KSC mit unglücklicher Heimniederlage gegen Spitzenreiter Frankfurt

(eis) Der Karlsruher SC unterlag am Montag Abend dem Tabellenführer Eintracht Frankfurt im heimischem Wildparkstadion vor 16.000 Zuschauern unglücklich und unverdient mit 2:3 (1:2)."Wir haben gezeigt, dass wir sehr guten Fußball spielen können. Wir müssen jetzt schauen, dass wir die Fehler, die immer wieder zu Gegentoren führen, abstellen.", so ein sichtlich enttäuschter Stefan Kuntz nach dem Abpfiff.

Bei den Gastgebern musste Stefan Ertl seinen Mittelfeldplatz zu Gunsten des wiedergenesenen Gabriel Melkam räumen. Carsten Rothenbach nahm ebenfalls auf der Auswechselbank Platz, für ihn lief Daniel Graf auf.
Im Vergleich zu den Gästen aus Frankfurt richtete KSC Trainer Kuntz seine Taktik von Beginn an auf Angriff aus. Mit Bruno Labbadia, Clemens Fritz, Danny Fuchs und Daniel Graf bot der Saarländer gleich vier nominelle Spitzen auf, von denen sich allerdings Graf und Fuchs auf den jeweiligen Außenbahnen zurückfielen ließen.

Eintracht Trainer Martin Andermatt veränderte seine Formation im Vergleich zum 1:0 Pokalsieg gegen die St. Pauli Amateure auf drei Positionen: Das Tor wurde wieder von Stammkeeper Nikolov gehütet, Thomas Reichenberger und Jermanie Jones saßen zunächst auf der Bank, für sie spielten Marco Gebhardt und Pawel Kryszalowicz. Einzige Spitze auf Seiten der Eintracht war Pawel Kryszalowicz, Rolf Christel Guie Mien agierte im offensiven Mittelfeld hinter dem Mittelstürmer.

Der KSC legte einen furiosen Start hin, bereits nach fünf Minuten verpasste Daniel Graf eine Hereingabe von Clemens Fritz nur knapp.
Acht Minuten später, nach einem Eckstoß für die Blau Weißen konnten die Frankfurter den Ball nach einem Getümmel im Strafraum nur mit viel Mühe durch einen Befreiungsschlag klären.
In der 24. Spielminute scheiterte der KSC bei einem blitzschneller Konter, Oka Nikolov hatte keine Mühe Gabriel Melkams Distanzschuss zu parrieren.

Dem entgegen stand bis zum dortigen Zeitpunkt nur eine einzige nennenswerte Torraumszene auf Seiten der Frankfurter Eintracht: Nach einer Flanke Gerd Wimmers verfehlte der ex Karlsruher Guie Mien den Ball.
Wie so oft im Fußball wurden die Karlsruher nun aber für ihre Nachlässigkeit im Verwerten ihrer Torchancen bestraft: In der 25. Minute setzte sich Kryszalowicz gegen die Karlsruher Hintermannschaft durch und schob die Kugel freistehend vor Thomas Walter zur 1:0 Gästeführung ein.
Die Hausherren ließen sich durch diesen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen und erzielten bereits sechs Minuten später den zwischenzeitlichen Ausgleich. Eine scharfe Hereingabe von Gabriel Melkam, der zusammen mit Danny Fuchs und Clemens Fritz zu den besten Karlsruhern auf dem Feld zählte, lenkte Eintrachtspieler Rada in die eigenen Maschen.
Drei Minuten vor dem Seitenwechsel hatte Theo Rus gar die Möglichkeit den KSC in Führung zu schießen. Seinen Freistoß aus 20 Metern konnte Eintracht Keeper Nikolov mit viel Mühe über die Latte lenken.
Noch in der selben Spielminute machten die Hessen den Badenern vor, wie man seine Torchancen zu verwerten hat: Erwin Skela köpfte den Ball nach einer Flanke von Wimmer unhaltbar zum 2:1 ein.

Nach dem Pausentee machten die Karlsruher dort weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. In der 49. Minute scheiterte Labbadia mit einem Kopfball am gut aufgelegten Oka Nikolov.
Bereits zehn Minuten später konnten die Gäste allerdings auf 3:1 erhöhen. Wiederum war es Erwin Skela, der eine Direktabnahme im Karlsruher Tor versenkte.
Während der beeindruckenden Schlussoffensive des KSC konnten die Blau Weißen gar noch einmal auf 2:3 verkürzen. Marco Grimm nutzte eine Unachtsamkeit in der Frankfurter Verteidigung und erzielte den Anschlusstreffer.
Kapitän Thijs Waterink hatte in der 80. Spielminute die größte Chance den Ausgleich für die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz zu erzielen. Aber auch sein Kopfball, nach einem Eckstoß durch Rus, konnte der Frankfurter Schlussmann entschärfen.
Letzten Endes blieb es beim 3:2 für den Tabellenführer Eintracht Frankfurt, wenngleich der KSC über die gesamte Partie hinweg die engagiertere und überlegene Elf war.

Am kommenden Sonntag steht für den KSC das nächste Saisonspiel bei Hannover 96 an. Die Niedersachsen rangieren momentan mit neun Punkten aus fünf Begegnungen auf Tabellenposition acht. Anpfiff im Niedersachsenstadion ist um 15 Uhr.



Karlsruher SC:
Walter Waterink Grimm (85. Ertl), Kracht Rus, Engelhardt, Melkam (73. Weis) Graf (65. Cetin), Fuchs Labbadia, Fritz

Eintracht Frankfurt:
Nikolov Wimmer, Bindewald, Rada, Sim Gebhardt (46. Jones) Nemeth, Skela, Preuss Guie Mien (71. Mutzel) Kryszalowicz (85. Rasiejewski)

Tore:
0:1 Kryszalowicz (24.)
1:1 Rada (30., Eigentor)
1:2 Skela (42.)
1:3 Skela (59.)
2:3 Grimm (76.)

Gelbe Karten:
Kracht, Rus, Waterink, Fuchs Wimmer

Zuschauer: 16.000

Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer (Hallstadt)
Assistenten: Michael Sahler, Wolfgang Walz


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