Scharinger muss Abwehr umbauen
Auch in seinem zweiten Spiel als Cheftrainer des KSC bekommt es Rainer Scharinger mit einem Aufstiegsaspiranten zu tun. Seine Mannschaft muss bereits am Freitagabend (18.00 Uhr) zuhause gegen den MSV Duisburg ran.

Von David Ruf
„Man kann sich seine Gegner eben nicht aussuchen“, sagte der 44-jährige am Freitag, um dann selbstbewusst anzufügen: „Da muss man durch.“ Trotz des guten Auftritts seiner Mannschaft am Samstag in Bochum wird Scharinger seine Elf auf zwei Positionen umstellen müssen. In der Innenverteidigung fehlt Matthias Langkamp aufgrund seiner fünften gelben Karte, zudem muss auch der an einem Magen-Darm-Virus erkrankte Linksverteidiger Andreas Schäfer passen.
Im Abwehrzentrum wird wohl Kiliann Witschi neben Stefan Müller zum Einsatz kommen. Deutlich offener scheint das Rennen hingegen auf der linken Abwehrseite zu sein. Hier kämpfen Christian Demirtas, Patrick Haag und Thorben Stadler um einen Platz in der Anfangsformation. Während Scharinger beim Gastspiel in Bochum vor allem auf erfahrene Akteure gesetzt hatte, dürfen diesmal - zumindest was die Hintermannschaft betrifft - wohl vor allem junge Spieler von Beginn an ran. „Es könnte eine der jüngsten Abwehrketten sein, die jemals beim KSC gespielt hat“, so Scharinger.
Wer auch immer von Anfang an spielen darf, den erwartet gegen den diesjährigen Pokalfinalisten ein hartes Stück Arbeit. „Erfahren und robust, technisch stark und aggressiv, kopfballstark und schnell“ seien die Gäste aus dem Ruhrpott, denen Scharinger zudem bescheinigt, eine „sehr gute Offensive“ zu haben. Deshalb gelte es für sein Team, von der ersten Minute an „hochkonzentriert und hochmotiviert“ zu Werke zu gehen.
Nach über einer Woche als Cheftrainer der Blau-Weißen zeigte sich Scharinger unterdessen zufrieden mit seinem Team. „Ich bin froh, eine Mannschaft angetroffen zu haben, die sehr willig ist, alles mitmacht und Vollgas gibt.“ Eine Pause in Form eines freien Tages soll es laut Scharinger allerdings auch nach dem Duisburg-Spiel nicht geben. „Es gibt viel zu tun und wir versuchen jeden Tag, ein Stückchen weiterzukommen.“











