Miller-Comeback bei 1:2-Niederlage

Profis von Jörg Bock

Im zweiten Testspiel im Trainingslager im türkischen Belek unterlag der KSC der SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 (0:1). Nach 82 Tagen Verletzungspause stand dabei Torhüter Markus Miller erstmals wieder zwischen den Pfosten. Das Tor für den KSC erzielte Mittelfeldregisseur Tamás Hajnal per Handelfmeter.

150 Zuschauer sahen beim zweiten Test des KSC im Trainingslager keinen überzeugenden Auftritt der Becker-Truppe. Gegen den Tabellenfünften der zweiten Bundesliga taten sich die wieder in gelb-rot angetretenen Badener vor allem im Spiel nach vorne schwer.

 

Bereits nach 50 Sekunden hatte Markus Miller das erste Mal zu tun, als er bei einen Schuss des Fürther Linksverteidigers Tom Bertram in die linke untere Ecke abtauchen und klären musste. Nur drei Minuten später half Miller dann die Latte, nachdem Stephan Schröck seinen Fürther Mannschaftskollegen Stefan Reisinger in Schussposition gebracht hatte und dieser den Ball gegen das Quergebälk des KSC-Tores hämmerte. Die Kleeblätter kamen durch Bernd Nehrig (10. und 14.) zu weiteren Einschussmöglichkeiten, doch einmal zielte der Kleeblättler zu hoch, beim zweiten Anlauf scheiterte er am erneut gut reagierenden Miller.

 

In der 27. Minute kam der KSC zu seiner ersten Chance, doch die Schussversuche von Sebastian Freis und Florian Dick endeten jeweils in den Beinen der Fürther Abwehr. Im Anschluss an die Ecke für den KSC entwickelte sich ein mustergültiger Fürther Konter über Daniel Adlung und Stephan Schröck, dessen Hereingabe Stefan Reisinger ohne Mühe zum 0:1 verwerten konnte (28.). In der 42. Minute konnte sich dann nochmals Miller auszeichnen, als er einen Freistoß von Daniel Felgenhauer aus halblinker Position auf Höhe des Strafraums aus der Ecke holte und zur Ecke klären konnte. Danach bat Schiedsrichter Taner Özdemir zwei Minuten zu früh zum Pausentee.

 

Trainer Ede Becker wechselte wie schon beim Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden für die zweiten 45 Minuten ein komplett neues Team ein. Der KSC kam nun etwas besser ins Spiel und hatte nach Wiederanpfiff schnell die erste Chance durch einen Kapllani-Kopfball, den Sascha Kirschstein aber parieren konnte. Auch Martin Stoll scheiterte bei einem Kopfball nach einer Staffeldt-Ecke am Keeper der Kleeblätter.

 

In der 70. Minute wurde dann der schönste Spielzug der Blau-Weißen im gesamten Spiel belohnt. Einer schönen Direktpasskombination im Mittelfeld über die rechte Seite folgte die Hereingabe von Tamás Hajnal auf Edmond Kapllani. Dabei kam es zum Handspiel des eingewechselten Fürther Verteidigers Marino Biliskov. Den fälligen Elfmeter verwandelte Karlsruhes Nummer 30, Tamás Hajnal, sicher zum 1:1-Ausgleich.

 

Für den letzten Aufreger im Spiel sorgte der türkische Unparteiische, als er in der 85. Minute nach einem angeblichen Foul von Timo Staffeldt an Cidimar auf Elfmeter gegen den KSC entschied. Der gefoulte Spieler trat selbst an und verwandelte sicher zum 1:2-Endstand.

 

„Der heutige Auftritt war sicherlich nicht berauschend, aufgrund der intensiven Trainingseinheiten der letzten Tage aber fast so zu erwarten“, zeigte KSC-Trainer Edmund Becker Verständnis. „In der zweiten Halbzeit war unser Spiel etwas besser, aber sicherlich alles in allem nicht optimal.“

 

Geschont wurden Bradley Carnell wegen anhaltender Achillessehnenprobleme und Daniel Brosinski, den Rückenschmerzen zum Verzicht zwangen. Daneben kamen der dritte Torhüter Thomas Unger und Stürmer Mathias Fetsch vom KSC II nicht zum Einsatz.

 

Der KSC spielte:

Miller (46. Kornetzky) – Eichner (46. Buck), Franz (46. Barg), Eggimann (46. Stoll), Dick (46. Görlitz) – Aduobe (46. Mutzel), Porcello (46. Staffeldt) – Iashvili (46. Orahovac), Stindl (46. Hajnal), Freis (46. Timm) – Kennedy (46. Kapllani)

 

Tore:

 

28. 0:1 Reisinger

70. 1:1 Hajnal (Handelfmeter)

85. 1:2 Cidimar (Foulelfmeter)

 


Match
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