KSC-Spieler erwarten Rundenauftakt

Profis von Daniel Heinz

„Trainer, wir sind froh, wenn die scheiß Vorbereitung bald vorbei ist“, haben einige KSC-Spieler kürzlich zu Edmund Becker gesagt, „diese vielen Trainingseinheiten nerven!“ Becker findet diese Einstellung wunderbar.

Nach über einem Monat Vorbereitungszeit seien Spieler einfach heiß auf die neue Runde. Und die Vorzeichen stehen nach Ansicht von Kapitän Maik Franz gut: „Wir werden vielerorts schon als sicherer Absteiger gehandelt, etwas besseres kann uns doch gar nicht passieren! Wir haben ein zweites Mal die Chance, als Außenseiter in die Saison zu gehen und wollen wieder zeigen, dass wir es drauf haben.“

 

Am Sonntag endet die fußballlose Zeit offiziell – mit dem DFB-Pokalspiel beim fränkischen Oberligisten Spielvereinigung Ansbach (14.30 Uhr). „Da wollen wir von Anfang an zeigen, wer Bundesliga und wer Oberliga spielt“, versprach KSC-Cheftrainer Edmund Becker bei der Jahrespressekonferenz am Dienstagmittag in den Räumlichkeiten der „Südwestbank“ in der Karlsruher Innenstadt. Becker attestierte den Ansbachern ein starkes Team: Das Spiel Ansbach gegen Schweinfurt haben sich Becker und Scout Rainer Ulrich gemeinsam angeschaut, der kommende KSC-Gegner gewann souverän mit 4:0. „Dennoch: da darf es gar keine Diskussion darüber geben, wer am Ende als Sieger vom Platz gehen wird“, erklärte Becker.

 

In den letzten Jahren überstand der KSC zwar die erste Runde, danach war im Pokal aber Schluss. „In diesem Jahr wollen wir mit aller Gewalt weiter kommen“, so Becker. Alleine die erhöhten Fernsehgelder zeigten, wie wichtig ein Weiterkommen ist. Für die erste Runde erhält der KSC knapp 100.000 Euro, der Betrag verdoppelt sich von Runde zu Runde.

 

Wer am Sonntag in der Startelf stehen wird, verriet Becker noch nicht, sagte aber immerhin: „Ich gehe davon aus, dass die überwiegende Zahl der Neuzugänge von Anfang an spielen wird.“ Im Angriff, wo es keine Neuverpflichtung gab, darf wahrscheinlich Joshua Kennedy ran. „Aber auch Edmond Kapllani hat in der Vorbereitung einen Riesen-Schritt nach vorne gemacht“, betonte Becker. Momentan pausiert Kapllani wegen einer Verletzung, dürfte bis zum Sonntag aber fit sein. Damit fehlt zum Pflichtspiel-Auftakt nur der langzeitverletzte Verteidiger Andreas Görlitz.

 

Präsident Hubert H. Raase begrüßte in seiner Ansprache die neuerlichen Standortuntersuchungen in Sachen Stadion und hob die Bedeutung eines Neubaus hervor. „Wir hoffen, dass es auf einem der Standorte ermöglicht wird, ein zukunftsfähiges Stadion zu bauen.“


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