KSC verliert dramatisches Finale bei Harder13 Cup
Alles geboten hatte der KSC beim Harder13 Cup in Mannheim, letztlich reichte es nur zu Platz 2. Gegen starke Badener hatte nur Bundesligist Eintracht Frankfurt Antworten parat. Enrico Valentini wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt, René Vollath erneut zum besten Keeper des Turniers.

1. FC Kaiserslautern - Karlsruher SC 0:5 (0:1)
KSC: 24 Vollath - 10 Alibaz, 20 Sallahi, 22 Valentini, 40 Gür
Tore: 0:1 Sallahi (10.), 0:2 Valentini (13.), 0:3 Valentini (18.), 0:4 Gür (18.), 0:5 Valentini (19.)
Im ersten Spiel des Turniers hat der KSC sich prächtig präsentiert und Mitfavorit Kaiserslautern eine herbe 0:5-Auftaktklatsche verpasst. Die Teufel begannen zwar druckvoll, brachten den starken René Vollath aber überhaupt nicht in Schwierigkeiten. Der KSC hatte mit Alibaz, Grupp und Gür erste Chancen, Marius Müller im Tor der Lauterner war aber ebenfalls stark. Gegen den Abstauber von Neuzugang Ylli Sallahi hatte er aber nichts entgegenzusetzen (10). Nach dem Seitenwechsel legte der KSC los wie die Feuerwehr und erhöhte durch Valentini auf 2:0 (13.). Der FCK versuchte dann alles und hatte zwei Pfostenschüsse, der KSC konterte aber klug und machte in der Schlussphase noch etwas in der Schlussphase fürs Torverhältnis: Valentini, der mit zwei weiteren Toren einen Hattrick schnürte, und Eray Gür stellten den 5:0-Endstand her und sorgten für einen optimalen Start!
Karlsruher SC - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:2)
KSC: 24 Vollath - 11 Nazarov, 15 Barry, 31 Max, 34 Grupp
Tore: 1:0 Barry (1.), 1:1 Kadlec (2.), 1:2 Kadlec (8.)
In Spiel 2 erwischte der KSC einen Start nach Maß: Boubacar Barry konnte nach wenigen Sekunden bereits zur Führung einschieben. Die Freude währte allerdings nur kurz: Bereits 60 Sekunden später konnte Vaclav Kadlec ausgleichen. Der KSC gab weiter Gas und hatte durch Gür, Valentini und Alibaz dicke Chancen, aber der Ball wollte nicht rein. Nach einem Fehler in der Vorwärtsbewegung konnte Kadlec gar unbedrängt zur Führung der Frankfurter einschieben. Nach dem Seitenwechsel sah man dem KSC alle Mühen an, die Niederlage abzuwenden, der Ball wollte aber nicht ins Tor. Valentini und Gür (13.) scheiterten aus kurzer Distanz, Sallahi bugsierte den Ball über die Latte (17.). Kurz darauf hatte der KSC Glück, dass Kadlec aus drei Metern den Sack nicht zumachte. Weil auch Grupp seine Möglichkeit in der Schlussminute verpasste, blieb es beim 1:2 für Frankfurt.
Karlsruher SC - SV Sandhausen 5:2 (3:0)
KSC: 24 Vollath - 10 Alibaz, 22 Valentini, 31 Max, 40 Gür
Tore: 1:0 Valentini (2.), 2:0 Gür (4.), 3:0 Grupp (7.), 3:1 Bouhaddouz (13.), 4:1 Varnhagen (15.), 5:1 Alibaz (17.), 5:2 Bouhaddouz (20.)
Der KSC hat im dritten Spiel die richtige Antwort gegeben: Bereits nach zwei Minuten netzte Enrico Valentini erneut nach Zuspiel Gürs zur Führung. Nahezu indentisch sah zwei Minuten später das 2:0 aus, diesmal wurde Gür von Alibaz bedient. Bereits in der 7. Minute erhöhte der KSC durch Tim Grupp auf 3:0, ebenfalls ein Treffer von der rechten Seite. Die KSC-Fans zeigten sich entzückt und starteten in Co-Produktion mit Willi Wildpark noch in der ersten Hälfte eine lautstarke Laola. In der zweiten Hälfte kam Sandhausen zum Anschlusstreffer, aber Silvano Varnhagen lieferte prompt die Antwort (15.). Nur zwei Minuten später erhöhte Alibaz gar auf 5:1, ehe er nach einem Foul verletzungsbedingt den Platz verlassen musste. Das 5:2 der Sandhäuser in der letzten Spielminute änderte am KSC-Sieg nichts mehr.
