KSC verliert mit 2:3 in Darmstadt
Am 15. Spieltag gastierte unser KSC in Südhessen beim SV Darmstadt 98. Im Spielbericht gibt es das Flutlichtspiel zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Im Flutlicht des Merck-Stadions am Böllenfalltor musste Christian Eichner auf die Defensivspieler Christoph Kobald und Nicolai Rapp verzichten. Das Duo fehlte in Darmstadt angeschlagen. Kobald verpasste nach seiner Gelbsperre somit das zweite Spiel in Folge, für Rapp rückte die Ex-Lilie Andi Müller in die Startelf. Gemeinsam mit Dzenis Burnic agierte der Sommerneuzugang im Mitteldfeldzentrum, Rafael Pinto Pedrosa und Kapitän Marvin Wanitzek starteten auf den Außenbahnen. Die vorderste Reihe bildeten Fabian Schleusener und Philipp Förster, wobei sich Letzterer im Spiel mit Ball gelegentlich auf die Zehnerposition fallen ließ. In der Defensive entschied sich unser Cheftrainer für eine Viererkette mit David Herold und Sebastian Jung auf den Außen-, sowie Marcel Beifus und Marcel Franke auf den Innenpositionen.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Hand in Hand mit kleinen Nikoläusen liefen die beiden Mannschaften pünktlich in den flutlichterstrahlten Merck-Stadion am Böllenfalltor ein. Unser in schneeweiß gekleideter KSC startete mutig in den Abend und wurde nach sechs Minuten erstmals gefährlich. Philipp Förster lag bei einem Darmstädter Rückpass auf der Lauer, verpasste die Einschusschance vor SVD-Keeper Marcel Schuhen jedoch um wenige Zentimeter. Wenig später wagte Rafael Pinto Pedrosa nach einem Doppelpass mit Fabian Schleusener einen Vorstoß und konnte von Hiroki Akiyama nur noch durch ein gelbwürdiges Foul vor dem Alleingang auf das Lilien-Tor gestoppt werden (10.).
Im Anschluss an die beiden KSC-Aktionen meldete sich die Darmstädter Offensivabteilung. Topstürmer Isac Lidberg köpfte eine Freistoß-Flanke aus guter Position allerdings am Tor vorbei (14.). Neun Zeigerumdrehungen später wurde Killian Corredor im Karlsruher Strafraum entscheidend beim Abschluss gestört, woraus ein Eckstoß hervorging. Dieser segelte einmal quer durch den Sechzehnmeterraum, am linken Ende rutschte dann der Volleyversuch über den Schuh von Luca Marseiler (23.).
Die erste Hälfte nahm aber noch richtig an Fahrt auf. Erst ließ Pinto Pedrosa an der gegnerischen Strafraumkante seinen Gegenspieler Maglica alt aussehen, brachte beim nachfolgenden Schuss aber nicht genügend Kraft in seinen linken Fuß, wodurch der Ball für Torhüter Schuhen leichte Beute war (35.). Im Gegenzug kamen die Hausherren zu einem Eckstoß, den Marseiller am zweiten Pfosten gefährlich auf das Tor köpfte (35.). Doch Hansi Bernat machte sich lang und verhinderte den Einschlag.
Führung mit Köpfchen
Knapp fünf Minuten waren im ersten Durchgang noch auf der Uhr, da positionierten sich das Linksfuß-Duo Wanitzek/Herold zur Standard-Ausführung an der Eckfahne. Unsere Nummer zehn spielte die Freistoß-Variante kurz auf David Herold, dessen butterweiche Hereingabe streichelte Sebastian Jung mit seiner Haarpracht in den Fünfmeterraum. Von dort köpfte Lilien-Verteidiger Maglica ungewollt in das eigene Tor und bescherte dem KSC damit die Führung (39.)!
Richter gefühlvoll zum Ausgleich
Das letzte Wort in Durchgang eins war damit aber noch nicht gesprochen. Mit Anbruch der Nachspielzeit bekam Marco Richter aus 18 Metern die Chance per Freistoß, die der Darmstädter mit einem präzisen Kunstschuss in den rechten Knick verwertete (45.+1) – der Ausgleich.
