Auszeichnung für besonderes Engagement

Julius-Hirsch-Preis geht an Schule aus der Region

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Am 27.11.2025 wurde in Hamburg der Julius-Hirsch-Preis vergeben. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ehrt damit Personen und Organisationen, die sich in besonderer Weise für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit einsetzen.

Foto: DFB

Am 27. November 2025 wurde in Hamburg der Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes verliehen. Den ersten Platz sicherte sich in diesem Jahr das Ludwig-Marum-Gymnasium aus Pfinztal, eine Schule aus der KSC-Region, die sich in besonderer Weise für Vielfalt, Toleranz und demokratische Werte einsetzt. Vor Ort gratulierte unter anderem KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze den Preisträgerinnen und Preisträgern: „Was die Schülerinnen und Schüler hier geschaffen haben, ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Erinnerung lebendig bleibt und junge Menschen Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen.“

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Julius-Hirsch-Event-Box“, entwickelt vom Seminarkurs der 11. Klassen. Die Box enthält kreative und niedrigschwellige Konzepte, um bundesweit an Schulen Veranstaltungen rund um die Themen Vielfalt, Toleranz und Antidiskriminierung umzusetzen. Das Ludwig-Marum-Gymnasiums greift damit nicht nur die Geschichte ihres eigenen Namensgebers Ludwig Marum auf, sondern schafft zugleich eine innovative Plattform, um die Werte Julius Hirschs nachhaltig zu vermitteln. Die Jury würdigte insbesondere den wirkungsvollen Beitrag zur Erinnerungskultur und die motivierende Gestaltung des Projekts, das bereits mehrfach überregional Anerkennung gefunden hat.

Der Julius-Hirsch-Preis, dotiert mit einem Preisgeld von 21.000€, erinnert seit 2005 an den deutsch-jüdischen Nationalspieler Julius „Juller“ Hirsch, dessen Lebensweg beispielhaft für Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung während des nationalsozialistischen Regimes steht. Hirsch, geboren 1892 in Achern spielte in seiner Jugend beim Karlsruher FV, war einer der herausragenden Fußballer seiner Zeit: Deutscher Meister, Nationalspieler, Olympiateilnehmer und doch Opfer des NS-Terrors, der 1943 in Auschwitz sein Leben beendete. 2025 feiert der Julius-Hirsch-Preis bereits sein 20-jähriges Jubiläum. Der Preis trägt die Geschichte weiter und setzt ein klares Zeichen für „Nie wieder!“, gegen Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus sowie für die verbindende Kraft des Fußballs.


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