KSC verliert knapp in Wolfsburg
Der KSC hat sich beim vorletzten Testspiel der Winterpause am Freitagabend gegen den Zweiten der Bundesliga achtbar geschlagen und nur mit 1:2 verloren. Den Treffer für die Karlsruher erzielte Manuel Torres in der ersten Halbzeit (9.).

Aus dem AOK Stadion berichtet David Horak
Im erst kürzlich fertiggestellten AOK Stadion der Wolfsburger Damenmannschaft gingen die Karlsruher erstmals in der laufenden Saison mit Gaétan Krebs im defensiven Mittelfeld neben Reinhold Yabo sowie mit Neuzugang Ylli Sallahi auf der linken Außenbahn ins Spiel. Auf der Gegenseite experimentierte auch Dieter Hecking nicht und ließ namhafte Spieler wie Kevin De Bruyne oder Luiz Gustavo auflaufen. Zu Beginn der Partie gab der VfL Wolfsburg den Ton an, ließ den Ball sicher in den eigenen Reihen zirkulieren und versuchte gleich, Druck zu machen. Allerdings lief der KSC seine Gegner gut an und zwang diese so immer wieder zu Fehlern. So gehörten auch die ersten guten Szenen den Gästen, als beispielsweise Ylli Sallahi Rouwen Hennings schickte, der, wäre es nicht Abseits gewesen, eine dicke Möglichkeit zum 1:0 gehabt hätte (6. Minute). Der VfL hatte in der ersten Viertelstunde zwar mehr Ballbesitz, die Führung erzielten aber dennoch die Karlsruher: Hiroki Yamada setzte sich in der 9. Minute stark auf der linken Seite durch und konnte im 16er auf den frei stehenden Manuel Torres passen, der nur einnetzen musste. In der Folgezeit wollten die Hausherren reagieren, mehr als schön anzusehende Spielszenen über die starken De Bruyne und Rodriguez brachten sie aber nicht zustande. Der KSC wiederum konnte seine Abwehr immer wieder entlasten und kam ein ums andere Mal gefährlich vors Tor der Gastgeber. Diese setzten in den letzten Minuten vor der Pause nochmal ein Power Play an, das fast im Ausgleich resultierte. Allerdings vermochte es Perisic nicht, nach feiner Hereingabe von Hunt den Ball aus kürzester Distanz im Tor unterzubringen (44.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit liefen beim KSC drei Neue auf, unter anderem stürmte Ilian Micanski nun für Rouwen Hennings. Doch die Wechsel schienen den Badenern zunächst nicht gut zu tun, denn der VfL nahm sofort das Heft in die Hand. Folgerichtig erzielte Nicklas Bendtner bereits in der 50. Spielminute den Ausgleich für den Bundesligisten nach flacher Flanke von Perisic. In den folgenden 15 Minuten spielten dann nur noch die Autostädter, der KSC bekam schlicht keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Erst als man bei den Blau-Weißen erneut einige frische Kräfte brachte, kam mehr Schwung auf. In der 65. und 67. Minute konnte man dann zwei schnelle gute Chancen verbuchen: Zuerst flog Enrico Valentinis Schuss aus 20 Metern nur knapp über das Gehäuse, dann vergab Micanski nach kämpferischem Alleingang aus spitzem Winkel. In der letzten Viertelstunde kam dann aber die spielerische Überlegenheit der Wolfsburger zum Tragen, so dass Arnold aus fünf Metern ins rechte kurze Eck zur 2:1-Führung einschoss (79.) Zuvor hatte sich Caligiuri gegen Kempe an der Grundlinie durchgesetzt und den Treffer vorbereitet. Der KSC konnte sich dann nicht mehr erholen und der Favorit brachte den letztendlich verdienten Sieg in trockene Tücher.
Am 31. Januar bestreitet der KSC sein letztes Testspiel vor dem Beginn der Rückrunde gegen den FSV Frankfurt im heimischen Wildpark. Anstoß der Begegnung, für die nur die Haupttribüne geöffnet sein wird, ist um 14 Uhr.











