KSC hofft in Bielefeld auf Viertelfinal Einzug
Beim Erstligisten Arminia Bielefeld kämpft der KSC am Dienstag Abend (19 Uhr) im DFB Pokal Achtelfinale ums Weiterkommen. Pokal Held Markus Miller fehlt nach wie vor, Martin Fischer zeigte aber schon am Freitag, dass er ein adäquater Eratz ist.
Von Andreas Eisinger
Trainer Lorenz Günther Köstner hat sich auf einen nervenaufreibenden Abend eingestellt. Vor anderthalb Monaten zog seine Mannschaft im Elfmeterkrimi gegen Mainz ins DFB Pokal Achtelfinale ein, in dem es am Dienstagabend (19 Uhr) Arminia Bielefeld zu überwinden gilt. "Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als weiterzukommen", erklärte der Coach vor der Abreise. "Einerseits für die Mannschaft, als Belohnung für ihre Leistung in den letzten Wochen, andererseits für den Verein." Dem stünde im Falle eines Viertelfinaleinzugs ein üppiger Geldregen ins Haus. Knapp eine halbe Million Euro erhält jeder der letzten Acht, doch von Seiten der Vereinsführung sieht man dem Duell mit den Arminen dennoch entspannt entgegen. Einnahmen aus dem Pokalwettbewerb sind im Etat der Blauweißen nicht einkalkuliert, allein das Spiel gegen Bielefeld bringt 240.000 Euro sowie die Hälfte der Zuschauereinnahmen in die KSC Kasse.
Dass die Karlsruher und nicht Mainz 05 bei den Westfalen auflaufen, ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Einer war nach der zweiten Runde in aller Munde: Torhüter Markus Miller hatte mit seinen Reflexen im Spiel und im anschließenden Elfmeterschießen den Löwenanteil am Weiterkommen. Am Dienstag wird der 22 Jährige wegen einer Sprunggelenksverletzung fehlen. Ersatzmann Martin Fischer konnte sich am Freitag beim Heimsieg über Unterhaching schon mal warm schießen lassen und löste seine Aufgabe fehlerfrei. Für alles, was über 120 Minuten Spielzeit hinausgeht, ist auch der 34 Jährige bestens gewappnet: In der ersten Runde der vergangenen Saison siegten die Blauweißen bei den Mainzer Amateuren, Fischer hielt im Elfmeterschießen gegen Daniel Baude. Große Ambitionen, Miller zu toppen, hegt der "Oldie" aber nicht: "Eigentlich wäre mir ein Sieg nach 90 Minuten lieber", gab Fischer am Freitag ehrlich zu.
Das wäre auch im Sinne von Lorenz Günther Köstner, der mit seinem Team erneut eine englische Woche zu bestreiten hat. Trotzdem ist auch der Franke auf alles vorbereitet und ließ die Mannschaft vor der Abfahrt Elfmeter trainieren. Eine Vorauswahl hat der Fußballlehrer für alle Fälle ebenfalls getroffen, behält seine Überlegungen aber für sich: "Es kommt ja darauf an, wer dann überhaupt noch auf dem Feld steht. Aber ich hoffe, dass wir dann wieder die richtige Wahl treffen."
Die Wahl der Startaufstellung dürfte Köstner leichter fallen. Zwar müssen die Badener keine weiteren Ausfälle beklagen, verkürzt hat sich die Verletztenliste aber auch nicht. Die Elf, die Unterhaching mit 1:0 besiegte, soll es auch in Bielefeld richten. "Die spielen auf Konter, wir müssen frühe Ballverluste vermeiden und verhindern, dass sie ihre Stürmer in Szene setzen können", will der 52 Jährige beim Bundesligisten aus der Außenseiterrolle zum Erfolg kommen und weiß: "Das wird eine richtige Herausforderung für die junge Mannschaft."











