In Nürnberg

Stolperstein für Fußballpionier Walther Bensemann verlegt

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Walther Bensemann, einer der großen Pioniere des deutschen – und insbesondere des Karlsruher – Fußballs, wurde in Nürnberg mit einem Stolperstein geehrt.

Stolperstein für Walther Bensemann

Vor dem Grand Hotel, seinem letzten offiziell eingetragenen deutschen Wohnsitz, wurde am Samstag die Gedenkplatte verlegt. Bensemann war 1933 vor den Nationalsozialisten in die Schweiz geflohen, wo er im November 1934 im Exil verstarb. 

An der Verlegung nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Gesellschaft und Politik teil – darunter Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König als Schirmherr, DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig, FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou, BFV-Präsident Dr. Christoph Kern sowie KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze. Nach der Zeremonie fand im Grand Hotel ein Empfang statt, den der kicker ausrichtete. Dort sprach Bensemann-Biograf Bernd M. Beyer über das Leben und Vermächtnis des außergewöhnlichen Fußballpioniers.

Hoger Siegmund-Schultze in Nürnberg

Bensemanns Wirken prägt den deutschen Fußball bis heute. Als Gründer des kicker und früher Förderer des internationalen Fußballs steht er für die Idee, Sport als verbindendes Element über Grenzen hinweg zu verstehen. Bereits als Schüler in Karlsruhe gründete er den Karlsruher Fußballverein. Er war maßgeblich beteiligt an der Entstehung des DFB und brachte den Gedanken grenzübergreifender Begegnungen früh nach Deutschland. 

Sein Lebenswerk war geprägt vom Glauben an Verständigung, Vielfalt und die Kraft des Sports als Mittel des Friedens. Diese Werte sind bis heute untrennbar mit der Geschichte des deutschen und Karlsruher Fußballs verbunden – und finden mit der Verlegung des Stolpersteins nun einen sichtbaren Ort des Erinnerns.


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