Köstner hofft auf Unterstützung der Fans
(eis) Zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen: Das ist die Bilanz von Lorenz Günther Köstner, seit seinem Amtsantritt als Cheftrainer des Karlsruher SC: "Aus den sechs Spielen fehlt uns ein Heimsieg, gegen Mannheim hätten wir unbedingt gewinnen müssen", kapituliert Köstner die Punkt Ausbeute unter seiner Regie. Das Unentschieden in Mainz sei akzeptabel, angesichts der Heimstärke von Rot Weiß Oberhausen könne man auch dort einmal verlieren. "Trotzdem fuchst es mich gewaltig", so der Trainer weiter, "bis zum Führungstreffer hatten wir die Partie fest in der Hand. Hätten wir so diszipliniert weiter gespielt, wären wir ohne Zweifel als Sieger vom Platz gegangen."Und hält man sich das Tabellenbild der Zweiten Liga vor Augen, hätte dem Sportclub ein Sieg im Ruhrpott durchaus gut zu Gesicht gestanden statt der Blauweißen würde nun LR Ahlen Abstiegsplatz 16 belegen.
Eine einfache Aufgabe steht Köstners Mannen auch an diesem Wochenende nicht bevor. Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, ertönt im Wildparkstadion der Anpfiff gegen den SSV Reutlingen. Beim Aufeinandertreffen mit dem SSV dürfte jedem KSC Anhänger noch mal vor Augen geführt werden, wie knapp die Wildparkelf vor einem halben Jahr nicht nur dem finanziellen , sondern auch dem sportlichen Tod von der Schippe sprang: Zum Ende der vergangenen Spielzeit gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekannt, Reutlingen stünde wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsauflagen als Absteiger fest, der Verein würde ans Tabellenende gesetzt. Zwei Wochen nach Saisonende folgte die Kehrtwende: Mit der Korrektur des Strafmaßes auf einen Sechs Punkte Abzug stieg nun Unterhaching als Tabellen Sechzehnter doch noch ab. Und genau von dieser Position konnte sich der KSC erst am letzten Spieltag durch einen Sieg über die Hachinger absetzen.
Die Stärken des SSV Reutlingen sieht Lorenz Günther Köstner vor allem in der Konterstärke: "Jan Hoffmann, Patrick Würll, Bachiru Gambo, auch Frommer wird wohl wieder fit sein das sind alles schnelle Leute!" Hinzu kommt, dass sich Reutlingen bislang auswärts wesentlich erfolgreicher präsentierte, als vor heimischem Publikum.
Personell hat Köstner auch bei der Bewältigung dieser Aufgabe keineswegs die Qual der Wahl, "dennoch stehen mir jetzt aber wieder einige Alternativen zur Verfügung". Die Freude des Fußballlehrers trübte sich aber schnell, als die medizinische Abteilung am Nachmittag den Ausfall von Torsten Kracht bekannt gab. Der Routinier laboriert an einer Zerrung des Kniebeugers und steht am Sonntag daher nicht zur Verfügung. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass der Schweizer Mario Eggimann im ersten Spiel nach seiner Genesung gleich von Beginn an auflaufen wird. Eine weitere Alternative stellt für Köstner Amateur Martin Stoll dar. Einen Einsatz Marco Grimms schließt der Trainer aber aus: "Marco hatte eine Oberschenkelverhärtung, zudem ist er nicht der Schnellste. Gegen eine konterstarke Mannschaft wäre das also nicht unbedingt meine Idealbesetzung." Gabriel Melkam ist nach absolvierter Gelbsperre und trotz leichter Probleme an der Patellasehne einsatzbereit und könnte für Witold Wawrcyczek ins Team zurückkehren. Auch im Angriff muss sich Köstner zwischen Ivan Saenko und dem wieder einsatzbereiten Aydin Cetin entscheiden. Über Änderungen in der Startelf hält sich der Coach aber noch bedeckt: "Da schlafe ich nochmal eine Nacht drüber." Gerade im Angriff sei auch eine Alternative mit Saenko und Cetin durchaus möglich, entscheiden möchte Köstner dies aber erst vor dem Spiel. Für den Sonntag hofft der Unterfanke auf ein zahlreiches Erscheinen der KSC Anhänger: "Es ist für uns enorm wichtig von den Fans unterstützt zu werden." Sportmanager Rolf Dohmen erwartet gegen die Schwaben 10.000 11.000 zahlende Zuschauer im Wildpark.
Der KSC geht ab dem kommenden Heimspiel verstärkt gegen den Missbrauch verbilligter Eintrittskarten vor. Ab sofort werden ermäßigte Tickets für die Stehplatzbereiche nur noch an den Berechtigten direkt und gegen Vorlage eines Ermäßigungsnachweises verkauft. Da künftig die Berechtigung auch beim Eintritt ins Stadion nochmals überprüft wird, bittet der Verein alle Betroffenen den entsprechenden Nachweis zum Spiel mit zu bringen.











