Karlsruher SC erstellt als erster Bundesligist eine Wissensbilanz

von Daniel Heinz

Einen Fitness-Check ganz besonderer Art hat der Karlsruher Sport-Club unternommen. Als erster deutscher Profi-Fußballverein hat der Verein mit seiner Verwaltung eine Wissensbilanz erstellt. Eine Wissensbilanz erfasst und bewertet dabei die immateriellen Vermögenswerte des Vereins.

Angesichts des globalen Wettbewerbs sind es vor allem Wissens- und Innovationsvorsprünge, die über den Erfolg insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) entscheiden können. Im Zuge der zunehmenden Kommerzialisierung des Profi-Fußballs, gilt es auch hier über Steuerungsinstrumente klassischer Wirtschaftsunternehmen nach zu denken und sie zu nutzen. Die „Wissensbilanz – Made in Germany“ ist ein grundlegendes Instrument für die systematische Erfassung des intellektuellen Kapitals.

 

„Wir möchten neue Wege gehen und als finanzschwacher Verein bewusst in die Auseinandersetzung mit immateriellen Vermögenswerten und deren Steuerbarkeit gehen, um so auch längerfristig im Wettbewerb mit finanzstarken Vereinen national und international bestehen zu können“, erklärte KSC-Vizepräsident Rainer Schütterle, der maßgebliche Initiator dieses Projektes. „Konkret versprechen wir uns von der Wissensbilanz nicht nur eine Unterstützung in der Außendarstellung des Vereins, z.B. bei Sponsoren oder bei der Lizenzierung der DFL, sondern vor allem eine Nutzungsmöglichkeit als internes Steuerungsinstrument, um auch hier fit für die Zukunft zu sein.“

 

So ist es gelungen, in mehreren Workshops mit dem Wissensbilanzteam, bestehend aus Mitarbeitern verschiedener Bereiche der Geschäftsstelle, die KSC-Wissensbilanz zu erstellen. Begleitet wurde das Team vom externen Berater Peter Salziger.

 

Die „Wissensbilanz – Made in Germany“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und wurde vom Arbeitskreis Wissensbilanz entwickelt. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.bmwi.deoder www.akwissensbilanz.org.


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