Köstner will auf Nichtabstiegsplatz überwintern

(eis) Mit der Auswärtspartie bei der Spielvereinigung Greuther Fürth am morgigen Freitag, 19 Uhr, verabschiedet sich der Karlsruher SC in die Winterpause der laufenden Saison. Wenn es nach Cheftrainer Lorenz Günther Köstner geht, soll sein Team nach der Partie gegen die Unterfranken in der Tabelle in jedem Fall einen Nichtabstiegsplatz belegen. "Wir wollen punkten", lautet die klare Marschroute für den Vorweihnachtlichen Auftritt beim Tabellenachten. Doch obwohl es der Fußballlehrer als großen moralischen Vorteil betrachtet nicht auf einem der Abstiegsränge überwintern zu müssen, "auch wenn es nicht klappt, darf das keine Auswirkungen auf unsere weitere Saison haben", so Köstner. "Schließlich sind wir lange ganz unten drin gestanden, das darf die Leistung nicht beeinflussen."

"Es ist schade, dass wir am Montag den Siegtreffer nicht doch noch erzielen konnten", hat der Trainer das 1:1 Unentschieden im Badischen Derby noch immer nicht verdaut. Doch für die Partie gegen Fürth kündigt Köstner an: "Da werden wir noch konzentrierter auftreten." Eine schwere Aufgabe sieht der Übungsleiter vor allem auf das Mittelfeld der Blauweißen zukommen. Den Gastgebern attestiert Köstner ein ausgeprägtes Kopfballspiel und erwartet zahlreiche hohe Bälle. "Da ist es wichtig, dass das Mittelfeld schnell nachrückt und uns wieder in Ballbesitz bringt."

Gabriel Melkam leidet noch immer unter einer Reizung der Patellasehne, Bernhardt Trares klagte bereits zur Halbzeitpause gegen Freiburg über Probleme im Hüftbeuger und Bruno Labbadia erlitt im Spiel gegen die Breisgauer eine Innenbanddehnung. Die beiden Routiniers Labbadia und Trares konnten heute morgen wieder am Mannschaftstraining teilnehmen, Mittelstürmer Labbadia aber nur unter Schmerzen. Im Harten Boden sieht Köstner ein Problem für den Einsatz Gabriel Melkams: "Das verursacht bei ihm starke Schmerzen, ich weiß nicht, ob ich ihn bringen werde." Wer von den Dreien dem Trainer morgen Abend zur Verfügung steht, wird sich erst im Lauf des Freitags klären. Zur Sicherheit reist aber auch Christian Hassa mit ins Frankenland, der zwar immer noch nicht vollständig genesen zumindest eine Alternative darstellt. Eines ist für Köstner aber klar, sollte Labbadia ausfallen, möchte er keinesfalls mit nur einer Sturmspitze auflaufen. Eine Möglichkeit wäre dann Aydin Cetin aus dem Mittelfeld nach vorne zu ziehen, aber auch einen Einsatz Patrik Jezeks im Angriff schloss der sportliche Leiter nicht aus.

Bereits bei der Abfahrt nach Fürth wird die Wildparktruppe fremdes Terrain betreten: Die Elektronik des Mannschaftsbusses gab unter dem Einfluss der winterlichen Temperaturen den Geist auf, die Mannschaft wird die Reise deshalb in einem neutralen, dafür aber kunterbunten Reisebus antreten.


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