Gordon: "Haben uns fußballerisch weiterentwickelt"
Vor dem letzten Spiel in 2014 haben wir Daniel Gordon im Interview. Er spricht über Highlights in 2014, Vaterfreuden und die Möglichkeit, den Fans gegen Frankfurt nochmal einen Sieg zu schenken.

Daniel, ihr kommt mit einer 0:2-Niederlage aus Berlin zurück. Wie war der Flug?
Alles gut verlaufen. Mit einem Sieg wären wir sicher glücklicher heimgeflogen, aber wir sind schon wieder bereit für Freitag.
Warum endete bei Union eure lange Serie ohne Niederlage?
Wir sind erneut früh in Rückstand geraten und haben uns die erste halbe Stunde sehr schwer getan. Union hat die Zweikämpfe gesucht und wir haben zu wenig dagegen gehalten. Vorne haben wir unsere Chancen nicht genutzt und deswegen auch verloren.
Union macht aus zwei Großchancen zwei Tore – war einfach auch Pech dabei?
Klar, bis auf den Pfostenschuss hatten sie nicht mehr Chancen. Aber das Spiel ist bereits abgehakt und wir wollen gegen Frankfurt eine neue Serie starten.
Dein Innenverteidiger-Kollege Jan Mauersberger hat sich am Kopf verletzt. Wie geht es ihm?
Es ist wohl eine leichte Gehirnerschütterung. Bei dem Zweikampf ist er ganz unglücklich mit seinem Gegenspieler zusammengerasselt. Aus Sicherheitsgründen ist er mit dem Mannschaftsbus aus Berlin zurückgefahren. Aber Mauer ist hart im Nehmen. Ich hoffe, es geht ihm schnell wieder besser.
Zur Sommerpause wollte der KSC einen breiteren Kader und mehr Konkurrenzkampf: Würdest du sagen, dass das geklappt hat und die Mannschaft nach vorne gebracht hat?
Auf jeden Fall, das ist eindeutig so. Diese Saison hatten wir wesentlich mehr Verletzungen als letzte Saison. Trotzdem haben wir gut gespielt, weil wir adäquaten Ersatz hatten. Das ist enorm wichtig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wir haben uns auch fußballerisch weiterentwickelt, wie man gegen Braunschweig sehen konnte. Der KSC hat die richtigen Schritte gemacht.
Durch neues Personal und die Verletzungen gab es häufig Wechsel in der Abwehr. Trotzdem passt es dort nach wie vor, oder?
Ja und das bestätigt uns auch. Bis auf die letzten zwei Spiele haben wir sehr wenige Gegentore kassiert. Das zeigt, dass alle die Qualität haben, auch die Nachrücker. Gerade die jungen Spieler, die noch Erfahrung sammeln müssen, haben überzeugt.
Das Jahr 2014 war, wie auch 2013, für den KSC ein sehr erfolgreiches. Für dich auch?
Ja, ich glaube, es war wieder eine gute Serie und ich kann der Mannschaft weiterhelfen. Wir sind momentan vorne dabei. Und auch im neuen Jahr nehme ich mir wieder sehr viel vor.
Was war dein persönliches Highlight?
Eigentlich ist jeder Sieg mit dem KSC mein Highlight in 2014 gewesen. Da soll noch eines dazukommen. Und mein privates Highlight: Ich bin dieses Jahr Vater geworden.
Das Jahr ist aber noch nicht zu Ende – am Freitag kommt der FSV Frankfurt als Abschluss in den Wildpark. Die haben Heidenheim 2:0 geschlagen und dürfen nicht unterschätzt werden.
Das zeigt, wie gefährlich diese Liga ist. Kleinigkeiten machen den Unterschied. Union Berlin ist ähnlich wie der FSV. Uns erwartet also ein hartes Spiel. Letzte Saison haben wir eine 3:0-Führung gegen Frankfurt vergeigt. Die haben auch schon einige größere Gegner geschlagen.
Du hast vor deiner Zeit beim KSC in Frankfurt beim FSV gespielt. Wie hast du den Verein kennengelernt? Gibt es noch Kontakte?
Der Kontakt ist eigentlich komplett abgebrochen. Aber so ist das manchmal im Fußball. Ich hatte dort auch kein erfolgreiches Jahr. Aber ich beobachte die Situation nach wie vor und was die aus ihren Möglichkeiten machen, ist schon sehr beeindruckend. Deswegen freue ich mich auf ein Wiedersehen, würde aber dem Gegner sehr gerne wehtun und mit einer Niederlage nach Hause schicken.
Also klares Ziel: Den Fans zum Jahresabschluss nochmal einen Sieg schenken?
Absolut. Wir wollen die drei Punkte um jeden Preis und vor der Winterpause können wir nochmal alles geben und dann regenerieren. Wir werden alles daran setzen.
Wie wollt ihr gegen Frankfurt auftreten?
Nochmal richtig aggressiv sein und jeden Zweikampf annehmen. Dazu gehört ein guter Plan und den haben wir. Nach vorne nochmal Dampf machen und dann holen wir uns die 3 Punkte. Davon bin ich überzeugt.
Und dann überwintert der KSC auf einem für dich zufriedenstellenden Tabellenplatz?
Unabhängig vom letzten Ergebnis spielen wir diese Saison eine gute Rolle und ich werde zufrieden sein. Mit drei Punkten unter dem Weihnachtsbaum aber noch ein Stück mehr.
Das Gespräch führte Fabian Herbers
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