Jentzsch: "Der KSC ist ein unangenehmer Gegner"
Vor dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf (Samstag, 13.00 Uhr / Esprit Arena) haben wir uns mit dem früheren KSC-Keeper und heutigen Torwarttrainer von Fortuna Düsseldorf, Simon Jentzsch, unterhalten.

Herr Jentzsch, seit zwei Monaten sind Sie zurück in Ihrer Geburtsstadt Düsseldorf. Was ist das für ein Gefühl?
Es fühlt sich gut an. Ich bin allerdings außerhalb von Düsseldorf aufgewachsen und als Fußballer kommt man ohnehin viel herum. Man gewöhnt sich dann auch schnell in einer neuen Stadt ein.
Sie haben im Sommer 2013 Ihre aktive Karriere beendet und sind seit Ende Juni dieses Jahres Torwarttrainer bei der Fortuna. Wie ist es, jetzt als Trainer auf der anderen Seite zu stehen?
Das ist natürlich eine ganz andere Situation. Man muss beispielsweise das Training und die jeweiligen Schwerpunkte planen. Die neue Aufgabe macht mir aber viel Spaß und nicht zuletzt habe ich dafür auch den Trainerschein gemacht.
Wie kam der Kontakt zur Fortuna zu Stande?
Cheftrainer Oliver Reck und Sportvorstand Helmut Schulte haben mich kontaktiert. Wir haben gleich gemerkt, dass es gut passt. Dementsprechend schnell war dann alles in trockenen Tüchern.
Michael Rensing hat die ersten drei Pflichtspiele im Tor bestritten. Weshalb hat er den Vorzug gegenüber Lars Unnerstall erhalten?
Zunächst muss ich sagen, dass alle unsere drei Torhüter ein sehr hohes Niveau haben. Bei Michael Rensing hat die Erfahrung den Ausschlag gegeben und auch die Tatsache, dass die Mannschaft mit ihm im Tor in den letzten sieben Spielen der vergangenen Saison ungeschlagen blieb.
Sie sind mit den Stationen Uerdingen, Karlsruhe, München, Wolfsburg und Augsburg viel herumgekommen in Deutschland. Wo hatten Sie im Rückblick Ihre beste Zeit?
Das ist schwer zu beurteilen. Von jeder Station konnte ich etwas mitnehmen. Karlsruhe und der KSC waren im Rückblick jedoch schon etwas Besonderes für mich.
Das freut uns zu hören. Woran liegt es denn?
Ich hatte beim KSC einfach eine tolle Zeit. Gleich in meinem ersten Jahr sind wir mit den Amateuren in die Regionalliga aufgestiegen. Später habe ich dann beim KSC den Sprung zu den Profis geschafft und mein erstes Bundesligaspiel absolviert.
Haben Sie noch Kontakte nach Karlsruhe oder zum KSC?
Es sind natürlich noch nur noch wenige Personen aus meiner damaligen Zeit im Verein. Ich freue mich aber beispielsweise darauf, Zeugwart Hüseyin „Hans“ Cayoglu am Samstag wiederzusehen.
Wie schätzen Sie den KSC aktuell ein?
Der KSC ist ein unangenehmer Gegner. Sie haben eine seit zwei, drei Jahren eingespielte Mannschaft und diese immer wieder punktuell verstärkt. In den bisherigen Saisonspielen haben sie gezeigt, dass sie sehr gefährlich sind, insbesondere bei Standards und Kontern.
Die Fortuna ist mit zwei Unentschieden in die Saison gestartet, am letzten Wochenende gab es das Pokalaus in Würzburg. Wie sehr steht die Mannschaft vor dem Heimspiel am Samstag gegen den KSC unter Druck?
Druck ist relativ, denn den hat man ja eigentlich immer, weil man eben jedes Spiel gewinnen möchte. Diese Möglichkeit hatten wir auch in den bisherigen drei Spielen, aber durch gewisse Bedingungen und Umstände ist uns dies leider nicht gelungen.
Was muss sich ändern, damit am Samstag der erste Pflichtspiel-Sieg gelingen kann?
Wir müssen einfach versuchen, weiter an uns zu glauben. Wenn wir in Führung gegangen sind, muss es unser Ziel sein, auf das zweite Tor zu spielen.
Ihr Tipp für das Spiel am Samstag?
Als Fortune tippe ich natürlich auf einen Sieg unseres Teams und zwar zu Null. In allen anderen Spielen wünsche ich dem KSC aber natürlich das nötige Quäntchen Glück, damit sie die Partien für sich entscheiden können.
Das Gespräch führte David Ruf











