KSC trifft auf Tabellennachbarn / Anpfiff ist auch bei weiterem Schneefall nicht gefährdet

(eis) Im Schlussspurt des Fußballjahres 2001 führt den Karlsruher SC die Reise zu den beiden letzten Auswärtspartien vor der Winterpause gleich zweimal in den Freistaat Bayern, wo die Blau Weißen in den kommenden sechs Tagen zunächst bei der Spielvereinigung Unterhaching antreten müssen und dann, am kommenden Mittwoch, mit dem Pflichtspiel gegen Mitaufsteiger Schweinfurt die Rückrunde der laufenden Zweitligasaison einläuten werden.

Cheftrainer Stefan Kuntz sieht die beiden Partien zwar als "eine Art Paket", erwartet aber dennoch zwei Begegnungen mit sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen, gerade, was die Beschaffenheit des Geläufes betrifft, auf dem die Blau Weißen bei winterlichen Temperaturen auflaufen werden. Treffe man am morgigen Freitag (Anpfiff: 19 Uhr) in Unterhaching einen Platz an, der mit einer Rasenheizung ausgestattet ist, so bereitet das Willy Sachs Stadion zu Schweinfurt dem Fußballtrainer größeren Anlass zur Sorge. Eine Rasenheizung ist nicht vorhanden und der Platz gehört auch außerhalb der kalten Jahreszeit nicht gerade zu den Besten in Liga zwei.

Zumindest bei der morgigen Partie steht dem Anpfiff der Rasenheizung sei Dank nichts im Wege. Das Spielfeld ist bespielbar und auch der gestern einsetzende Schneefall rund um München stellt keine größere Gefahr für die anstehende Zweitligabegegnung dar. "Die benötigten Tribünenbereiche werden bei Bedarf schneefrei gemacht, der Anpfiff steht laut Gastgeber also außer Frage", so KSC Hauptgeschäftsführer Wilfried de Buhr.

Trainer Stefan Kuntz hält sich beim Benennen der Zielvorgabe aus den letzten beiden Begegnungen vor der Winterpause dezent zurück: "Wir sind sehr darauf bedacht uns ein ruhiges bzw. ruhigeres Weihnachtsfest zu ermöglichen." Der Fall sei dies, wenn an Heiligabend mehr als die bisher erreichten 20 Punkte auf dem Konto der Badener stünden.
Als etwaigen Vorteil gegen die Unterhachinger sieht Kuntz die mannschaftsinternen Probleme, mit welchen sich das Team von Trainer Rainer Adrion momentan konfrontiert sieht. Man habe wohl bemerkt, dass es im Kader gewisse Differenzen gebe und zudem sei die auf Tabellenrang 12 postierte Spielvereinigung weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Aus personeller Sicht gibt es im Vergleich zur Heimniederlage gegen den SV Waldhof Mannheim in der vergangenen Woche nicht viel Neues zu vermelden. Einzig Danny Fuchs ist nach seiner Gelb Rot Sperre wieder einsatzbereit und wird sich wohl in der Startelf wiederfinden. Da aber Ivan Saenko, der zuletzt zwei Kurzeinsätze zu verbuchen hatte, in seine Russische Heimat gereist ist um den Schulabschluss zu absolvieren, verändert sich an der nominellen Kaderstärke der Blau Weißen nichts.
Torsten Kracht, der gegen Mannheim schon nach 45 Minuten angeschlagen ausgewechselt werden musste, wird wohl auflaufen können. Die Hoffnung auf die Rückkehr des viruserkrankten Mannschaftskapitäns Thijs Waterink hat sich indes nicht bewahrheitet. Ob der Niederländer zum "Finale" in Schweinfurt wieder fit sein wird, ist ebenfalls noch fraglich.

Auf der Auswechselbank der Wildparktruppe werden erneut die beiden Amateure Marcel Löbich und Innocent Melkam Platz nehmen. Ebenfalls auf die Bank zurückgekehrt ist zur vergangenen Begegnung Werner Heinzen. Für den wiedergenesenen Mittelfeldspieler käme aber allenfalls ein Kurzeinsatz in Frage, mehr ist nach seiner langwierigen Verletzung noch nicht drin. Zudem würde man Heinzen sicherlich keinen Gefallen tun, ihn bei einem Rückstand oder einem Unentschieden kurz vor Ende einzuwechseln. Man müsse ihn langsam an die Mannschaft heranführen, sodass er wohl erst zu Beginn der Rückrunde wieder richtig ins sportliche Geschehen eingreifen werde, so Cheftrainer Kuntz.


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