KSC startet in Saisonvorbereitung

(eis) Nach vierwöchigem Sommerurlaub bat Lorenz Günther Köstner am Sonntagvormittag zum Auftakttraining. Die schwülwarmen Temperaturen verlangten dem neu formierten Kader des KSC gleich zum Start in die Saisonvorbereitung einiges ab die neugierigen Blicke von rund 1000 Zaungästen spornten aber jeden Spieler an, sich gleich am ersten Arbeitstag ordentlich ins Zeug zu legen.

Stimmen vom TrainingsauftaktSean DundeeLorenz Günther KöstnerBesonders im Blickpunkt standen die Neuzugänge im Team der Blauweißen, sodass sich ein Teil der Anhängerschar schon lange vor zehn Uhr gespannt vor dem Sportplatz der Universität tummelte. Wegen des Kongresses der "Zeugen Jehova" musste der Tross um Köstner aufs Hochschulgelände ausweichen und war so schon vor dem eigentlichen Trainingsbeginn zu einem kleinen Spurt durch den Hardtwald gezwungen.

23 Spieler scharte Chefcoach Köstner am Mittelkreis um sich und konnte mit einem fast kompletten Kader in die Vorbereitung starten: Neben den Altbekannten hatten sich alle acht Neuzugänge das Trainingleibchen übergestreift. Während sich Torwart Jean Francois Kornetzky, Abwehrspieler Kai Oswald, Defensiv Allrounder Michael Mutzel und die Angreifer Abdul Iyodo und Edmond Kapllani zum ersten Mal den kritischen Augen der KSC Fans stellten, betraten drei Heimkehrer gewohntes Terrain Danny Schwarz, Christian Kritzer und Sean Dundee. Aus dem Nachwuchs sollen in diesem Jahr Timo Staffeldt, Nathaniel Lamptey und Sebastian Freis an den Profikader herangeführt werden, die sich ebenfalls unter das rege Treiben mischten.

"Mit einem gut besetzten Kader in die Vorbereitung zu starten ist immer von Vorteil", äußerte sich Lorenz Günther Köstner nach der Einheit zufrieden. Vor einem Jahr musste der Franke mit 16 anwesenden Spielern sogar das Feld verkleinern, um überhaupt ein Trainingsspiel anpfeifen zu können. Der Fußballlehrer hatte insbesondere die drei Rückkehrer in der Stunde zuvor intensiv beobachtet: "Das sind gute Spieler und kennen das Umfeld hier schon. Auf ihnen lastet natürlich ein besonders großer Druck, Sean Dundee ist vielleicht das größte Risiko jeder erwartet, dass er wieder so einschlägt wie zu Erstligazeiten".

Der mittlerweile 31 Jährige stürmte schon zwischen 1995 und 1998 für den KSC und erzielte in 162 Spielen 61 Tore. Jetzt will Dundee es noch mal wissen und setzt sich ehrgeizige Ziele: "Mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben, sondern oben mitspielen. Ich hoffe, dass ich mit möglichst vielen Toren dazu beitragen kann."

Doch Dundee, Kritzer und Schwarz waren nicht das einzig Altbekannte an diesem Morgen: Wie "Dinner for One" zum Sylvesterabend gehört, so ist die Abwesenheit von Ivan Saenko beim Trainingsauftakt des KSC fast schon standesgemäß. Im vergangenen Jahr ließ der russische Angreifer zum Vorbereitungsstart auf sich warten, weil er unbedingt zu Mainz 05 wechseln wollte. Sein Fernbleiben quittierte der Verein mit einer saftigen Geldstrafe, die ihre erzieherische Wirkung jedoch möglicherweise verfehlt hat: Auch heute warteten Trainer, Spieler und Zuschauer vergeblich auf den zweitbesten KSC Torschützen der zurückliegenden Spielzeit.

"Er war im Heimaturlaub, vielleicht hat er die Zeitverschiebung nicht beachtet", nahm Präsident Hubert Raase die Abstinenz Saenkos mit Humor. Auch Lorenz Günther Köstner versuchte, den Ball flach zu halten: "Letzte Woche hat er mich noch angerufen und gesagt, dass er sich sehr auf den Trainingsauftakt freut. Wir warten jetzt erstmal ab, bevor wir in wilde Spekulationen verfallen."

Von Dienstag bis Donnerstag bezieht die Mannschaft ihr Lauftrainingslager in der Sportschule Schöneck, das erste Testspiel steht am Freitag gegen den ATSV Mutschelbach auf dem Plan. Anpfiff in Mutschelbach ist um 19 Uhr


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