Siegesserie hält an
Frauen II gewinnen gegen den SV Mörsch glanzlos aber verdient mit 2:0 und bleiben Spitzenreiter der Verbandsliga.

Bei nasskaltem Wetter am vergangenen Samstagabend war der SV Mörsch zu Gast bei den KSC Frauen II. Karlsruhe war im Vergleich zum Vorwochen-Erfolg gegen den SV Zeutern auf zwei Positionen verändert, im Sturmzentrum bot sich allerdings nach wie vor ein Engpass welcher Trainer Bedrici zu einer Aufstellung mit 5 offensiven Spielerinnen und dennoch ohne Zentrumsstürmerin veranlasste.
Karlsruhe begann mit einer deutlichen Überlegenheit und setzte in der Anfangsphase einige Warnschüsse, ohne dem Mörscher Tor zwingend gefährlich zu werden. Erste bemerkenswerte Gefahr tat sich auf als Carina Trautmann den Ball im Zentrum an der SVM Torhüterin vorbei ins Tor schoss – bevor im Lager der Blau-Weißen allerdings der Jubel losbrach ertönte schon der Pfiff des gut leitenden Schiedsrichters der Trautmann beim vorhergegangenen Querpass im Abseits wähnte. Karlsruhe ließ den Druck nicht abflachen, konnte die Überlegenheit allerdings erst in der 13 Minute in einem Treffer ummünzen. Trautmann bewies diesmal in der Vorbereiter rolle große Übersicht und spielte den Ball Diagonal in den Rücken der Mörscher Abwehr wo Stefanie Reinmuth sich durchsetzte und zum 1:0 vollendete. Im Anschluss an die Führung nahm das Spiel einen unerwarteten Verlauf, die Gäste die ihre ersten 3 Spiele alle samt verloren zeigten sich vom Rückstand keineswegs entmutigt. Vielmehr schien der SVM den Gegentreffer als Initialzündung für Verbesserungen im eigenen Spiel zu verwenden. Die Gästeabwehr stellte sich fortan besser auf die offensive Bandbreite der Karlsruherinnen ein und machte die Räume enger. Der KSC tat sich damit augenscheinlich schwer und unterstützte die Mörscher Druckphase zudem mit einfachen Fehlpässen und Unzulänglichkeiten im Spielaufbau.
Auch wenn Mörsch sich fortan keineswegs wie ein Abstiegskandidat präsentierte war der KSC weiterhin das spielbestimmende Team und muss sich vorwerfen lassen eine Vielzahl hochkarätiger Torchancen teilweiße fahrlässig ausgelassen zu haben. Kurz vor der Halbzeit wurde diese Fahrlässigkeit dann um ein Haar bestraft. Mörsch, die bis dato vorallem durch Standards gefährlich werden konnten, fand die Lücke in der Karlsruher Abwehr und KSC Torhüterin Melia Smith parierte im eins gegen eins glänzend, womit sie die Führung der Blau-Weißen zur Pause festhielt.
Auch nach der Pause war der KSC spielerisch überlegen, tat sich mit den weiterhin aufopferungsvoll spielenden Gästen allerdings unverändert schwer. Gleich mehrmals im zweiten Durchgang hätte der KSC aus sich ergebenden Großchancen Profit schlagen und mit dem zweiten Treffer für Sicherheit sorgen können. Wie schon im ersten Durchgang fehlte allerdings die letzte Konsequenz im Abschluss. Auf der Gegenseite war Mörsch zwar nicht brandgefährlich, hätte aber durch den ein oder anderen Konter mit etwas Fortune auch zum Ausgleich kommen können.
18 Minuten vor Schluss blockte die Mörscher Abwehr einen KSC Schuss im Strafraum, von wo aus der Abpraller zurück an die 16-Meter Grenze sprang. Lena Trentl tat sich dort dem herrenlosen Ball an und ging mit einem kurzen Antritt an der SVM Abwehr vorbei auf Torhüterin Maxi Dürschnabel zu, behielt im Abschluss die Ruhe und sorgte mit dem 2:0 für die langersehnte Entscheidung. Im weiteren waren Kraft und Willen der Mörscherinnen gebrochen und Karlsruhe hatte das Spiel in der Schlussphase wieder souverän in der Hand. In dieser Phase stand der KSC dann auch noch merhmals kurz vor dem 3:0 erhöhte aber nicht mehr. So blieb es beim 2:0 Sieg für den KSC der unter dem Strich verdient war, allerdings fehlte häufig noch die Konsequenz und finale Durchschlagskraft, Mörsch war zudem ein unangenehmer Gegner der mit großem Engagement nicht im Stile eines Tabellenschlusslichts agierte.











