Kempe: "Wir hoffen auf eine Heimspielatmosphäre"
Nach dem ersten Sieg in 2014 gehen die KSC-Profis mit Selbstbewusstsein ins Spiel gegen den VfR Aalen. Dennis Kempe spielte ein Jahr in Aalen und kennt sich in der SCHOLZ Arena bestens aus.

Dennis, endlich der erste Sieg in 2014! Ihr habt 2:1 gegen Sandhausen gewonnen. Wie lautet dein Fazit?
Die erste Halbzeit war schleppend, die Sandhäuser standen wie erwartet tief. Nach der Halbzeit waren wir aggressiver und hatten mehr Zug zum Tor, das hat Dominic Peitz mit seinem Tor belohnt. Weil wir unsere Chancen genutzt haben, war das ein verdienter Sieg.
Jens Todt sprach von einer Verkrampfung. Das kann ja nicht aus Abstiegsdruck sein. Steigt der Druck aufgrund des guten Tabellenplatzes an?
Druck würde ich nicht sagen. Wir wollten mit aller Macht in 2014 unser erstes Spiel gewinnen. Wenn man etwas erzwingen will, funktioniert nicht immer alles. Ich denke, wir haben uns gut rein gearbeitet. Aber es stimmt, die Erleichterung nach dem Sieg ist groß gewesen.
Nach zwei Drittel der Saison steht Ihr auf Platz 3. Was ist das Erfolgsrezept?
Wir sind eine eingespielte Mannschaft und verfolgen seit längerer Zeit die taktischen Anweisungen des Trainers. Jeder erfüllt seine Aufgaben zu 100 Prozent und das ist das Mittel, um erfolgreich zu sein. Zurzeit passt alles, das hat schon letzte Saison angefangen. Auch das Mannschaftsgefüge ist intakt, wir sind eine homogene Truppe.
Am Anfang der Saison warst du verletzt und Michael Vitzthum hat mit guten Leistungen überzeugt. Jetzt stehst du wieder in der Startelf. Wie ist Euer Verhältnis?
Wir haben ein gutes Verhältnis. Nur weil wir die gleiche Position spielen, gehen wir uns nicht aus dem Weg. Ein ganz normales kollegiales Verhältnis. Wir tauschen uns gegenseitig aus und ich gebe ihm auch Ratschläge, wo ich das kann.
Wie schätzt du den Konkurrenzkampf ein zwischen Euch beiden ein?
Ich glaube, das fördert jeden einzelnen. Die Mannschaft ist auf jeder Position doppelt besetzt und wenn das nicht so ist, bleibt man mit der Leistung immer stehen. Wir brauchen den Druck, um uns weiterzuentwickeln. Im Moment ist die Mannschaft damit sehr erfolgreich. Diejenigen, die nicht spielen, geben im Training nicht klein bei, die wollen ja auch spielen. Das pusht uns natürlich.
Kommender Gegner am Sonntag ist der VfR Aalen: Du hast vor dem Wechsel zum KSC dort ein Jahr gespielt. Was nimmst du aus der Zeit mit?
Der VfR Aalen ist ein Verein, der in letzter Zeit viele Höhen und Tiefen hatte, zwischen Regionalliga und Zweite Liga gab es viele Auf- und Abstiege. Es ist dort sehr familiär und es gibt ein typisches Wir-Gefühl. Ähnlich wie wir kommen sie über den Mannschaftsgeist und die Kompaktheit. Auf dem Betzenberg haben die sich jetzt wieder Selbstvertrauen geholt.
Wie schätzt du die aktuelle Situation der Aalener ein?
Aktuell haben sie einen Aufwind, sie hatten etwas Pech gegen Cottbus. In der Mannschaft spielen erfahrene Leute wie Robert Lechleiter, der ein gefährlicher und schneller Stürmer ist. Da werden wir aufpassen müssen.
Nach dem überraschenden Auswärtserfolg in Kaiserslautern geht der VfR gestärkt ins Spiel. Was ist euer Erfolgsrezept für 3 Punkte?
Der Trainer wird uns noch darauf einstellen. Unser Plan ist aber, taktisch alles richtig umzusetzen. Was genau, wird noch nicht verraten.
Die Supporters haben einen Sonderzug nach Aalen organisiert. Wie wichtig ist die Unterstützung vor Ort?
Das ist unglaublich wichtig. Uns freut es immer, wenn viele Karlsruher mit zu Auswärtsspielen fahren. In Aalen können wir gute Stimmung erzeugen und vielleicht schaffen es unsere Fans, eine Heimspielatmosphäre zu schaffen. Ich hoffe, dass viele mitkommen. Der Sonderzug ist eine super Sache, die ganze Mannschaft findet die Aktion toll.
Was sind deine persönlichen Ziele für die Restsaison?
Ich will mit dem KSC weiter erfolgreich sein. Unser Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen. Klar wird das schwierig. Hoffentlich bleiben wir bis zum Schluss oben dabei, aber vorrangig sind natürlich die 40 Punkte, und die haben wir noch nicht erreicht!
Das Gespräch führte Fabian Herbers.











