KSC verliert mit 0:3 in Hannover
Der 14. Spieltag führte unseren KSC nach Niedersachsen zu Hannover 96. Im Spielbericht gibt es den Freitagabend zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Von Fünfer- auf Viererkette
Für das Abendspiel gegen Hannover 96 nahm unser Cheftrainer in der Startelf einige Anpassungen vor. Diese waren zum einen personeller Natur, zum anderen auch taktischer. So rückten Sebastian Jung für Eymen Laghrissi und Marcel Beifus für den gelbgesperrten Christoph Kobald in die Anfangsformation. Jung fand sich auf der Position des Rechtsverteidigers ein, infolgedessen Rafael Pinto Pedrosa im rechten Mittelfeld auflief. Jung spielte dabei aber nicht wie zuletzt in einer Fünferkette, sondern in der Viererreihe mit David Herold auf links und dem Duo Franke/Beifus in der Innenverteidigung. Im linken Mittelfeld setzte unser Cheftrainer auf Kapitän Marvin Wanitzek, zentral agierten Nicolai Rapp und Dzenis Burnic auf der Doppelsechs. An vorderster Front bildeten Philipp Förster und Fabian Schleusener die Doppelspitze.
Erstmals dabei: Niclas Dühring
Auf der Auswechselbank feierte Niclas Dühring sein Kaderdebüt in der 2. Bundesliga. Der Sommerneuzugang hatte sich nach einer Verletzung über die U23 in der Oberliga herangearbeitet und reiste an diesem Wochenende erstmals mit der Profi-Mannschaft.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Zu den Klängen des Scorpions-Songs „Hurricane“ schritten die 22 Spieler und drei Unparteiischen in die gut besuchte Heinz von Heiden Arena. Zu Beginn der Partie konnte jedoch weder unser in weiß-weiß-blauer Farbkombination gekleideter KSC, noch die Hausherren ernsthafte Akzente nach vorne setzen. Philipp Förster deutete mit einem Schnittstellenpass auf Sebastian Jung (4.) und einem Schussversuch (7.) früh Aktionen an, doch Hannover verteidigte wachsam.
Bernat brilliert
Nach zwölf Minuten gespenstischer Stille schalteten sich die Ränge mit einem lautstarken Support in die Partie ein, dies zeigte allerdings zunächst nur bei der Elf von 96-Trainer Christian Titz eine Wirkung. Hannover verwertete den hohen Ballbesitzanteil für zwei Abschlussmöglichkeiten von Mustapha Bundu (18.) und Top-Stürmer Benjamin Källman (19.), beide Male war KSC-Schlussmann Hansi Bernat auf seinem Posten und vereitelte die Aktionen. Als wären diese Paraden nicht schon genug Arbeitsnachweis, verhinderte der junge Däne nach 25 Minuten noch mit einer Glanztat beim gefährlichen Schuss von Noel Aseko den frühen Rückstand.
Gute Phase vor der Pause
Im Anschluss war die Eichner-Elf am Zug. Mit zunehmender Spieldauer des ersten Durchganges fand Karlsruhe besser in die Partie und wurde so in der 35. Minute durch Rafael Pinto Pedrosa brandgefährlich. Unser Eigengewächs dribbelte mit reichlich Tempo in den gegnerischen Strafraum, verlor beim Schuss auf dem rutschigen Geläuf allerdings den Halt, wodurch der Ball nur am Außennetz landete. Wenig später wagte Kapitän Wanitzek einen Vorstoß, sein Schuss blieb allerdings in der 96-Defensive hängen. Inmitten der zweiminütigen Nachspielzeit hatte Dzenis Burnic die finale Offensivaktion der ersten Hälfte, verfehlte das Tor mit seinem Versuch aber um einige Meter.
