KSC trifft auf den Tabellennachbarn
(eis) Ein Wiedersehen in zweierlei Hinsicht steht für die Fans des Karlsruher SC am morgigen Freitag an. Wenn um 19 Uhr der Anpfiff der Partie LR Ahlen gegen den KSC ertönt, stehen neben den Spielern von Trainer Stefan Kuntz auch auf Seiten des Gegners zwei für die Anhänger der Blau Weißen altbekannte Akteure auf dem Feld.
Am Ende der Saison 1996/1997 verließ Dirk Schuster nach sechs Jahren den Sport Club in Richtung 1. FC Köln. Schuster, der in dieser Zeit zu den besten Abwehrspielern Deutschlands zählte, ist bei den KSC Anhängern noch immer in bester Erinnerung. Für viele war er der Inbegriff für die Zweikampfstärke der Karlsruher Defensivabteilung. Schuster stand im Aufgebot der Mannschaft, die am 3. November 1993 den Spanischen Erstligisten FC Valencia im Viertelfinale des Uefa Pokals mit 7:0 vom Platz fegte und schaffte bei den Badenern den Sprung in den Kader der deutschen Nationalmannschaft.
Sein Gastspiel bei den Domstädtern beendete Schuster allerdings bereits nach zwei Jahren und wechselte in die Türkei. Nach einem Umweg über den österreichischen Erstligisten Wacker Mölding, schnürt der gebbürtige Magdeburger seit Beginn der vergangenen Saison seine Fußballschuhe für den LR Ahlen, den kommenden Gegner der Blau Weißen.
In acht Einsätzen in der Saison 2001/2001 konnte der Defensiv Allrounder zwei Treffer erzielen und gilt in Trainer Neururers Hintermannschaft als gesetzt.
Weniger gut sind die meisten KSC Fans da auf den Mittelfeldmotor der Ahlener, Marc Arnold, zu sprechen. Der kleine Spielmacher wechselte in der Winterpause der Saison 1998/1999 von Hertha BSC Berlin nach Karlsruhe. Während den anderthalb Jahren, in denen Arnold für den KSC spielte, konnte sich er sich nie wirklich durchsetzen und zog besonders in der Abstiegssaison durch zahlreiche unglückliche Auftritte den Unmut der Fans auf sich.
Nach seinem Transfer zu LR Ahlen, blühte Arnold förmlich auf. In der vergangenen Spielzeit präsentierte sich der Johannesburger mit elf Treffern als bester Saisontorschütze der Ahlener. In der laufenden Runde steht zwar erst ein Tor auf seinem Konto, dennoch genießt Arnold das uneingeschränkte Vertrauen Peter Neururers.
Als schwierig, aber lösbar stuft KSC Trainer Stefan Kuntz die morgige Partie ein: "Wenn wir an die Leistung des vergangenen Spiels anknüpfen, ist da sicherlich etwas drin." Dennoch genießen die Westfalen beim Saarländer höchstes Ansehen. Ahlen habe im Vergleich zum KSC größtenteils erfahrene Spieler in ihren Reihen, daher stünde der Mannschaft um Kapitän Thijs Waterink mit der Partie gegen den Tabellennachbarn (LR Ahlen belegt momentan Position neun, der KSC rangiert auf Platz 10) ein hartes Stück Arbeit bevor.
Verzichten muss der Übungsleiter nach wie vor auf Jens Boehnke, Werner Heinzen und Stephan Ertl. Carsten Rothenbach ist zwar soweit wieder fit, wird allerdings am Wochenende den Kader der Oberligamannschaft verstärken und daher morgen Abend nicht im Aufgebot stehen.
Zurückgreifen kann Kuntz wieder auf die Dienste von Tobias Weis, der sich allerdings nicht in der Startelf befinden wird. Veränderungen sind im Team der Karlsruher nach dem 2:0 Sieg gegen den MSV Duisburg am vergangenen Freitag nämlich nicht zu erwarten.
Die Rollenverteilung in der Defensive und insbesondere auf der Position des Abwehrchefs, gegen den MSV besetzte diese Position Carsten Birk, Kapitän Waterink rückte in die Innenverteidigung, ließ Stefan Kuntz allerdings offen.
Am 9. November tritt der Karlsruher SC im Sportpark Edenkoben zu einem Freundschaftsspiel gegen den derzeitigen Tabellenführer der ersten Fußballbundesliga, 1. FC Kaiserslautern, an. Vor dem Anpfiff um 19 Uhr treffen Traditionsmannschaften beider Vereine aufeinander. Für den KSC werden unter anderem Burkhard Reich, Gunther Metz und Rainer Schütterle auflaufen. Spielbeginn ist um 17 Uhr.











