KSC überwintert auf Abstiegsplatz
Mit einer 1:4 Niederlage bei Energie Cottbus verabschiedete sich der KSC in die Winterpause. Danny Schwarz brachte die Blauweißen zwar früh in Führung, musste dann aber dennoch den bitteren Sturz auf einen Abstiegsplatz hinnehmen.
Von Andreas Eisinger
Dem KSC ist das Ende der Negativserie auch im letzten Spiel des Jahres nicht geglückt. Mit einer enttäuschenden 1:4 (1:2) Niederlage bei Energie Cottbus verabschiedeten sich die Badener am Freitagabend vor 8.500 Zuschauern im Stadion der Freundschaft in die Winterpause. Nach gutem Start und der 1:0 Führung glitt den Blauweißen das Spiel aus der Hand, der Tabellenletzte aus der Lausitz nutzte das gnadenlos aus.
Mit drei Umstellungen wollte Lorenz Günther Köstner die Trendwende herbeiführen: Mario Eggimann, Thomas Kies und Sebastian Freis setzte der Cheftrainer auf die Bank und krempelte auch die taktische Ausrichtung seiner Elf um. Carsten Rothenbach ergänzte die neue Dreier Abwehr, ins Mittelfeld kehrte der wieder genesene Kapitän Danny Schwarz zurück, neben Sean Dundee stürmte Ivan Saenko. Rückkehrer Schwarz war es, der nach nur sieben Minuten die Wiedergutmachung einzuleiten schien und die Gästeführung erzielte. Martin Stoll hatte den Treffer mit einem Befreiungsschlag eingeleitet, Dundee verlängert und Schwarz netzte mit einem Volleyschuss ein.
In der Folge kippte die Partie, nach einer guten halben Stunde jubelten die ersatzgeschwächten Cottbusser über den Ausgleich. Einen Kopfball von Timo Rost lenkte Ioannis Masmanidis unglücklich ins eigene Netz (31.) und musste nur drei Minuten später mit ansehen, wie die Hausherren in Führung gingen. Jan Männer unterlief nach einer Flanke von Laurentiu Reghecampf ein folgenschwerer Stoppfehler, den Youssef Mokhtari ausnutzte.
Das Schicksal der Wildpark Elf besiegelte Energie nach dem Seitenwechsel mit weiteren Treffern durch Zoltan Szelesi (58.) und Martin Hysky (70.). "Das ist eine ganz bittere Stunde für uns", resümierte Coach Köstner, "wir müssen in den kommenden Wochen versuchen, zu unserer Kampfstärke zurückzufinden und uns der Zweiten Liga zu stellen." Wie verunsichert das Team derzeit ist, zeigte sich in der vorletzten Minute, als selbst Tor Krokodil Dundee die Nerven versagten: Der Angreifer setzte einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter gut zwei Meter über das Gehäuse.
Cottbus war nie ein gutes Pflaster für den KSC: Nach nunmehr fünf Auftritten in der Lausitz mussten die Badener ihre Heimreise jedes Mal ohne jeden Punkt antreten. Nach der Niederlage überwintern die Blauweißen in jedem Fall auf einem Abstiegsplatz. Sollte das Kellerduell Essen gegen Unterhaching am Sonntag ohne Sieger enden, droht der Köstner Elf über den Weihnachtsurlaub gar die rote Laterne. Nur etwas mehr als zwei freie Wochen stehen den Profis ab morgen bevor, schon am 28. Dezember beginnt die Rückrunden Vorbereitung.











