Spielpraxis für zweite Garnitur
Im vorletzten Auswärtsspiel des KSC ist für beide Mannschaften sportlich nichts mehr zu holen. Die Karlsruher stehen schon jetzt als Erster der Abschlusstabelle fest, Erzgebirge Aue hat sich im Mittelfeld fest gesetzt. KSC-Trainer Becker will deshalb seinen Reservisten Spielpraxis verschaffen.

Von Andreas Eisinger
Timo Staffeldt, Jiri Kaufman, Jan Männer, Martin Stoll und Sanibal Orahovac durften in der laufenden Saison nur selten ran, bei Erzgebirge Aue (Anpfiff Freitag, 18 Uhr) stehen sie vermutlich alle in der Anfangsformation. Dann würde Cheftrainer Edmund Becker im Vergleich zum Aufstiegsspiel gegen Unterhaching die halbe Mannschaft umstellen. "Diese Woche haben wir etwas langsamer angehen lassen", sagt Becker nach den Feierlichkeiten vom zurückliegenden Wochenende. "Deshalb kommt es uns gerade recht, dass wir bei Aue spielen."
Da es für beide Mannschaften um nichts mehr geht, kann das Team einen Gang zurückschalten. "Gegen Freiburg und Fürth sieht das dann aber wieder anders aus", betont der Trainer. Die Mannschaften spielen noch um den Aufstieg und da wolle der KSC auch volle Leistung bringen. "Ich erwarte ohnehin von einem Fußballer, dass er gewinnen möchte, wenn er auf den Platz geht."
Das gelte auch wenige Tage nach der Aufstiegsparty: "Junge Leute stecken das doch weg und sind zwei Tage später wieder voll bei Kräften. Außerdem haben sie es bei der Feier nicht übertrieben! Sowas kann ja auch mal schnell entgleisen, aber die Jungs hatten sich im Griff." Deshalb fordert Becker von seiner umgekrempelten Mannschaft in Aue Leistungsbereitschaft ein; gehe man die restliche Saison zu locker an, könne sich das in der neuen Saison fortsetzen. "Zu viel Pause ist für einen Profi-Fußballer nicht gut - das wären ab jetzt ja sieben Wochen, das geht einfach nicht."
In sieben Wochen ist für den KSC der Sommerurlaub nämlich schon beendet und die Erstliga-Vorbereitung beginnt. Bis dahin will Becker über einen weit gehend kompletten Kader verfügen. "Auf einer oder zwei Positionen könnten wir aber auch noch ein wenig länger warten, wenn wir bis zum Start in die Vorbereitung niemanden gefunden haben, der komplett zu uns passt." Andreas Görlitz vom FC Bayern wird wohl nicht zum Kader für die nächste Saison gehören: "Wir haben Gespräche mit ihm geführt, allerdings bevor er seinen Vertrag in München verlängert hat", weist Becker Gerüchte über einen Wechsel des Abwehrspielers in den Wildpark zurück. "Für uns ist er derzeit kein Thema mehr."











