KSC tritt im Ligapokal an
Für die Rückfahrt hofft KSC-Trainer "Ede" Becker auf eine funktionierende Satellitenanlage im Mannschaftsbus. Das zweite Viertelfinale im Ligapokal zwischen Bayern München und Werder Bremen schauen sich Becker und seine Spieler auf der Heimfahrt im Fernsehen an.

Von Andreas Eisinger
Um 15.30 muss morgen zunächst der KSC ran und trifft im Eröffnungsspiel, das gleichzeitig Viertelfinale des Mini-Turniers ist, auf Vizemeister Schalke 04. Die Hochkaräter der ersten Liga nehmen am Wettbewerb teil - und Zweiligameister KSC. Becker sieht im Spiel einen ersten Härtetest der Vorbereitung: "Volles Haus, ein großes Medieninteresse und ein starker Gegner, das können wir schonmal Erstligaluft schnuppern." Schon seit Wochen ist die Düsseldorfer LTU-Arena ausverkauft, wo die ersten beiden Spiele ausgetragen werden.
Nach dem Schlusspfiff geht es aber direkt nach Hause, das Schaulaufen der Konkurrenten aus München und Bremen dürfen die Spieler nur im Mannschaftsbus verfolgen. "Sonst kommen wir mitten in der Nacht nach Hause", meint Becker, "und wir wollen am Sonntagmorgen wieder trainieren." Obwohl es sonst nicht seine Art ist, hat Becker bereits heute seine voraussichtliche Mannschaftsaufstellung verraten. Vor Markus Miller im Tor werden in der Viererkette Andreas Görlitz, Mario Eggimann, Maik Franz und Christian Eichner auflaufen. Davor setzt Becker auf ein kompaktes Dreiermittelfeld mit Michael Mutzel, Godfried Aduobe und Tamas Hajnal. Davor sollen Alexander Iashvili und Bradley Carnell Stürmer Edmond Kapllani in Szene setzen.
Massimilian Porcello und Florian Dick fehlen verletzt, Neuzugang Christian Timm muss wohl vorerst auf die Bank. "So ist das, wenn man viele starke Leute hat", erläutert Becker, "dann muss eben auch mal ein starker Mann auf die Bank." Möglicherweise ist die Startelf ein erster Fingerzeig auf die Stammelf, die am ersten Spieltag der Liga auflaufen wird. Becker will eine Stammformation herausarbeiten und trotz seiner Alternativen nur rotieren, wenn es notwendig ist.
Neben einer Standortbestimmung weist Becker auf die Bedeutung des Ligapokals für die Vereinskasse hin. 250.000 Euro erhält der Verein als Antrittsprämie. Sollte der KSC gegen Schalke gewinnen (Becker: "das wird nicht einfach, aber wir haben durchaus Chancen"), stünde schon am Dienstag das Halbfinale gegen Pokalsieger Nürnberg an.











