"Größte Anerkennung, die du als Trainer haben kannst"
Seit Beginn der neuen Spielzeit lenkt Tim Walter die Geschicke auf dem Trainingsplatz und an der Seitenlinie der U17. Die Nachwuchsredaktion stellt den 37-Jährigen, der zuletzt jahrelang für die U15 des KSC zuständig war, vor.

Den Start in das neue Kapitel kann Tim Walter als durchaus gelungen bezeichnen. Nach vier Spieltagen steht seine Mannschaft in der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest ungeschlagen mit acht Zählern auf dem vierten Tabellenplatz. "Ich habe den Kader über die letzten zwei Jahre hinweg so zusammengestellt, wie ich ihn für diese Spielzeit übernommen habe", erklärt Walter, der nach seinem absolvierten Sportstudium im Jahr 2006 zunächst an der Seite von Markus Kauczinski die A-Junioren und im Anschluss parallel als Co-Trainer die C- und B-Jugend betreute, ehe er zuletzt lange Jahre erfolgreich als Leiter des Aufbaubereichs und als U15-Trainer tätig war. In der vergangenen Saison erreichte seine Mannschaft sogar als Meister den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga. "Welcher Jahrgang besser oder schöner zu trainieren ist, wage ich nicht zu beurteilen. Der ältere Jahrgang hat natürlich einen besonderen Reiz, da die Anforderungen nun andere sind und es darum geht, die Jungs an den Seniorenbereich heranzuführen", erzählt Walter, der außerdem das für KSC-Spieler des Otto-Hahn-Gymnasiums in den Stundenplan integrierte Vormittagstraining im Wildpark leitet, und fügt hinzu: "Ich kann nur sagen, dass ich einfach sehr gern Jugendtrainer bin."
Walter selbst sei als Spieler "sehr sensibel, aber auch sehr extravagant gewesen." So habe er bis zu einem gewissen Alter bei seinen Stationen wie dem ASV Durlach oder dem FC Pforzheim immer die Rückendeckung des Trainers gebraucht und war auch für die Schiedsrichter kein einfacher. Das hat sich geändert. Als Trainer ist dennoch "auch mal ein hartes Wort angesagt wenn es um Fußball geht", so Walter. Damit können seine Spieler aber gut umgehen. "Jungs in diesem Alter wissen sofort, wenn du ihnen etwas vorspielst", erklärt er und legt deshalb viel Wert auf Ehrlichkeit und Authentizität, zwei Eigenschaften, die ihn selbst auszeichnen und ausschlaggebend für die gute Arbeit mit den jungen Talenten sind.
Für die neue Spielzeit fordert der 37-Jährige, "dass sich die Jungs persönlich und fußballerisch weiterentwickeln und die Bereitschaft erlernen jeden Tag hart an sich zu arbeiten, um Ziele zu erreichen. Das Ziel jedes einzelnen muss der Sprung in die U19 sein, damit die Jungs im Anschluss eine Option für den Amateur- oder Profibereich besitzen."
Wie das funktioniert, weiß der Coach nur zu gut. So gingen schon Talente wie Kevin Akpoguma, Sead Kolasinac, Jimmy Marton und Mirko Schuster durch seine Hände. "Ich bin aber nur ein Teil des Gesamten", sagt Walter, der auch Hakan Calhanoglu als 15-Jährigen von Waldhof Mannheim in den Wildpark lotste. "Dennoch natürlich freut man sich, wenn die Jungs, obwohl sie oben angekommen sind, den Kontakt nicht abreissen lassen und immer wieder vorbeischauen. Mehr brauche ich nicht. Das ist die größte Anerkennung, die du als Trainer haben kannst."











