Scholl kehrt in den Wildpark zurück
Viele prominente Sportler und sportbegeisterte Prominente haben dem KSC bereits ihr Kommen für das Auftaktevent von ‚KSC tut GUT’ am 19. Mai zugesagt. Lesen Sie hier ein Interview mit dem früheren Weltklassefußballer Mehmet Scholl, der ebenfalls teilnehmen wird.

Mehmet Scholl war eines der größten Talente, das im Karlsruher Wildpark ausgebildet wurde. Beim FC Bayern München schaffte „Scholli“, der am Mitte Mai zum dritten Mal Vater wird, den Durchbruch, wurde Nationalspieler und gewann ein Dutzend Titel. Jetzt zieht der filigrane Feintechniker erstmals nach seinem Karriereende die Fußballschuhe wieder an, um am 19. Mai um 18.00 Uhr im Rahmen von ‚KSC tut GUT’ „SportStars-Team“ gegen den aktuellen KSC-Kader anzutreten. Über sein „Comeback“, das Event für einen guten Zweck und die aktuelle KSC-Mannschaft sprach Peter Putzing mit dem gebürtigen Karlsruher.
Herr Scholl, Sie waren viele Jahre nicht mehr im Wildpark aktiv, kommen jetzt für einen guten Zweck zurück. Das muss doch etwas Besonderes sein - auch weil Sie einige ehemalige Weggefährten aus KSC-Zeiten wieder treffen.
Scholl: Ich kehre dahin zurück, wo alles begann –und das erstmals nicht im Bayern Trikot. Ich freue mich riesig, die ehemaligen Teamkollegen wie Gunther Metz, Rainer Krieg, Rainer Schütterle oder auch Edgar Schmitt wieder zu treffen. Auf dem Rasen und natürlich auch danach beim Konzert und beim Party machen.
Sie machen sich in der Öffentlichkeit rar - kommen aber zum KSC-Event und werden dort Fußball spielen. Der KSC organisiert: KSC meets SportStars und: Fußball meets Rock. Alles für einen guten Zweck. Was halten Sie von diesen Veranstaltungen und Ideen?
Scholl: Zuerst: Abends werde ich stärker sein als beim Spiel im Wildpark, denn ich kehre erstmals offiziell nach meinem Rücktritt als Profi aufs Spielfeld zurück. Fitness ist etwas anderes. Aber was der KSC da durchzieht ist eine Superidee. Es ist absolut stark etwas für benachteiligte Kinder zu tun.
Nach dem Promi-Fußball im Wildpark wird in der Majolika ein Konzert stattfinden, bei dem unter anderem eine Band aus Bundesligaspielern auftritt. Sie waren mit den „Sportfreunden Stiller“ auf Tournee. Werden Sie auch der Bühne erscheinen – vielleicht als Sänger?
Scholl: Ich bin abends dabei, klar. Aber um Himmels Willen nicht auf der Bühne. Da bin ich noch schlechter als beim Spiel. Das wollen wir den Leuten doch wirklich nicht zumuten.
Die Einnahmen kommen allesamt Karlsruher Kindern, die nicht ganz auf der Sonnenseite des Lebens stehen, zugute. Manager Rolf Dohmen, der Cheforganisator, hat das stolze Ziel von 50 000 Euro für diesen tollen, guten Zweck ausgegeben. Glauben Sie das ist machbar?
Scholl: Ich hoffe, es kommt mehr in die Kasse. Ich finde es toll, wie sich die KSC-Verantwortlichen um Manager Dohmen reinhängen und es sollten alle KSC-Fans, besser alle Fußballfans aus der Region, für diesen guten Zweck in den Wildpark pilgern. Dass sich so viele „Promis“, wie Sven Hannawald oder auch Ex-Handballstar Kretschmar kostenlos zu Verfügung stellen, das ist toll – aber für mich auch so etwas wie Ehrensache.
Abschlussfrage: Man kann den Ex-KSC-Profi und Bundesligastar nicht entlassen, ohne ihn nach seiner Einschätzung der augenblicklichen KSC-Elf zu fragen. Die lautet?
Scholl: Wenn die Bayern nicht spielten habe ich die KSC-Partien im Fernsehen angeschaut. Das hat immer richtig Spaß gemacht. Ich kenn jetzt alle Spieler. Vorausschauend: Die zweite Saison ist schwerer, aber der Verein hat in den vergangenen Jahren so viele richtig gute Entscheidungen getroffen, da sollte man Vertrauen haben, dass die das weiterhin so machen. Ich habe Vertrauen und glaube fest, dass der KSC weiter auf Erfolgskurs bleibt.