SV Waldhof Mannheim - Karlsruher SC 0:1 (0:0)
KSC: 24 Vollath - 11 Nazarov, 22 Valentini, 31 Max, 40 Gür
Tor: 0:1 Max (14.)
Im Derby durfte der KSC nicht verlieren, um die Chance aufs Finale zu wahren. Beide Mannschaften begannen agressiv, aber ohne Tormöglichkeiten. Max versuchte es über links, aber ohne Erfolg (2.). Jungbin Park hatte in der 6. Minute eine tolle Möglichkeit, indem er den Keeper umkurvte, sein Schuss wurde aber von der Linie gekratzt. Mannheim war anzumerken, dass sie die Überraschung schaffen wollten, aber Torchancen waren Mangelware. Keeper Rene Vollath war es, der einen Zuckerpass auf Max spielte, aber wieder wollte sein Schuss nicht rein. Nach dem Seitenwechsel hatte der KSC weiter die deutlicheren Möglichkeiten, Enrico Valentini scheiterte freistehend. Die Kombination des Tages brachte den erlösenden Treffer: Max spielte auf Gür, der wieder auf Max und der Linksverteidiger konnte zum vielumjubelten Treffer einschieben. Im Anschluss hatten die Karlsruher einige Möglichkeiten durch Max (15.) und Mehlem (17.), aber ein zweiter Treffer wollte nicht fallen. Da auch Mannheim kein Tor mehr zustande brachte, zog der KSC souverän ins Finale ein.
Finale: Karlsruher SC - Eintracht Frankfurt 8:9 n.E. (4:4, 1:2)
KSC: 24 Vollath - 11 Nazarov, 22 Valentini, 31 Max, 40 Gür
Tore: 0:1 Gerezgiher (4.), 1:1 Barry (9.), 1:2 Gerezgiher (10.), 2:2 Gür (13.), 3:2 Gür (19.), 3:3 Kadlec (20.), 4:3 Barry (21.), 4:4 Kadlec (23.)
9-Meter-Schießen: Nazarov trifft, Oczipka trifft, Valentini trifft Gerezgiher trifft, Barry trifft, Kadlec trifft, Nazarov trifft, Oczipka trifft, Valenini verfehlt, Gerezgiher trifft
Es war angerichtet, die schnelle Führung erzielte die Eintracht aber nach nur vier Minuten. Der KSC steckte allerdings nicht auf und kam durch Barry per Handelfmeter zum Ausgleich. Allerdings gaben die Frankfurter sofort die Antwort und stellten den alten Abstand wieder her. Mit der Niederlage gab sich vor allem Eray Gür nicht zufrieden: Mit seinem Doppelpack brachte er den KSC in Führung (13., 19.). Vaclav Kadlec glich aber sofort wieder aus. Nun ging es drunter und drüber, Barry brachte den KSC sofort wieder in Führung (21.). Als der KSC schon fast durch war, rettete erneut Kadlec die Eintracht ins Neunmeterschießen. Dort war es Valentini, der in der zweiten Runde der drei auserkorenen Spieler am Frankfurter Keeper scheiterte und Gerezgiher Frankfurt zum Pokalsieg schoss.
Trotzdem zeigte der KSC eine großartige Leistung und war im Anschluss mit dem zweiten Platz zufrieden. Enrico Valentini konnte nach seinem Fehlschuss schon wieder lachen, wurde er doch zum besten Spieler des Turniers gewählt. René Vollath verteidigte seinen Titel als bester Torhüter des Turniers. Vaclav Kadlec von Eintracht Frankfurt wurde mit 9 Treffern Torschützenkönig.
aus der SAP-Arena in Mannheim berichtete Fabian Herbers
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