstellen und schon am Sonntag im Heimspiel gegen den SSV Ulm etwas holen werden.
Das Gespräch führte David Ruf
Hier geht es zum Spielerprofil von Florian Stritzel











