Köstner erwartet "heißen Fight"
(eis) Die letzten zehn Minuten des Heimspiels gegen den VfB Lübeck hatten Lorenz Günther Köstner seinen Einstand auf dem Trainerstuhl des Karlsruher SC ordentlich vermasselt. Damit sich dies im zweiten Anlauf unter der Regie des Oberfranken nicht wiederholt, nutzte der "Neue" die zwei spielfreien Wochen um intensiv auf die Schwächen der Mannschaft einzugehen und gibt sich zwei Tage vor der nächsten anstehenden Auswärtsaufgabe optimistisch. Wenn am kommenden Sonntag, 15 Uhr, der Anpfiff zur Partie der Karlsruher gegen Eintracht Braunschweig ertönt, stünde außer Frage, dass der KSC von Beginn an alles geben müsse und nur ein Sieg zählt, gibt sich Köstner forsch.
Besonderes Augenmerk legte der Übungsleiter im Training der vergangenen Tage auf das Zweikampfverhalten seiner Schützlinge und das Umschalten von Abwehr auf Angriff. Diese beiden Faktoren zählen laut Köstner zu den wichtigsten, die man in der Zweiten Liga beherrschen müsse: "Wenn wir dann den schnellen Abschluss suchen, können wir Braunschweig knacken." Ein einfaches Unterfangen bei den Niedersachsen erwartet der 50 Jährige indes nicht. Der Trainer sieh in der Eintracht ein Heimstarkes Team, das sich vor allem durch eine gute Defensivarbeit und gefährliche Standartsituationen auszeichnet: "Da wird auf jeden Fall Feuer unterm Dach sein!"
Fehlende körperliche Fitness für den Zusammenbruch seiner Mannschaft gegen Lübeck verantwortlich zu machen, davon möchte der Coach nichts wissen: "Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, hätte keiner der Jungs Probleme mit der Fitness gehabt." Die Mannschaft sei gut trainiert und auch die unlängst ermittelten Laktatwerte des Kaders seien vollkommen in Ordnung.
Personell ist der Fußballlehrer trotz der viel versprechenden Ansätze über weite Strecken des Lübeck Spiels auf zu Umstellungen gezwungen. Bernhard Trares muss bereits jetzt in der noch jungen Saison auf Grund fünf gelber Karten pausieren, verletzungsbedingt stehen Danny Fuchs und Christian Hassa nicht zur Verfügung. Fuchs, der gegen Lübeck nicht zur ersten Elf gehörte, leidet unter einer Bandscheibenwölbung, die den Nerv belastet, bei Christian Hassa ist die alte Verletzung wieder aufgebrochen: "Hassa hat sich beim Flanken erneut am Fuß verletzt und wird uns wohl vier bis sechs Wochen fehlen." Schlimmstenfalls könnte bis zur Wiederherstellung seiner uneingeschränkten Einsatzfähigkeit die Vorrunde der laufenden Saison beendet sei.
Mario Eggimann muss nach wie vor wegen seiner Rückenverletzung passen, Thomas Walter trainiert indes schmerzfrei und wird daher das Gehäuse der Blauweißen hüten können.
Für Christian Hassa möchte Köstner Clemens Fritz ins rechte Mittelfeld der Badener beordern, zudem werden sich Carsten Rothenbach und Amateur Ivan Saenko aller Voraussicht nach in der Startelf wieder finden.