Bitterer Start in Halbzeit zwei
Der wärmende Pausentee war kaum die Kehle hinuntergeflossen, da legten die Lilien den zweiten Treffer nach. Kilian Corredor suchte mit einer Strafraumflanke seinen Stürmer Isac Lidberg, die Hereingabe wurde aber abgeblockt. Unglücklicherweise landete die Kugel daraufhin direkt vor Lidbergs Füßen, der mit einem strammen Schuss das 2:1 erzielte (48.).
Schlag auf Schlag, Tor nach Tor
Die Eichner-Elf ließ sich von diesem Rückschlag und der kurz darauf folgenden verletzungsbedingten Auswechslung von Andi Müller - für ihn kam Meiko Wäschenbach - nicht entmutigen, sondern erhöhte den Druck in der Offensive. So kam es, dass Darmstadts Außenverteidiger Lopez bei einer Ballannahme Probleme hatte, Wanitzek war aufmerksam und schnappte sich die Kugel. Unser Kapitän bewies ein Auge für den durchstartenden Schleusener, der den Schnittstellenpass alleine vor Schuhen zum Ausgleich einnetzte (60.).
Wie auch schon nach dem Treffer zum 1:0 dauerte es nicht lange, bis die Hausherren eine Antwort parat hatten. Erneut war es Richter, der mit einem ruhenden Ball für Gefahr sorgte, diesmal kam der Ball aber als Hereingabe von der linken Strafraumkante. Am zweiten Pfosten stieg Matej Maglica am höchsten und machte seinen Eigentor-Fauxpas wieder wett (63.).
Der SVD blieb auch nach dem Führungstreffer am Drücker, was zur Folge hatte, dass Hansi Bernat mit zwei aufeinanderfolgenden Paraden gegen Marseiler und Lidberg einen höheren Rückstand verhindern musste (74.). Auf der Gegenseite wollte Blau-Weiß unbedingt den Ausgleich zum 3:3, Beifus‘ Kopfball (80.) und Jungs Dropkick (88.) fanden nach Eckstößen allerdings nicht den Weg ins Tor. Christian Eichner brachte mit den Einwechslungen von Opitz, Laghrissi und Simic offensive Kräfte in die Partie, die vierte Liga-Niederlage in Folge konnte aber nicht mehr abgewendet werden. Durch Karlsruhes Offensiv-Drang ergaben sich Kontermöglichkeiten für die Lilien. Lidberg (88., 90.+3) und Papela (90.) verpassten dabei die Chancen, den Deckel vorzeitig draufzumachen. Die allerletzte Aktion hatte tief in der Nachspielzeit dennoch unser KSC, Herolds Distanzschuss lenkte Marcel Schuhen aber über den Querbalken (90.+7).
Fazit & Ausblick
Das Fazit fällt kurz aus: Unserem KSC gelang es nicht, über längere Phasen das Können abzurufen. Somit müssen wir uns effizienten Darmstädtern geschlagen geben.
In der nächsten Woche steht das finale Heimspiel des Jahres an. Am Samstag empfangen wir um 13:00 Uhr den SC Paderborn im BBBank Wildpark.
Die Daten zur Partie
SV Darmstadt 98: Schuhen – Lopez (73. Holland), Pfeiffer, Maglica, Nürnberger (73. Bader) – Richter (82. Vukotic), Klefisch, Corredor, Akiyama (73. Papela), Marseiler (89. Furukawa) - Lidberg
KSC: Bernat – Jung, Franke, Beifus, Herold – Pinto Pedrosa, Müller (54. Wäschenbach), Burnic (79. Laghrissi), Wanitzek – Förster (67. Opitz), Schleusener (79. Simic)
Ergebnis: 3:2
Tore: Richter (45.+1), Lidberg (48.), Maglica (63.) | Maglica (ET, 39.), Schleusener (60.)
Gelbe Karten: Akiyama (9.) | Beifus (62.), Wäschenbach (90.+4)
Schiedsrichter: Martin Petersen
Ort: Merck-Stadion am Böllenfalltor
Zuschauende: 17.810 (ausverkauft)











