Ohne Eggimann gegen Wacker Burghausen
(dh) Der Saisonauftakt gegen Burghausen wird für den KSC morgen (Anstoß 13 Uhr) nicht nur wegen der frühen Anstoßzeit zu einer Hitzeschlacht. Ein dickes Fragezeichen steht hinter Abwehrrecke Mario Eggimann und der Torwartfrage.
Wenn morgen um 13 Uhr im Wildparkstadion die neue Zweitligasaison eröffnet wird, ist Abwehrchef Mario Eggimann aufgrund einer Wadenzerrung nur Zuschauer auf der Tribüne. Dass der Ausfall des U21 Nationalspielers schmerzhaft ist, bestätigt auch KSC Coach Köstner, dennoch weiß der Fußballlehrer dass mit Carsten Rothenbach und Kai Oswald zwei starke Defensivkräfte in Wartestellung lauern. Auch Christian Kritzer könnte die entstandene Lücke in der Innenverteidigung schließen. "Da werde ich aber erst morgen früh eine Entscheidung treffen", lässt Köstner die Personalfrage offen. Eine zweite wichtige Personalentscheidung muss der Trainer im Bezug auf die Torhüterfrage treffen. Auch wenn der KSC Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel keine Entscheidung verkünden wollte, deutet vieles darauf hin, dass Nachwuchstalent Markus Miller morgen im Gehäuse der Blau Weißen stehen wird. "Aufgrund der Vorbereitung hat Markus Miller mit Sicherheit einen Vorsprung vor Fischer, aber eine endgültige Entscheidung werde ich erst heute Abend mit "Ede" Becker und Peter Gadinger treffen."
Bis auf Rekonvaleszent Michael Mutzel sind alle übrigen Spieler fit. So hat der KSC Coach insbesondere im Sturm die Qual der Wahl: Gesetzt sein dürfte Heimkehrer Sean Dundee. Ob neben ihm Ivan Saenko, Abdul Iyodo oder Edmond Kapllani stürmen wird, ist noch ungewiss. Vieles deutet aber auf den jungen Russen hin, der schon bei der "Generalprobe" gegen den CF Malaga neben Sean Dundee als zweite Spitze agierte.
Während Kapitän Danny Schwarz im Mittelfeld als einziger Spieler eine Stammplatzgarantie hat, werden in der Abwehr Thomas Kies, Martin Stoll und auch Florian Dick mit großer Wahrscheinlichkeit von Anfang an spielen.
Dass Cheftrainer Lorenz Günther Köstner beim morgigen Spiel elf Akteure auf dem Feld braucht, die "hundert Prozent fit sind und alles geben" liegt nicht nur an der frühen Anstoßzeit und den daraus resultierenden extrem heißen Temperaturen sondern auch am "schwierigen Gegner" Wacker Burghausen. "Ich warne nochmals davor, die Burghausener zu leicht zu nehmen und das Spiel schon im Vorfeld abzuhaken." ermahnt Köstner die Optimisten, die das Spiel schon als Sieg verbucht haben. Zwar haben die Bayern mit Matthias Örüm und Youssef Mokhtari zwei wichtige Spieler verloren, "aber dennoch müssen wir gerade auf einen Stefan Reisinger, der sehr gut in Form ist, besonders Acht geben."
"Trotzdem wollen wir auf jeden Fall gewinnen", lautet die Parole des Trainers. Dass bei schwülwarmen Temperaturen von über 35 Grad morgen weniger das individuelle technische Können als vielmehr die Kondition ausschlaggebend für das Resultat sein wird, davon ist Köstner überzeugt. "Absolut spielentscheidend wird der größere Einsatzwille, die größere Laufbereitschaft und der größere Siegeswille sein." Seine Mannschaft sieht der Fußballlehrer auf jeden Fall gut vorbereitet auf die anstehende "Hitzeschlacht". Nicht nur mit der gesamten Vorbereitung ist Köstner rundum zufrieden, auch die Integration der Neuen sei weit fortgeschritten. Zudem ließ der Chefcoach in den letzten Tagen des Öfteren zur Mittagszeit trainieren um seine Schützlinge so an die extremen Anforderungen zu gewöhnen.
Wenn es nach Manager Rolf Dohmen ginge, sollten morgen alle Karlsruher einen Besuch im Wildparkstadion dem Aufenthalt im Freibad vorziehen. "Im Freibad ist es doch sowieso zu heiß, daher hoffe ich, dass morgen viele Menschen den Weg ins Stadion finden werden." Als Optimist hofft der Manager auf eine Zuschauerzahl von 15.000. Bisher wurden über 3.000 Tickets für das morgige Spiel verkauft, was nach Aussage von Dohmen eine "überaus positive Zahl ist". Zudem wurden bislang gut 3.800 Dauerkarten abgesetzt (im letzten Jahr lag die Anzahl der verkauften Jahreskarten zum gleichen Zeitpunkt noch bei unter 3.000).