Bessere Chancen für Hannover
Die zweite Halbzeit startete mit einem spitzbübischen Versuch von Marvin Wanitzek, der die Kugel von der Mittellinie nur knapp neben den linken Pfosten setzte (47.). In Folge meldete sich die Offensivabteilung der Hausherren wieder im Spiel an. Der starken Reaktion von Hansi Bernat bei einem Schuss von Källman sei Dank, wurde zunächst noch die Null gehalten (51.). Kurz darauf schafften es Bundu (60.) nach einem scharfen Zuspiel im Fünfmeterraum und erneut Källman per Kopf (63.) nicht, den Ball aus gefährlicher Position im Tor zu versenken. In Minute 66 kam Blau-Weiß noch zu einer Chance, Marvin Wanitzek schoss aus zentraler Position allerdings haarscharf am Tor vorbei.
96-Joker stechen
Was sich in den Minuten zuvor bereits angekündigt hatte, wurde nach 67 Minuten bittere Realität. Hannover spielte einen Konter schnell über unsere rechte Abwehrseite, bevor die Kugel dann in den Strafraum zum eingewechselten Chakroun gelangte. Dieser hatte genug Raum, um sich den Ball zurechtzulegen und unhaltbar für Bernat in die rechte untere Ecke zu zirkeln. Knapp zwei Zeigerumdrehungen später kam es knüppeldick für Blau-Weiß, denn ähnlich wie beim 0:1 wurde der Defensivverbund über rechts ausgekontert. Im Strafraumzentrum hatte Pichler, ebenfalls kurz zuvor eingewechselt, nach Zuspiel von Aseko leichtes Spiel, der das Spielgerät lässig einnetzte (70.)
K.O. binnen zehn Minuten
Erneut über rechts, diesmal in Folge eines Fehlpasses, machten die Hausherren einmal aufs Neue das Spiel schnell. Im letzten Drittel angekommen legte Neubauer auf Bundu hinter die Abwehrkette, der alleine vor Bernat zur Entscheidung einschieben konnte – 0:3 (77.).
Pflichtspieldebüt für Dühring
Kleiner Trost an diesem gebrauchten Freitagabend war die Einwechslung von Niclas Dühring. In den übrigen 13 Minuten Spielzeit sammelte der junge Verteidiger erste Zweitliga-Erfahrung. Beim deutlichen Spielstand ergaben sich in der Schlussphase keine weiteren Szenen mehr, sodass Schiedsrichter Patrick Alt die Partie nach siebenminütiger Nachspielzeit beendete.
Fazit & Ausblick
Drei Treffer innerhalb von zehn Minuten küren Hannover 96 zum verdienten Sieger in der Partie des 14. Spieltages. Unser KSC wehrte sich lange Zeit und war phasenweise gar oben auf, das Ballbesitzverhältnis von 60/40 und der Expected Goals-Wert von 2,88 zu 0,55 belegen aber die Überlegenheit der Hausherren. Bester Karlsruher war Torhüter Hansi Bernat, der seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden lange im Spiel hielt.
Mehr Worte bleiben nicht. Kommende Woche reisen wir zum Samstagabendspiel zum SV Darmstadt 98, dort soll der Bock umgestoßen werden. Vielen Dank an alle mitgereisten Fans, die die lange Reise nach Hannover auf sich genommen haben!
Die Daten zur Partie
Hannover 96: Noll – Ghita, Tomiak, Nawrocki (46. Okon) – Matsuda (46. Neubauer), Leopold, Aseko (81. Taibi), Oudenne – Yokota (58. Chakroun), Källman (66. Pichler), Bundu
KSC: Bernat – Jung (84. Laghrissi), Beifus, Franke, Herold (84. Dühring) – Pinto Pedrosa, Rapp (74. Müller), Burnic, Wanitzek – Förster (Förster), Schleusener (66. Simic)
Tore: Chakroun (67.), Pichler (70.), Bundu (77.)
Ergebnis: 3:0
Gelbe Karten: Bundu (69.), Taibi (84.) | Beifus (72.)
Schiedsrichter: Patrick Alt
Zuschauende: 38.200
Ort: Heinz von Heiden Arena, Hannover











