Kuntz hofft auf Erfolgserlebnis gegen Eintracht Frankfurt
(eis) 70 Minuten waren gespielt in der Saison Auftaktpartie zwischen dem Karlsruher SC und Erstligaabsteiger 1. FC Köln, die Blauweißen hatten sich gegen den Favoriten aus Müngersdorf wacker geschlagen, da war der Arbeitstag von Bruno Labbadia vorzeitig beendet. Schiedsrichter Jörg Kessler schickte den Routinier nach einem Kopfstoß gegen den Kölner Thomas Cichon vorzeitig in die Kabine, drei Tage später bekam der 36 Jährige vom DFB Sportgericht eine Sperre von vier Ligaspielen aufgebrummt. Was folgte, ist bekannt. Sechs Wochen werden seitdem vergangen sein, wenn am Montag Abend (20.15 Uhr) im heimischen Wildparkstadion der Anpfiff zur Zweitligabegegnung des KSC gegen die Eintracht Frankfurt ertönt.
Angesichts eines einzigen mageren Treffers, den die Badener in fünf Ligaspielen bislang erzielen konnten, ruhen wohl nicht nur die Hoffnungen von Cheftrainer Stefan Kuntz auf dem Comeback des Mittelstürmers. Nicht zuletzt, weil Labbadia neben Aydin Cetin bislang einziger Pflichtspiel Torschütze seit August ist: Im Pokalspiel gegen Offenbach war er erfolgreich nur gebracht hat es am Ende nichts.
Stefan Kuntz jedenfalls baut auf Labbadia und wird den Angreifer am Montag von Beginn an ins Rennen schicken. Wer dafür aus der Aachen Elf weichen muss, darauf möchte sich der Coach noch nicht festlegen. Und in der Tat sieht sich der Übungsleiter in dieser Hinsicht mit einer schwierigen Frage konfrontiert. Aydin Cetin und Clemens Fritz, die in den letzten beiden Partien die Offensivabteilung der Wildparktruppe bildeten, gehörten beide Male zu den Besten ihres Teams. Auf der anderen Seite bestach jedoch auch keiner von beiden durch einen außergewöhnlichen Torinstinkt.
Weitere personelle Veränderungen wird es nicht geben, war der Auftritt in Aachen doch erneut eine "Steigerung, zumindest in der Einstellung", so Kuntz. Fehlt nur das Zählbare. Für weitreichende Änderungen der Startelf fehlt dem Saarländer aber auch schlicht das Personal: Mario Eggimann musste am gestrigen Freitag erneut das Training wegen Rückenbeschwerden abbrechen, der Pole Wawrzyczek nimmt zwar wieder am Mannschaftstraining teil, ein Einsatz gegen Frankfurt kommt für ihn aber nicht in Frage. Christian Hassa hat sich von seiner Bänderverletzung weitgehend erholt, mehr als ein Teileinsatz ist aber auch bei ihm nicht drin.
Und trotz der angespannten personellen Situation könnte Kuntz zum Rotieren gezwungen werden: Mannschaftskapitän Thijs Waterink klagt nach einem Schlag gegen sein Innenband ebenso über Schmerzen wie Stammtorhüter Thomas Walter, dessen Aduktoren noch immer Probleme bereiten. Und zu allem Überfluss erlitt Ersatzkeeper Becker eine Kapselprellung an der Hand und musste kurzzeitig mit dem Training aussetzen.











