KSC bangt weiter um Klassenerhalt Gegen Aachen wollen wir ein volles Haus!
(dh/ruf) Nach einem 2:2(2:1) Unentschieden ist der KSC im Kampf um den Klassenverbleib am Sonntag nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Vor 7.695 Zuschauern erzielte Bernhard Trares in der Schlussphase den Ausgleich für die Gäste und verhinderte ein Durchrutschen auf Rang 15. Nach wie vor beträgt der Vorsprung der Blauweißen auf einen Abstiegsplatz einen einzigen Zähler. Am kommenden Sonntag gegen Alemannia Aachen geht es also zum dritten mal hintereinander am letzten Spieltag um alles wie aber bereits in der letzten Saison können die Badener das Saisonziel wenigstens aus eigener Kraft erreichen.
Lorenz Günther Köstner änderte seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche lediglich auf einer Position. Für Youngster Florian Dick kam der wiedergenesene Bernhard Trares ins Spiel. Milorad Popovic rückte in die Defensive und übernahm die Position von Dick in der Vierer Abwehrkette.
Auch Aleksandar Ristic, Trainer von Union Berlin, stellte sein Team auf einer Position um. Für den verletzten Stammtorhüter Wulnikowski kam der dritte Schlussmann der Berliner, Jan Glinker, zu seinem ersten Zweitligaeinsatz von Anfang an.
Die Hauptstädter waren von Beginn an die tonangebende Mannschaft, der KSC kam nur selten in Richtung Berliner Strafraum. Die erste nennenswerte Chance für die Badener hatte Ivan Saenko mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze, der jedoch Jan Glinker keine größeren Probleme bereitete (11.). Fast im Gegenzug die überraschende aber nicht unverdiente 1:0 Führung für die Hausherren. Nach einem Pass von Chibuike Okeke stand Steffen Baumgart unbedrängt im Strafraum und schoss den Ball aus knapp zehn Metern ins rechte obere Eck (12.).
Durch diesen frühen Rückstand ließen sich die Blau Weißen jedoch keineswegs entmutigen. Die Badener kamen nun besser ins Spiel, gingen entschiedener in die Zweikämpfe und erarbeiteten sich weitere Torchancen. In der 21. Spielminute hatten die rund 500 mitgereisten Karlsruher dann endlich Grund zum Jubeln. Nach einer präzisen Flanke von Christian Hassa, legte Conor Casey den Ball auf Sturmpartner Ivan Saenko auf, der von der Strafraumgrenze aus den Ball in die Maschen der Unioner wuchtete. Die Karlsruher Freude währte jedoch nicht lange. Per Freistoß erzielte Thomas Sobotzik aus knapp 18 Metern in der 30. Minute den erneuten Führungstreffer für die Gastgeber. KSC Schlussmann Martin Fischer machte dabei keine gute Figur.
So ging es mit einem insgesamt verdienten 2:1 für Union in die Pause, obwohl Christian Hassa (34.) und Ivan Saenko (44.) noch die Möglichkeit zum Ausgleichstreffer auf dem Fuß hatten.
Anscheinend hatte KSC Coach Köstner in der Kabine die richtigen Worte gefunden, denn nach dem Seitenwechsel konnte der Fußballlehrer eine deutliche Leistungssteigerung seiner Mannschaft beobachten. So hatte Casey das 2:2 in der 48. Minute schon auf dem Fuß; seine Schuss aus kurzer Distanz ging jedoch knapp übers gegnerische Tor. Auch Ouakili hatte bei seinem Fallrückzieher im Strafraum kein Fortüne (49.).
Auf der gegnerischen Seite hätte Siradze in der 70. Spielminute fast alle Hoffnungen des Karlsruher Anhangs zerstört, jedoch konnte Fischer den Schuss des freistehenden Georgiers mit einer Glanzparade abwehren uns so seinen Fehler zum 1:2 Gegentreffer wieder wettmachen.
In der Schlussviertelstunde warfen die Badener noch einmal alles nach vorne und ihr starker kämpferischer Einsatz wurde fünf Minuten vor Spielende doch noch belohnt. Nach einem abgewehrten Freistoß von Marco Engelhardt stand Routinier Bernhard Trares goldrichtig im Strafraum und bugsierte den Ball aus halblinker Position über die Torlinie.
Sehr glücklich aber dennoch nicht unverdient konnten die Karlsruher sich am Ende einen Punkt in der "Alten Försterei" sichern und verhinderten dadurch den Fall auf einen Abstiegsplatz. Das Spiel gegen Aachen wird dennoch zum Zitterspiel: Da Jörg Bergers Mannen gegen den LR Ahlen nicht über ein Unentschieden hinauskamen, muss die Alemannia gegen den KSC punkten, um in die Bundesliga aufzusteigen.
"Zwei aus Vieren" lautet die Devise für den letzten Spieltag: Hinter dem KSC lauern Lübeck und Regensburg mit nur einem Zähler weniger auf einen Ausrutscher der Wildparkelf, Ahlen hat einen Punkt Vorsprung, muss aber dennoch mitzittern.
Zwar haben die Karlsruher rechnerisch eine sehr gute Ausgangsposition für einen erfolgreichen Saisonabschluss, aber möglicherweise auch das schwerste Pensum.
Was das bedeutet, liegt auf der Hand: "Seien Sie wieder unser 12. Mann!", wird der KSC in der kommenden Woche auf Plakaten für die Partie gegen Aachen werben. Der KSC braucht Sie, kommen sie ins Stadion und unterstützen Sie ihre Mannschaft und feiern Sie mit ihr zusammen den Verbleib in Liga Zwei!
Über mangelnde Spannung kann sich KSC Chefcoach Lorenz Günther Köstner also nicht beklagen uns so äußerte er sich heute nach dem Spiel zuversichtlich. "Wir haben eine schöne Woche vor uns. Die Mannschaft hat heute gut gespielt, der Wille zum Sieg war da und auch das Zweikampfverhalten meiner Spieler hat mich heute durchaus überzeugt. Wir freuen uns auf ein volles Stadion am Sonntag".
Wegen der erwarteten Zuschauerzahl bittet KSC Manager Rolf Dohmen alle Stadiongänger, sich bereits in der kommenden Woche mit Tickets aus dem Vorverkauf einzudecken. Am Sonntag wird mir langen Warteschlangen zu rechnen sein, ein späterer Anpfiff ist wie immer an den letzten beiden Spieltagen aber nicht möglich.
Union Berlin:
Glinker Sandmann, Kozak, Page, Ernemann (87. Dabac) Pätz Siradze, Okeke, Bruns (87. Keita) Baumgart, Sobotzik
Karlsruher SC:
Fischer Kies (46. Cetin), Eggimann, Stoll, Popovic (59. Männer) Trares Hassa, Engelhardt, Ouakili Casey, Saenko (78. Reule)
Tore: 1:0 Baumgart (12.)
1:1 Saenko (22.)
2:1 Sobotzik (32.)
2:2 Trares (85.)
Gelbe Karten: Pätz (35.), Siradze (42.), Bruns (54.), Sandmann (69.) Trares (40.), Popovic (51.), Engelhardt (61.), Männer (74.)
Zuschauer: 7.695
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Assistenten: Christian Fischer, Stefan Hagen











