Optimistischer Cheftrainer trotz angespannter Personalsituation

(eis) "Meine Mannschaft hat in den vergangenen beiden Wochen sehr engagiert trainiert, die Lernbegierigkeit ist enorm fortgeschritten, sodass ich sehr zuversichtlich in die morgige Begegnung gehe." Stefan Kuntz, Cheftrainer des Karlsruher SC, lässt keinen Zweifel an der Zielsetzung im morgigen Heimspiel gegen den FC Union Berlin.

Wenn um 19 Uhr im Karlsruher Wildparkstadion der Anpfiff ertönt, könnte der Optimismus des Coachs allerdings durch einen herben Dämpfer, zumindest vorübergehend, eingedämmt werden.

Nach dem bekannten Ausfall von Goalgetter Danny Fuchs, der auf Grund seiner gelb roten Karte in der Auswärtspartie gegen Babelsberg, nicht spielberechtigt ist, könnte das Schicksal die Karlsruher gleich dreifach bestrafen.
Mannschaftskapitän Thijs Waterink laboriert nämlich an einem Infekt, der das Lymphsystem betrifft und mit Antibiotika behandelt wird. Ob der Niederländer bis morgen Abend wieder fit sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Ebenfalls auf der Kippe steht der Einsatz von "Flügelflitzer" Clemens Fritz. Der 19 jährige leidet unter Rückenproblemen und konnte an den vergangenen Trainingseinheiten nicht teilnehmen. Eventuell entscheidet sich erst kurz vor dem Anpfiff, ob der Ex Erfurter in der Anfangsformation stehen wird.

Sollte einer oder gar beide Leistungsträger ausfallen, wäre Stefan Kuntz im Zugzwang.
Für Waterink könnte zwar wahlweise Marco Grimm oder Carsten Rothenbach in der Innenverteidigung auflaufen, Kuntz macht aber keinen Hehl daraus, dass ihm ein Einsatz des kopfballstarken Waterinks gegen Union Angreifer Sreto Ristic alles andere als ungelegen käme.
Ungleich schwerer würde sich allerdings der Verzicht auf Clemens Fritz auswirken. "In diesem Fall würden wir wohl Daniel Graf in die Spitze ziehen, müssten im Gegenzug die taktische Ordnung im Mittelfeld allerdings gänzlich umstellen", so der Cheftrainer.

Wer an Stelle des gesperrten Danny Fuchs in die Startformation rücken wird, behält der Übungsleiter indes für sich. Eine der beiden möglichen Varianten wäre der Einsatz von Aydin Cetin. Dieser könnte Fuchs’ Position im offensiven Mittelfeld übernehmen, weitere taktische Umstellungen wären nicht von Nöten.
Sollte Tobias Weis das Vertrauen des Trainers erhalten, wäre dies ebenfalls mit einer taktischen Veränderung in der Offensivabteilung verbunden.


Verlassen wird den KSC zum Monatsende Robert Hanko. Der Slowake und der KSC einigten sich auf eine Vertragsauflösung zum 1. Dezember. Hanko, der bislang noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden hatte, wird sich zurück in seine Heimat begeben und dort nach einem neuen Verein Ausschau halten.

Im Vorfeld zur morgigen Zweitligabegegnung findet um 17 Uhr die Eröffnung des neuen Fan Shops hinter der Haupttribüne des Wildparkstadions statt. In dem neuen "Containerbau" findet sich neben des Verkaufsraumes auch das Büro des KSC Fanbeauftragten Frank Ockert wieder.
Der Fanshop in der Kaiserpassage werde laut Hauptgeschäftsführer Wilfried de Buhr geschlossen, sobald sich ein Nachmieter gefunden habe. Im Innenstadtbereich strebe der KSC dann eine Zusammenarbeit mit dem Kaufhaus Karstadt an, sodass dort künftig in einem eigenen KSC Bereich Fanartikel rund um die Blau Weißen erhältlich sein sollen.


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