KSC Trier 0:1

(eis) Das Zittern um den Klassenverbleib geht weiter: Nach einer 0:1(0:0) Niederlage gegen Eintracht Trier rückt die Abstiegszone in immer bedrohlichere Nähe. Vor 9.800 Zuschauern erarbeitete sich der KSC in Durchgang eins zwar zahlreiche Chancen, erfolgreich waren jedoch die Gäste, die nun so gut wie gerettet sind. Mitkonkurrent Ahlen besiegte Union Berlin mit 1:0, sodass die Karlsruher nur noch ein Punkt von den Abstiegsrängen trennt.

Ivan Saenko und Marco Engelhardt hätten das Team von Lorenz Günther Köstner in Durchgangs eins verdient in Führung bringen können, vergaben aber zusammen fünf Mal vor dem Gehäuse von Axel Keller: Angreifer Saenko aus spitzem Winkel (14.), nach Vorlage von Conor Casey (20.) und aus der Distanz (27.), Kapitän Engelhardt ebenfalls aus der Ferne (24.) und mit einem Freistoß kurz vor der Pause (43.). Trier hatte dem nur einen gefährlichen Konter durch Nico Patschinski entgegenzusetzen, den Mario Eggimann und Keeper Fischer im Kollektiv entschärften (34.).

Als Catalin Racanel nach dem Wiederanpfiff einen Freistoß in Martin Fischers Maschen setzte (48.), schien die Mannschaft des KSC gedanklich noch in der Kabine. Alles Anrennen nach dem Rückstand half nichts, selbst Mario Eggimanns Doppelchance nach 76 Minuten führte nicht zum Ausgleich. So blieb es am Ende beim glücklichen, aber nicht unverdienten Auswärtserfolg für das Team von der Mosel.

Den Blauweißen bleiben zur nun zwei Partien, um den Abstand zu den Abstiegsrängen zu wahren. Knüppelhart könnte die Aufgabe am letzten Spieltag zu Hause gegen Aachen werden: Alemannia hat noch drei Partien zu absolvieren und spielt weiter munter um den Aufstieg mit. In der kommenden Woche müssen Engelhardt und Co. jedoch zunächst bei Union Berlin antreten. Die Hauptstädter stehen seit heute als zweiter Absteiger fest und verabschieden sich am kommenden Sonntag gegen den KSC vor heimischem Publikum aus Liga Zwei.

Obwohl sich die Stimmung im Wildpark spätestens nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Felix Brych dem tristen Wetter angepasst hatte, schien Marco Engelhardts Optimismus unter der Niederlage nicht gelitten zu haben: "Das Gegegentor war wiedermal so unnötig! Aber mit der Leistung von heute ist mir dennoch nicht bange, dass wir drin bleiben eng ist es ja nicht erst seit heute." Ein Patentrezept für die letzten beiden Spieltage hat der Mittelfeldsepieler auch in Petto: "Wir müssen einfach das Tor treffen."


Karlsruher SC:
Fischer Kies, Eggimann, Stoll, Dick (64. Reule) Hassa (81. Cetin), Ouakili (85. Wojtala), Engelhardt, Popovic Casey, Saenko

Eintracht Trier:
Keller Bauer, Koch, Budisa, Pelzer Lösch Keller, Pekovic, Racanel Labak (74. Winkler), Patschinski (81. Latinovic)

Tore:
0:1 Racanel (48.)

Gelbe Karten: Ouakili (60.), Stoll (87.) Keller (62.), Racanel (72.), Lösch (80.)

Zuschauer: 9.800

Schiedsrichter: Felix Brych (München)
Assistenten: Josef Maier, Roland Greth


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