KSC muss sich beim Tabellenzehnten beweisen

(eis) Im Vorfeld der Zweitligabegegnung des Karlsruher SC beim SSV Reutlingen am kommenden Sonntag, zeigt sich der Cheftrainer der Blau Weißen, Stefan Kuntz, ungewohnt gesprächig, was die Startformation und taktische Ausrichtung seiner Elf zur anstehenden Begegnung betrifft.

Die Vertletztenliste des Fußballlehrers verlängerte sich in der vergangenen Woche um eine weitere Position: Marco Engelhardt zog sich im Training einen Knöchelbruch und einen Bänderriss zu.
Für ihn wird am Sonntag Holger Seitz im defensiven Mittelfeld auflaufen, der diese Position während der gesamten vergangenen Regionalligasaison besetzt hatte. "Eine andere Möglichkeit wäre gewesen Engelhardt durch Carsten Birk, der in den ersten Saisonspielen im Mittelfeld aufgelaufen war, zu ersetzen", so Cheftrainer Stefan Kuntz. Der Übungsleiter habe sich allerdings gegen diese Möglichkeit entschieden, da er die eingespielte Abwehrreihe aus den vergangenen Partien nicht trennen wolle.
Die Defensivabteilung der Blau Weißen wird beim Gastspiel im Schwäbischen, also wie erwartet Carsten Birk als Abwehrchef, Mannschaftskapitän Thijs Waterink, sowie Torsten Kracht bilden.
Im Mittelfeld wird Aydin Cetin, der beim 1:1 Unentschieden gegen Union Berlin zu den Besten Akteuren auf Karlsruher Seite zählte, zu Gunsten des wieder spielberechtigten Danny Fuchs zunächst auf der Bank platznehmen.

Hoffnung auf einen Einsatz der Dauerverletzten im Kader der Badener, besteht im Endspurt der Hinrunde nicht mehr. Marco Engelhardt wird, sollte der Heilungsprozess erfolgreich verlaufen, zum Trainingslager des KSC nach Belek in die Türkei (3. 12. Januar 2002) mitreisen können um dort ein Lauftraining zu absolvieren.
Werner Heinzen und Stephan Ertl werden voraussichtlich nach der Winterpause wieder einsatzbereit sein und in den Kader der Wildparktruppe zurückkehren.
Jens Boehnke absolviert derzeit leichtes Lauftraining, welches in den kommenden Wochen intensiviert werden soll. Wann der 26 Jährige allerdings wieder aktiv ins sportliche Geschehen eingreifen kann, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Den kommenden sportlichen Gegner tituliert Trainer Kuntz als "Mannschaft der Stunde". Nach einem schwachen Saisonstart rangiert der SSV Reutlingen, der seit vier Partien in Folge ungeschlagen ist, auf Tabellenposition zehn und hat drei Punkte Rückstand auf die um vier Ränge besser postierten Karlsruher.
"In den vergangenen Auswärtspartien sind wir bei Vereinen angetreten, die keinen allzu großen Zuschauerstrom zu verbuchen haben.", kommt Stefan Kuntz auf den psychologischen Aspekt zu sprechen. "Hier müssen wir uns umstellen, die Kulisse am Sonntag wird eine ganz andere sein." Tatsächlich wird im 12.700 Zuschauer fassenden "Stadion an der Kreuzeiche" für die anstehende Begegnung mit einem regen Besucherandrang gerechnet.
Auf Karlsruher Seite gingen bis zum gestrigen Tag über 900 Eintrittskarten über den Tresen der Geschäftsstelle, die Badener mussten auf Grund des erfolgreichen Vorverkaufes gar ein weiteres Kartenkontingent aus Reutlingen anfordern. Dennoch werden für "kurzentschlossene" Fans des KSC, die ohne Karte anreisen werden, auch am Sonntag noch Billets vorhanden sein.


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