Der Spielbericht zu KSC - Münster

Später Gegentreffer besiegelt Remis

Spielberichte

Am 12. Spieltag ging es für unsere Blau-Weißen im heimischen BBBank Wildpark gegen Preußen Münster. In einem intensiven Schlagabtausch behielt der KSC lange die Oberhand, musste in der Nachspielzeit aber noch den Ausgleich hinnehmen. Im Spielbericht haben wir den Nachmittag für euch zusammengefasst.

Christian Eichners Taktik

Obwohl unser Cheftrainer das Heimspiel aufgrund seiner Sperre heute von der Tribüne aus verfolgte, konnte er seine Mannschaft im Abschlusstraining noch auf die Partie einschwören. Im Vergleich zur unglücklichen 2:1-Niederlage in Hannover nahm das blau-weiße Trainerteam eine Änderung vor. So bildete Sommerneuzugang Luca Pfeiffer gemeinsam mit Toptorschütze Budu Zivzivadze die Doppelspitze, Fabian Schleusener saß dafür zunächst auf der Bank. Die 4-4-2-Grundformation blieb weiterhin bestehen, in der Leon Jensen und Nicolai Rapp im Zentrum das Mittelfeld zusammenhielten.

Das Spiel in der Zusammenfassung

61 Jahre und einen Tag, nachdem unser KSC die Schwarz-Weiß-Grünen in der Bundesliga schlug, starteten die in blau gekleideten Karlsruher mutig in die Partie. In den Anfangsminuten schaltete sich Linksverteidiger David Herold immer wieder ins Offensivspiel mit ein, seine Flanken waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Für das erste Raunen im BBBank Wildpark sorgte nach acht Minuten Budu Zivzivadze, der nach einem Zuspiel von Burnic zum Abschluss kam. Die Preußen-Defensive hatte die Lunte jedoch gerochen und blockte den Schuss ab.

Frühe Glanzparade

Wenig später kamen dann die Gäste zum Zug: Joel Grodowski sprang nach einer Flanke im Strafraumzentrum am höchsten, unser Schlussmann Max Weiß machte sich im Tor lang und kratzte den Kopfball aus dem Winkel (11.) – bärenstarke Aktion des U20-Nationaltorhüters!

Im Anschluss an die bis dato gefährlichste Torraumszene wurde wieder das Münsteraner Tor unter Beschuss genommen. Über unsere rechte Seite spielten Jung und Jensen den im Strafraum postierten Pfeiffer frei, der mit dem Rücken zum Tor auf seinen Sturmpartner ablegen wollte. Der Pass geriet allerdings etwas zu kurz, wodurch ein Preußen-Verteidiger die Kugel vor Zivzivadze erreichte (22.).

Mit ganz viel „Wumms“!

Auch wenn die Riesenchancen etwas auf sich warten ließen, spielte Blau-Weiß munter in Richtung des gegnerischen Tores. Dieses Engagement zeichnete sich nach 37 Minuten endlich aus! Sebastian Jung brachte eine butterweiche Flanke auf den Elfmeterpunkt, dort versuchte es David Herold mit einer Akrobatik-Einlage. Der Seitfallzieher missglückte unserer Nummer 20 zwar, dafür landete der Abpraller vor Wanitzeks Füßen, der wiederum Zivzivadze bediente. Nach einem kurzen Kontakt hämmerte der Georgier das Kunstleder humorlos unter die Latte und versetzte den ausverkauften Heimbereich damit in Ekstase! Für Wanitzek war es der dritte Assist im dritten Spiel in Folge – Respekt!

In der zweiminütigen Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang beinahe noch der nächste Treffer, sowohl Wanitzeks Kunstschuss (45.) als auch Rapps Kopfball (45.+1) konnten die Münsteraner aber in höchster Not klären.

Nach Bajramovics Halbzeitansprache arbeitete Blau-Weiß umgehend am 2:0, Burnics flache Hereingabe fand im Strafraumzentrum allerdings keinen Abnehmer (46.). Acht Minuten später wurden die Rollen getauscht, denn dann verpasste unsere Nummer sieben im Sechzehner die Chance auf den nächsten Treffer (54.).

Flanken-Meister zurück an alter Wirkungsstätte

Für die Schlussphase brachte Preußen-Coach Sascha Hildmann Marc Lorenz als Joker in die Partie. Münsters Kapitän, der von 2017 bis 2022 das KSC-Logo auf der Brust trug, versuchte dem Spiel direkt seinen Stempel aufzudrücken: Es waren Flanken angesagt! Sowohl einen Eckball (68.) als auch einen Freistoß (71.) konnte die Karlsruher Defensivreihe aber verteidigen.

Beim Spielstand von 1:0 und nur noch wenigen Minuten auf der Uhr öffnete der Aufsteiger zunehmend das Visier. Dadurch ergaben sich Räume für die blau-weißen Angreifer, bis auf Standardaktionen entstand jedoch nichts Zählbares daraus. Jung, Conté und Hunziker nagten kurz vor Schluss mit drei aufeinanderfolgenden Aktionen am Führungsausbau, scheiterten aber an den leidenschaftlich verteidigenden Ostwestfalen (84.).

Später Gegentreffer

Als die gut 30.000 Fans bereits sehnsüchtig dem Abpfiff entgegenfieberten, fand der Ball doch noch den Weg ins KSC-Tor. Nach einem Eckstoß schaffte es Karlsruhe nicht, die Kugel zu klären, sodass Lukas Frenkert am langen Pfosten Kapital daraus schlug und den späten Ausgleich erzielte (90.+2). Der Treffer hielt auch einer mehrminütigen Überprüfung durch den Videoassistenten stand.

Fazit & Ausblick

Erneut müssen wir eine ganz, ganz bittere Pille schlucken. Trotz eines über weite Strecken dominanten Auftrittes, geht am Ende lediglich ein Punkt auf unser Konto. Damit steht unser Club nach zwölf Spielen mit 20 Zählern auf Rang vier.

Der Kampf um die drei Punkte muss in der kommenden Woche pausieren, dann stehen nämlich Länderspiele auf dem Plan. Blau-Weiß nutzt die Pause für einen Test gegen Bundesligist SC Freiburg, alle Fans können das Baden-Duell am Donnerstagmittag im kostenlosen Livestream verfolgen.

Die Daten

KSC: Weiß – Jung, Franke, Beifus, Herold – Burnic (Conté), Rapp, Jensen (90. Heußer), Wanitzek – Zivzivadze (76. Hunziker), Pfeiffer (62. Schleusener)

Preußen Münster: Schenk – Ter Horst, Koulis, Frenkert, Kirkeskov – Bouchama (67. Lorenz), Hendrix, Preißinger (77. Deters), Makridis – Mees, Grodowksi (67. Fridjonsson)

Tore: Zivzivadze (37.) | Frenkert (90. + 2)

Gelbe Karten: Franke (21.) | Ter Horst (60.), Koulis (88.)

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka


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