Noch ein Tag: KSC fiebert Saisonfinale entgegen
(dh) Rund 26.000 Eintrittskarten gingen bis heute Mittag im Vorverkauf über den Tresen der Geschäftsstelle. Daher rechnet KSC Coach Lorenz Günther Köstner fest mit einem ausverkauften Wildparkstadion und einer dementsprechend lautstarken Unterstützung von den Rängen für die Blau Weißen.
"Auch wenn die Ergebnisse in den letzten Heimspielen nicht immer befriedigend waren, so hat meine Mannschaft stets gekämpft und sich nicht hängen lassen", äußerte sich der Chefcoach vor dem Saisonfinale optimistisch. Dass die Zuschauer in solch einer Situation den Verein unterstützen müssen und nicht wegschauen dürfen, hält der 53 Jährige für selbstverständlich. "Alles andere wäre Feigheit."
Um dem ganzen Trouble etwas aus dem Wege zu gehen, schwört Köstner seit gestern Mittag seine Spieler in der Sportschule Schöneck auf das entscheidende Saisonspiel am Sonntag um 15 Uhr ein. "Wir werden viele Gespräche mit den Spielern und der Mannschaft führen, um das Selbstvertrauen und die Nervenkraft der Jungs zu stärken." Denn solch ein Spiel werde nur selten über das fußballerische Können entschieden, viel entscheidender seien der kämpferische Einsatz, die Bereitschaft die Zweikämpfe anzunehmen und eben die besagte Nervenkraft der Spieler.
Trotz des immensen Erfolgsdrucks, will Köstner sein Team gegen die Alemannia nicht ins offene Messer laufen lassen. "Natürlich müssen wir das Spiel gewinnen, aber trotzdem können wir nicht von Beginn an mit der Brechstange alles nach vorne werfen um dann von den Aachenern ausgekontert zu werden." Besonders warnt der Fußballlehrer vor dem kräftigen Alemannia Stürmer Erik Meijer, der durch sein Zweikampfverhalten und durch geschickte Ballablagen schon mehrmals seinen Sturmpartner Emmanuel Krontiris geschickt in Szene setzen konnte. "Bei solchen Aktionen müssen wir hellwach sein", ermahnt Köstner seine Spieler zur Aufmerksamkeit. Aber auch Ivica Grlic dürfe nicht unterschätzt werden. Der Spielgestalter der Schwarz Gelben erzielte in dieser Saison bereits acht Treffer für die Alemannia.
Wenn sich Chefcoach Köstner und sein Co Trainer Edmund Becker über die morgige Aufstellung Gedanken machen, können sie personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich hinter dem Einsatz vom zuletzt überzeugenden Milorad Popovic steht noch ein Fragezeichen. Der 25 jährige Abwehrspieler konnte am Freitag wegen Nackenschmerzen nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, "aber wir hoffen dass unsere medizinische Abteilung das bis zum Sonntag hinbekommt", äußerte sich Köstner optimistisch. Der Einsatz von Routinier Bernhard Trares ist hingegen nicht gefährdet. Der Torschütze zum 2:2 bei Union Berlin erhält vor dem Spiel am Sonntag noch einmal eine Spritze, so dass er auf jeden Fall spielen kann. Als einen seiner wichtigsten Spieler bezeichnete Köstner dann auch den 38 Jährigen, der seine Karriere am Ende der Saison beenden wird. "Er ist für uns so wertvoll, weil er auf dem Platz immer alles gibt und neben dem Platz keine populistischen Aussagen macht, sondern seine Meinung intern in der Mannschaft kundtut."
Dass Thomas Kies in Berlin nicht gerade sein bestes Spiel machte, sah auch sein Trainer, aber dennoch wird der Abwehrspieler morgen mit großer Wahrscheinlichkeit erneut in der Startformation der Blau Weißen stehen. Auch wenn Köstner nicht viel über die morgige Aufstellung preisgeben wollte, so deutet doch viel darauf hin, dass die gleiche Elf wie in Berlin morgen von Beginn an auflaufen wird natürlich vorausgesetzt, dass Milorad Popovic einsatzbereit ist.
Für alle Anhänger der Schwarz Gelben, die noch nicht im Besitz einer Eintrittskarte sind, gibt es am Sonntag noch die Möglichkeit Tickets an der Kasse zu erwerben. Rund 1500 Karten werden zusätzlich zu den 6.300 Karten, die bereits nach Aachen gingen, für die Alemannia Fans zurückgehalten. Dies sind sowohl Steh als auch Sitzplatzkarten (Block E4 und E3). Die Kassenhäuschen haben am Sonntag ab 10 Uhr geöffnet.
Zum momentanen Zeitpunkt ist das Wildparkstadion, entgegen anders lautender Berichte, noch nicht komplett ausverkauft. "Wer also morgen rechtzeitig vor dem Spiel da ist, wird auf jeden Fall noch eine Karte bekommen", so Manager Rolf Dohmen.
Nutzen Sie die Chance und folgen sie dem Aufruf der Supporters. Kommen auch Sie in den Wildpark und unterstützen Sie ihren Verein.











