KSC besiegt MSV Duisburg
(eis) Am neunten Spieltag der zweiten Fußballbundesliga besiegte der Karlsruher SC am heutigen Freitag Abend den MSV Duisburg vor 11.000 Zuschauern mit 2:0 (1:0).
Dem KSC gelang nach dem Auswärtserfolg gegen Rot Weiß Oberhausen vor 14 Tagen der zweite Sieg in Folge und somit befinden sich die Badener nunmehr auf Tabellenplatz neun.
Ganz anders sieht es da beim heutigen Gegner, dem MSV Duisburg aus. Mit fünf Niederlagen und vier Unentschieden aus neun Partien findet sich das Team von Trainer Pierre Littbarski nach wie vor auf Position 16 wieder, wenngleich der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz mittlerweile auf vier Punkte angewachsen ist.
"Der KSC hat heute hier verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat zwar Alles versucht, allerdings konnten wir im zweiten Durchgang in Unterzahl den Kasten der Karlsruher nicht mehr ernstgaft in Gefahr bringen", so ein niedergeschlagener MSV Trainer Pierre Littbarski nach dem Schlusspfiff.
KSC Trainer Kuntz stellte sein Team im Vergleich zum Auswärtssieg gegen Rot Weiß Oberhausen auf zwei Positionen um. Verteidiger Marco Grimm und Marco Engelhardt nahmen zunächst auf der Bank Platz. Für sie rückten Andreas Backmann ins zentrale, defensive Mittelfeld und Daniel Graf auf die rechte Außenbahn.
Sein Gegenüber Littbarski schickte die selbe Elf ins Rennen, die am vergangenen Spieltag ein 2:2 Unentschieden gegen Arminia Bielefeld erreichte..
Beide Mannschaften begannen engagiert, der KSC legte allerdings von Beginn der Partie an eine leichte Feldüberlegenheit an den Tag.
Nachdem Carsten Birk in der Anfangsphase mit einem gefährlichen Kopfball an MSV Torhüter Stefan Brasas gescheitert war und Danny Fuchs einen Volleyschuss nach Vorlage von Gabriel Melkam über den Schlappen rutschte, passierte in der Partie erst einmal nichts Nennenswertes mehr. Erst nach einer halben Stunde war es erneut Carsten Birk, der Unruhe in die Duisburger Hintermannschaft brachte. Seinen scharf und direkt getretenen Freistoß von der rechten Seite konnte Brasas souverän unter Kontrolle bringen.
In der 34. Minute fiel dann der Führungstreffer für die Gastgeber aus Karlsruhe. Gabriel Melkam setzte sich schön gegen die Duisburger Hintermannschaft durch und suchte den Abschluss. Seinen Flachschuss wehrte Stefan Brasas zwar noch ab, Daniel Graf war aber zur Stelle und schob im Nachschuss zur verdienten 1:0 Führung ein.
Nur eine Minute später konnten auch die "Zebras" die erste Großchance für sich verbuchen. KSC Schlussmann Walter lenkte einen Distanzschuss von Thomas Vana an die Oberlatte, so dass es zur Pause bei der 1:0 Führung für den KSC blieb. In der Schlussminute des ersten Durchgangs schickte Schiedsrichter Perl Marijan Kovacevic vorzeitig unter die Dusche. Der Kroate sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte.
Nach dem Seitenwechsel verfehlte Bruno Labbadia mit einem Flachschuss das Duisburger Gehäuse nur knapp (53.), ehe Carsten Bírk in der 68. Spielminute mit einem Freistoßtor aus 19 Metern den 2:0 Endstand für die Blau Weißen erzielte.
In der 81. Spielminute hätte der MSV Duisburg durch Benjamin Köhler noch den Anschlusstreffer verbuchen können, Thomas Walter machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung und hielt die Kugel fest. Die letzte Chance der Begegnung hatte Torschütze Daniel Graf, sein Abschlussversuch nach einem Konter wurde allerdings abgewehrt.
Die Vereinsführung des MSV Duisburg stärkte Trainer Littbarski nach Spielende demonstrativ und unmissverständlich den Rücken: "Pierre Littbarski bleibt unser Trainer, das ist keine Frage. Wir haben auf ganz andere Probleme zu achten, die Mannschaft leidet offensichtlich an Selbstüberschätzung und da müssen wir eingreifen.", so MSV Vorstandsvorsitzender Helmut Sandrock.
Für den KSC steht am kommenden Freitag die nächste Auswärtsaufgabe auf dem Plan. Um 19 Uhr müssen die Schützlinge von Trainer Stefan Kuntz im Wersestadion gegen LR Ahlen antreten.
Karlsruher SC:
Walter Rus, Waterink, Birk, Kracht Graf, Backmann (74. Seitz), Melkam (74. Engelhardt) Fritz (72. Cetin) Fuchs, Labbadia
MSV Duisburg
Brasas Kovacevic, Drsek, Tweed, Bönig Wolters, Zeyer, Köhler (65. Güvenisik) Grujev, Ebbers (77. Policella), Vana
Tore:
1:0 Graf (34.)
2:0 Birk (68.)
Gelbe Karten:
Seitz Bönig, Drsek, Grujev, Voss
Gelb rote Karte:
Kovacevic (45.)
Zuschauer: 11.000
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Assistenten: Friedrich Bielmeier, Georg Schalk











