KSC unterliegt im CyberDerby

Profis von Daniel Heinz

Im Vorfeld des baden-württembergischen Derbys am kommenden Samstag trafen heute Abend der Karlsruher SC und der VfB Stuttgart bereits im virtuellen Derby aufeinander. Über Playstation traten fünf blau-weiße Akteure gegen fünf Spieler der Schwaben an. Am Ende musste sich der KSC mit 2:6(1:5) geschlagen geben.

Rund 1.000 Karlsruher Fans verfolgten das Spektakel in der Karlsruhe Schwarzwaldhalle. Auf einem verkleinerten Spielfeld waren fünf Spielekonsolen aufgestellt, an denen Florian Dick, Timo Staffeldt, Maik Franz und Michael Mutzel gegen ihre schwäbischen Kontrahenten antraten. Verstärkt wurden die vier KSC-Kicker von Alexander Metzger, der beim EnBW-Gewinnspiel eine Wildcard gewann und daher Joshua Kennedy im Angriff an der Playstation vertrat.

Die begeisterten Anhänger verfolgen das Spielgeschehen auf einer Großbildleinwand. Für dieses Ereignis wurde eigens ein Satellit angemietet, der die nahtlose Verbindung zwischen Stuttgart und Karlsruhe sicherstellte. Vor der Partie heizten Stadionsprecher Martin Wacker und KSC-Maskottchen Willi Wildpark die Stimmung noch kräftig an. Natürlich durfte auch das obligatorische Badnerlied vor dem Spiel nicht fehlen. Timo Staffeldt, der sich bei vereins-internen Konsole-Duellen als Kapitän etabliert hatte, gab sich zunächst optimistisch: „Wir sind gut drauf und werden das Spiel heute für uns entscheiden.“ Beim Gegner aus der Landeshauptstadt traten Roberto Hilbert, Andreas Beck, Manuel Fischer und Alexander Farnerud an. Auch die Schwaben gaben sich vor dem Duell selbstbewusst: „Zieht euch warm an in Karlsruhe“, so die Warnung von Roberto Hilbert.

 

Der Karlsruher SC kam zunächst besser in die Partie und hatte mehr Spielanteile, der VfB konnte jedoch gleich bei seiner ersten Torgelegenheit mit 1:0 in Front gehen. Manuel Fischer traf in der 7. Minute per Distanzschuss. Großen Jubel in der Karlsruhe Schwarzwaldhalle löste zunächst der 1:1-Ausgleichstreffer durch Joshua Kennedy, gespielt von Alexander Metzger, aus (25.). Die Ernüchterung folgte jedoch prompt. Zweimal Farnerud und Fischer erhöhten binnen vier Minuten auf 4:1 für die Stuttgarter. Kurz vor dem Seitenwechsel markierte Roberto Hilbert dann den 5:1-Pausenstand. Dennoch gaben sich die KSC-Akteure im Halbzeitgespräch mit Martin Wacker noch nicht geschlagen. „Der KSC hat schon oft einen Rückstand aufgeholt“, äußerte sich Maik Franz kämpferisch. Zwar konnte der KSC kurz nach der Pause durch Michael Mutzel auf 2:5 verkürzen, jedoch ließen die überlegenen Badner in der Folgezeit zu viele Chancen ungenutzt – insgesamt scheiterten sie drei mal am Aluminium. Manuel Fischer markierte dann in der 78. Minute das 6:2 und sorgte damit für klare Verhältnisse. Kommentator Uwe Morawe vom DSF bescheinigte dem KSC zwar die engagiertere Leistung, die Stuttgarter jedoch waren wesentlich konsequenter in der Chancenverwertung.

 

Trotz der Niederlage herrschte bei den Karlsruher Spielern keineswegs Enttäuschung. „Ihr habt gesagt, dass es mal wieder Zeit wird für einen Sieg gegen Karlsruhe – den hattet ihr heute. Am kommenden Samstag wird das allerdings anders aussehen“, so Michael Mutzel in der anschließenden Konferenzschaltung mit Stuttgart. Timo Staffeldt forderte sogar ein Re-Match. „Das war ein einzigartiges Event heute und hat richtig Spaß gemacht. Ich würde mich freuen wenn es so etwas in Zukunft wieder geben würde.“ Im Hinblick auf das anstehende „echte“ Derby gab sich Staffeldt später weniger entspannt: „Für mich ist dieses Spiel enorm wichtig. Heute war es Spaß, am Samstag würde es schon enorm weh tun zu verlieren.“


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