Testspiel-Niederlage gegen den FC St. Pauli
Im abschließenden Testspiel des diesjährigen Sommertrainingslagers ging es für den KSC nach Saalfelden in die dortige Arena. Bei sommerlichen Temperaturen stand ein Testspiel gegen Bundesligist FC St. Pauli an, das im 4x30 Minuten-Prinzip gespielt wurde. Im Spielbericht gibt es die 1:6-Niederlage zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Im Test gegen die Kiezkicker stellte Cheftrainer Christian Eichner seine erste Elf im Gegensatz zum Test gegen Budapest ein wenig um. Die Dreierkette vor Hans Christian Bernat, bildete neben Marcel Franke und Nicolai Rapp dieses Mal Marcel Beifus, während auf den Außenpositionen wie gewohnt David Herold und Sebastian Jung starteten. Im Mittelfeld gab es die Änderung von Dzenis Burnic auf Lilian Egloff, das Duo Müller/Wanitzek blieb Teil der ersten Elf. In der Doppelspitze startete dieses Mal Fabian Schleusener neben Roko Simic.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Beide Teams hatten am Sonntagnachmittag von Beginn an ein offenes Visier eingestellt. Die erste Chance der Kiezkicker durch Afolayan verhinderte Herold (8.), während die zweite sichere Beute von Bernat im Tor war (12.). Doch auch unsere Jungs meldeten sich offensiv an! Nach einer weiten Flanke von Wanitzek machte Jung den Ball rechts im Strafraum nochmals heiß, die Rückgabe knallte Egloff aus halbrechter Position jedoch knapp am langen Pfosten vorbei (14.).
Pauli übernimmt das Kommando
Mit zunehmender Spieldauer übernahm der Bundesligist dann jedoch immer mehr das Kommando. Die Doppelchance von Pereira Lage und Metcalfe war zunächst noch Beute des stark agierenden Bernat (14.), doch nur kurze Zeit später fiel dann der Führungstreffer der Hamburger. Nach einer unglücklichen Kopfball-Verlängerung stand Dzwigala nach einem Eckball plötzlich frei und lies unserem dänischen Schlusmann aus zehn Metern per Kopf keine Chance - 1:0, 15. Minute. Kurz vor Ende des ersten Viertels war es dann Metcalfe, der nach Vorarbeit des agilen Afolyan aus halbrechter Position clever ins lange Eck einschob - 2:0, 29. Minute.
Zuerst Pfosten und dann 0:3
Auch nach der ersten Viertelpause blieb St. Pauli die aktivere Mannschaft. Die Kopfballchance von Pereira Lage flog nur haarscharf am Tor vorbei (36.), nur Augenblicke später knallte Fujita den Ball an den Pfosten (38.). Nach einem Ballverlust im Spielaufbau folgte dann durch Afolayan das 0:3 aus KSC-Sicht (39.). Außer einer Mini-Kopfballchance von Simic gelang den Blau-Weißen in dieser Phase zu wenig. Grund genug für Christian Eichner, um nach rund 50 Minuten von der zuletzt gewohnten 3-5-2-Formation auf 4-4-2 umzustellen. Dennoch musste sich Bernat ein weiteres Mal gegen Pereira Lage auszeichnen, der eine Afolayan-Flanke wuchtig aufs Tor köpfte (58.). Bernats Kollege auf der Gegenseite musste hingegen beim Distanzschuss von Simic nicht eingreifen - drüber (59.).
Sinani erhöht, Ben Farhat verkürzt
Zu Beginn der zweiten Spielhälfte gab es dann zwei Wechsel, Ben Farhat und Burnic kamen für Schleusener und Egloff in die Partie. Damit einhergehend folgte wieder die Systemumstellung zurück in die Dreierkette. Alexander Blessing, Coach des FC St. Pauli, wechselte nach einer Stunde hingegen komplett durch. Dennoch konnte St. Pauli den Vorsprung weiter erhöhen. Der platzierte Distanzschuss von Sinani rollte unhaltbar für Bernat ins lange Eck (73.). Danach wurde es kurzzeitig hitzig auf dem Spielfeld. Ein rustikales Foul an Wanitzek und wenig später ein Foul von Burnic sorgten für einige Wortgefechte. Als sich alle Beteiligten wieder beruhigt hatten, wurde auch wieder Fußball gespielt. Es war dann ein langer Ball von Rapp, der die gesamte Hintermannschaft des Bundesligisten aushebelte. Ersungur behauptete den Ball und bediente mustergültig seinen mitgelaufenen Stürmerkollegen Ben Farhat. Der seit Samstag 19-jährige Stürmer blieb eiskalt und schob zum Anschlusstreffer ein - 1:4 86. Minute.
Bunter Haufen im letzten Viertel
Auch das letzte Viertel brachte keine weitere Ergebniskorrektur. Im Gegenteil: Erst erhöte Pyrka in der 103. Minute glücklich mithilfe des Hinterns von Paul Scholl. Der abgefälschte Schuss ließ Aki Koch, der mittlerweile für Bernat zwischen den Pfosten stand, keine Chance. Dann besorgte Ceesay, der zuvor zweimal an Koch gescheitert war, nach einem Solo den 6:1-Endstand in der 108. Minute. Unglücklicher Test zum Abschluss des Trainingslagers!
Am kommenden Wochenende steigt im heimischen Badenia Stadion der finale Test der Saisonvorbereitung 2025/26. Ab 14:30 Uhr geht es dabei gegen Drittliga-Absteiger SSV Ulm.
Aufstellung KSC
1. - 60.: Bernat (91. Koch) – Jung (78. Pinto Pedrosa), Rapp (91. Franke, 106. Kobald), Franke (78. Scholl), Kobald (78. Kritzer), Herold (78. Sonn) – Müller (78. Wäschenbach), Egloff (61. Burnic), Wanitzek (78.) Geller – Schleusener (61. Ben Farhat), Simic (78. Ersungur)
Ergebnis: 1:4
Tore: Ben Farhat (86.) | Dzwigala (18.) Metcalfe (29.), Afolayan (39.), Sinani (73.) Pyrka (103.), Ceesay (108.)
Schiedsrichter: Dennis Hora











