Karlsruher SC Spvgg. Unterhaching 0:1

(eis) Nach der erfolgreichen Aufholjagd in Lübeck musste der KSC am Sonntag einen herben Rückschlag hinnehmen. Mit 0:1(0:0) unterlagen die Blauweißen der Spielvereinigung Unterhaching und müssen nun wieder kräftig um den Klassenerhalt zittern. Trotz defensiver Grundausrichtung hatten die Hausherren die Bayern in Durchgang eins im Griff und hatten Pech, nicht den verdienten Führungstreffer zu erzielen. Nach dem Seitenwechsel gewann Unterhaching langsam die Oberhand und durfte nach einem Treffer des eingewechselten Robert Lechleiter jubeln.

Nach einer Viertelstunde vergaben die Hausherren Großchancen im Doppelpack: Conor Caseys Kopfball senkte sich an die Latte des Hachinger Gehäuses (14.), Saenko legte von der Strafraumgrenze aus nach und zwang Keeper Heerwagen zur ersten Glanztat (15.). Nur eine Minute später traf Marco Engelhardt mit einem Freistoß erneut das Gebälk, ehe Casey im Duell mit dem Gäste Schlussmann den Kürzeren zog.

Vom Offensivdrang der ersten Hälfte war nach dem Pausenpfiff nichts mehr zu spüren, die Karlsruher igelten sich mit fünf Defensivakteuren gegen Mark Römer als einzige gegnerische Spitze ein und kamen nur selten zu Entlastungsangriffen. Aus spitzem Winkel überwandt dann Robert Lechleiter nur acht Minuten nach seiner Einwechslung Martin Fischer zur Führung, der KSC hatte fortan nichts mehr entgegenzusetzen.

Da in den übrigen Sonntagsspielen Trier Oberhausen und Ahlen Regensburg besiegten, schrumpfte der Abstand der Wildparkelf auf die Abstiegsränge auf einen hauchdünnen Zähler an. Dementsprechend enttäuscht zogen die Spieler nach dem Schlusspfiff auch von dannen. "Ich kann mir den Bruch nach der Pause einfach nicht erklären", meinte ein zerknirschter Thomas Kies. "Unterhaching wollte in der ersten Halbzeit einfach gar nichts." Gelassen reagierte Chefcoach Köstner auf die drohende Zitterpartie zum Saisonende: "Ich habe schon vor Wochen gesagt, dass wir bis zum letzten Spieltag bangen müssen. Wir haben im ersten Durchgang so gespielt, wie ich es mir vorgestellt habe aber das hätten wir eben ausnützen müssen."

Jahn Regensburg steht nach der heutigen Niederlage punktgleich mit Ahlen auf Rang 14 und muss vor dem direkten Vergleich noch mehr zittern als die Karlsruher. Marco Engelhardt handelte sich in der Schlussminute seine zehnte Verwarnung in dieser Saison ein und wird nächste Woche zuschauen müssen. Dafür kann aber Abderrahim Ouakili ins Team zurückkehren, der heute zum letzten mal pausieren musste.


Karlsruher SC:
Fischer Kies, Stoll, Trares, Dick (77. Gambo) Rothenbach Männer (70. Melkam), Engelhardt, Popovic Saenko (75. Cetin), Casey

Spvgg. Unterhaching:
Heerwagen Grassow, Seifert, Loose Omodiagbe (68. Majstorovic), Lust Zimmermann, Sukalo, Akonnor (83. Barut) Copado Römer (60. Lechleiter)

Tore:
0:1 Lechleiter (68.)

Gelbe Karten: Casey (78.), Cetin (90.), Engelhardt* (90.) Sukalo (42.), Akonnor (57.), Heerwagen (87.)

* 10. gelbe Karte, nächstes Spiel gesperrt;

Zuschauer: 10.900

Schiedsrichter: André Stachowiak (Duisburg)
Assistenten: Markus Kuhl, Heinz Zinken


Match
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