KSC Alemannia Aachen
(eis) Stefan Kuntz hat in diesen Tagen ungewohnt wenig Sorgenfalten im Gesicht, wenn er auf die Aufstellung seiner Elf für das kommende Pflichtspiel angesprochen wird. Einerseits hat der Cheftrainer des Karlsruher SC vor der anstehenden Partie gegen Alemannia Aachen (Samstag, 15 Uhr) im Karlsruher Wildparkstadion das Glück auf einen nahezu vollständigen Mannschaftskader zurückgreifen zu können. Auf der anderen Seite bleibt dem Saarländer aber auch die berüchtigte Qual der Wahl erspart, allerdings ganz im positiven Sinne. Deshalb verzichtet Kuntz gar auf sein allwöchentlichen Schweigen, mit welchem er Wissberierige gewöhnlich bis kurz vor dem Anpfiff im Unklaren über die taktische und personelle Ausrichtung seiner Mannen lässt.
Marco Grimm sah beim Heimsieg gegen den SSV Reutlingen vor Wochenfrist seine fünfte gelbe Karte und ist für das morgige Spiel gesperrt. Für ihn wird Routinier Torsten Kracht ins Team zurückkehren damit sei den Änderungen in der Startelf aber auch schon Genüge getan. Daniel Graf, Schütze des Siegtores gegen die Reutlinger, wird ebenfalls von Beginn an auflaufen, die Gesamtzahl seiner gelben Karten in der laufenden Spielzeit beläuft sich auf vier; der ex Offenbacher ist also, entgegen anderslautender Pressemeldungen, einsatzbereit.
Nach drei Siegen in Folge hat sich die Situation rund um den Wildpark in den vergangenen Wochen merklich entspannt, in trockenen Tüchern ist allerdings dennoch nichts. Gerade deshalb könnte die morgige Partie zu einer enorm Wichtigen werden. Im Falle eines weiteren "Dreiers" wären die Blau Weißen nämlich durch, der Abstieg auch rein rechnerisch nicht mehr möglich.
Stefan Kuntz würde den Klassenerhalt natürlich lieber heute als morgen sein Eigen wissen. Zwar habe eine baldige sportliche Entscheidung wenig Einfluss auf die Einkaufspolitik des Sport Clubs, da man ohnehin die Lizienzierung durch die Deutsche Fußball Liga abwarten müsse, aber für Gespräche mit unter Vertrag stehenden Spielern, von welchen man sich eventuell trennen möchte, wäre ein Sieg morgen durchaus von Vorteil.
Wer außer den von Hannover umworbenen Clemens Fritz und Marco Engelhardt, sowie Marcel Rapp und Andreas Backmann, deren Verträge nicht verlängert werden sollen, noch Abschiedskandidaten darstellen, möchte Kuntz aber noch nicht herauslassen.
Und eben weil der Klassenerhalt zum Greifen nahe ist, stellt sich die obligatorische, immer wiederkehrende Frage, ob denn schon Feierlichkeiten für den Fall der Fälle morgen Abend angedacht seien.
Der Übungsleiter schüttelt den Kopf: "Nein. Spontan feiern zu können trauen wir uns gerade noch so zu."
Im Rahmen der Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit, einigten sich der KSC und der FC Bayern München auf einen Termin für das vor einiger Zeit zugesagte Freundschaftsspiel. Am Samstag, 20. Juli, trifft die Elf von Stefan Kuntz auf den Deutschen Rekordmeister. Wenige Tage vorher kehren die Bayern von ihrem Saisontrainingslager zurück, sodass man auf der Geschäftsstelle der Badener wohl berechtigte Hoffnungen hegt, auch die bei der Weltmeisterschaft eingesetzten Nationalspieler im Karlsruher Wildparkstadion begrüßen zu können. Der Anpfiff der Begegnung ertönt um 15.30 Uhr.











