KSC Erfolg in Babelsberg

(eis) Nach einem 4:2 (1:0) Erfolg über die Sportvereinigung Babelsberg katapultierte sich der Karlsruher SC in der Zweitligatabelle auf Position sieben und konnte seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge auf nunmehr bequeme acht Punkte ausbauen.

In einem der besten Saisonspiele ließen die Blau Weißen den Gastgebern aus der Filmstadt nicht den Hauch einer Chance und fuhren vor 4.000 Zuschauern im Karl Liebknecht Stadion souverän drei Punkte ein.
Bruno Labbadia war es, der kurz vor dem Seitenwechsel die Karlsruher Torfolge einleitete. Der Mittelstürmer konnte nach seinem herbeigesehnten Prämierentreffer für den KSC am vergangenen Samstag somit sein zweites Saisontor erzielen und sein Selbsvertrauen weiter stärken.

KSC Trainer Stefan Kuntz stellte sein Team im Vergleich zum 4:2 Sieg über die Spielvereinigung Greuther Fürth auf zwei Positionen um. Mannschaftskaptitän Thijs Waterink rutschte nach seiner Sperre wieder in die Innenverteidigung und verdrängte Marco Grimm auf die Reservebank. Verzichten musste Kuntz überraschend auf Stammtorhüter Thomas Walter, der wegen Aduktorenproblemen ausfiel und von einem glänzend aufgelegten Bastian Becker ersetzt wurde. Theo Rus, dessen Einsatz nach dem Abschlusstraining noch in Frage gestellt war, konnte hingegen auflaufen, sodass im Mittelfeld keine Umstellungen von Nöten waren.

Die Führung für die Badener fiel nach einer Flanke des besten Karlsruhers an diesem Tag, Gabriel Melkam. Bruno Labbadia überwandt Dirk Heinrichs im Tor der Gastgeber nach der Hereingabe von der linken Seite mit einem Flugkopfball zur 1:0 Halbzeitführung (37.).
Nur drei Minuten vor der Halbzeitpause musste KSC Angreifer Danny Fuchs den vorzeitigen Gang in die Kabine antreten. Nach einem Wortgefecht mit Schiedsrichter Jansen sah Fuchs die Ampelkarte und dezimierte seine übrigen Mannschaftskameraden für die restliche Partie.

Nicht einmal eine Minute nach Wiederanpfiff sorgten die Karlsruher allerdings für klare Verhältnisse. Melkam kam im gegnerischen Strafraum an den Ball und wuchtete die Kugel unhaltbar in den Kasten der Sportvereinigung. Nur kurz darauf machten die Gäste aus dem Badischen dann endgültig den Sack zu: Einen von Hertel an Melkam verursachten Foulelfmeter verwandelte KSC Abwehrchef Carsten Birk in der 51. Minute souverän zur 3:0 Führung .
Wenngleich Babelsberg nun etwas aufbäumte und in der 78. Spielminute durch Jens Dowe auf 3:1 verkürzen konnte, stellte Marco Engelhardt bereits 240 Sekunden später den bisherigen Drei Tor Vorsprung wieder her: Nach einem Alleingang durch die gesamte Babelsberger Hälfte schob er unter Zuhilfenahme des Innenpfostens zum 4:1 ein.

In der Schlussminute hatte Schiedsrichter Jürgen Jansen dann ein Einsehen mit den Gastgebern und schenkte dem Team von Trainer Hermann Andreev vor dem Abpfiff noch einen Treffer zum 4:2 Endstand. Nach einem Babelsberger Lattentreffer landete der Ball im Toraus, der Unparteiische und dessen Assistent sahen die Kugel allerdings hinter der Karlsruher Torlinie und entschieden, nicht nur zum Erstaunen der KSC Profis, nicht auf einen Abstoß, sondern auf ein Tor.

Die Sportvereinigung Babelsberg ist nach dieser Niederlage seit nunmehr sieben Ligaspielen ohne Sieg und sackte mit nach wie vor elf Punkten auf Abstiegsrang 15 in der Tabelle ab.

Für den KSC stehen in der zweichöchigen Pflichtspielpause zwei Testbegegnungen an.
Am Dienstag tritt die Mannschaft von Stefan Kuntz auf dem Sportgelände des HSC Heidelberg zu einem Benefizspiel zu Gunsten des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gegen Verbandsligisten SG Heidelberg Kirchheim an.
Am kommenden Freitag messen sich die Profis des Karlsruher SC im Vergleich mit dem Tabellenvierten der Ersten Fußballbundesliga, dem 1. FC Kaiserslautern. Anpfiff im Sportpark Edenkoben ist um 19 Uhr.



SV Babelsberg 03:

Heinrichs Härtel Laaser, Miftari Henning, Chalaskiewicz Gatti, Lorenz (46. Dowe), Civa Slezak (62. Efe), Milovanovic (46. Kampf)


Karlsruher SC:

Becker Birk Waterink, Kracht Graf, Rus (75. Backmann), Engelhardt, Melkam, Fuchs Fritz (88. Grimm), Labbadia (82. Cetin)


Tore:
0:1 Labbadia (38.)
0:2 Melkam (46.)
0:3 Birk (51., Foulelfmeter)
1:3 Dowe (78.)
1:4 Engelhardt (84.)
2:4 Härtel (90.)

Gelbe Karten: Härtel, Kampf, Miftari Engelhardt, Labbadia

Gelb rote Karte: Fuchs (42.)

Zuschauer: 4.000

Schiedsrichter: Jürgen Jansen (Essen)


Match
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