„Ich wollte zum Traditionsverein KSC“
Manuel Gulde wechselte vor der Saison aus Paderborn in den Wildpark. Über den KSC-Gegner aus Paderborn am Sonntag (13.30 Uhr) hat der Innenverteidiger nur lobende Worte – und warnt vor dem treffsichersten Freistoßschützen im deutschen Profifußball.

Manuel, die Serie des KSC ist nach zwölf Spielen ohne Niederlage in Aalen gerissen. Was war der Grund?
Das kam einiges zusammen. Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt und Aalen hat, das muss man zugeben, einfach ein gutes Spiel gemacht. Die haben sich gut auf uns eingestellt und das hat es nicht einfach gemacht.
Bisher hat es mit Einsätzen bei dir noch nicht so geklappt – weil Daniel Gordon und Jan Mauersberger ihre Leistungen immer abrufen. Wie schätzt du den Konkurrenzkampf ein?
Die zwei machen einen tollen Job. Und Stolli ist ja auch noch da. Ich war lange verletzt, bis zum 10. Spieltag. Da muss ich mich natürlich hinten anstellen. Ich gebe im Training immer Gas, versuche immer mein Bestes zu geben. Wenn ich meine Chance bekomme, will ich sie nutzen. Keiner von uns fühlt sich benachteiligt und alles ist in bester Ordnung.
Wie ist dein persönliches Verhältnis zu deinen Abwehrkollegen?
Sehr gut, Gordi ist unser Spaßvogel, er hat eigentlich immer gute Laune. Mauer ist da etwas ruhiger, aber ich verstehe mich mit ihm auch sehr gut. Stolli ist für mich ein Vorbild, weil er die meiste Erfahrung von uns hat. Auch Bundesliga hat er schon gespielt. Er zeigt, welche Einstellung man als Profi haben muss. Wir verstehen uns alle sehr gut.
Seit über einem halben Jahr bist du nun schon in Karlsruhe. Wie hast du die Stadt kennengelernt?
Früher war ich ab und zu im Wildpark, jetzt sehe ich auch mal die Stadt. Die gefällt mir sehr gut, sie ist für eine Großstadt sehr grün. Das ist der Unterschied zu meiner Geburtsstadt Mannheim. Karlsruhe ist eine schöne Stadt.
Aalen ist jetzt abgehakt, Paderborn vor der Brust. Das wird kein leichtes Spiel, Paderborn ist zweiter. Du als Ex-Paderborner: Was macht die Mannschaft so stark?
Ich bin da ehrlich gesagt selber überrascht. Ich kenne da ja noch einige. Ähnlich wie wir sind sie im oberen Tabellendrittel der Underdog, sie punkten mit der mannschaftlichen Geschlossenheit und setzen ihren Plan gut um. Sie kämpfen, laufen und haben auch das Quäntchen Glück. Alban Meha trifft momentan sehr oft per Freistoß. Letztes Jahr hat er soviel trainiert dafür, jetzt trifft er die Dinger im Spiel. Die Standards sind also sehr gefährlich.
Was muss nach dem Spiel in Aalen wieder besser werden, um drei Punkte einzufahren?
Wir müssen wieder an unser Leistungsniveau anknüpfen. Wenn das klappt, wird es ein spannendes Spiel. Spielerisch werden wir auf keinen Fall unterlegen sein. Wenn wir alles geben, dann gewinnen wir auch, davon bin ich fest überzeugt.
Du kennst den kommenden Gegner Paderborn sehr gut, hast vor dem KSC dort gespielt. Hat sich dieser Erfolg dort angedeutet?
Wir hatten letzte Saison eine ordentliche Mannschaft. Es hat ein bisschen der Plan gefehlt, aber die Qualität war da. Dass die Jungs aber so abgehen, hätte ich aber nicht gedacht. Das sind gute Jungs.
Trotzdem hast du Paderborn verlassen und dich dem KSC angeschlossen. Warum hast du dich so entschieden?
Der Trainer und die Mannschaft machten einen tollen Eindruck. Der KSC war frisch aus der dritten Liga aufgestiegen und ich wollte zweite Liga spielen. Es gab zwar auch andere Angebote, aber ich wollte zum Traditionsverein KSC. Es war daher keine schwierige Entscheidung.
Trainer Markus Kauczinski hat dich nach der Wintervorbereitung gelobt. Was ist dein persönliches Ziel für die Rückrunde?
Ich trainiere am Limit und gebe mein Bestes, mehr kann ich momentan nicht machen. Ich unterstütze die Mannschaft, wo es nur geht. Das pusht auch Gordi und Mauer, dann bleiben die auch am Limit. Wenn meine Einsätze kommen, werde ich alles geben und mich beweisen.
Das Gespräch führte Fabian Herbers.
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