Fulminantes 2:2 gegen Hertha BSC
Das erste Heimspiel der Rückrunde stand an und sollte durch die Ansetzung gegen Hertha BSC direkt eine ganz besondere Partie werden. Im Spielbericht gibt es das ereignisreiche Unentschieden zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Sechs Spiele lang mussten wir auf einen KSC-Dreier warten, am vergangenen Wochenende in Münster war es dann endlich wieder so weit. Mit dem 2:0-Auswärtssieg war der Auftakt in die Rückrunde geglückt, Cheftrainer Christian Eichner sah daher auch nicht viel Änderungsbedarf in der Startelf. Einzig Andi Müller ersetzte wie auch schon zu Beginn der zweiten Halbzeit in Münster Meiko Wäschenbach. Bei der Grundformation entschied sich das Trainerteam erneut für ein 4-4-2 mit Fabian Schleusener und Louey Ben Farhat in der Doppelspitze.
Zahl des Spiels: 3.560 Berlinerinnen und Berliner kreierten gemeinsam mit den KSC-Fans eine einzigartige Stimmung, die in der Fußballwelt seinesgleichen sucht. Hertha und der KSC – die Freundschaft!
Das Spiel in der Zusammenfassung
Der Nachmittag im wunderschön blau-weiß strahlenden BBBank Wildpark startete mit einer offensivfreudigen Eichner-Elf. Die erste Chance der im gewohnten KSC-Blau agierenden Hausherren durch Fabian Schleusener wurde von Hertha Zeefuik jedoch noch vor dem Abschluss geklärt (2.).
Eiskalter Schleusener
Wenig später stand unsere Nummer 24 erneut im Mittelpunkt, nachdem Philipp Förster im Anschluss an ein sehenswertes Dribbling auf den Stürmer abgelegt hatte. Aus zentraler Position 15 Meter vor dem Tor stellte Fabian Schleusener bei 2 °C Außentemperatur seine Coolness unter Beweis und versenkte den Ball zielsicher in der linken unteren Ecke (7.). Hertha-Keeper Tjark Ernst blieb bei diesem Schuss nur die Zuschauerrolle.
Berliner Pressing trägt Früchte
Die Gäste aus der Bundeshauptstadt ließen sich von dem frühen Rückstand aber nicht schocken. Stattdessen antwortete das Team von Stefan Leitl mit einer sehr hohen Pressinglinie, die unsere Defensive unter Bedrängnis brachte. So geschah es nach knapp 20 Minuten, dass Kevin Sessa einen ungenauen Pass von Kapitän Wanitzek abfing und direkt zu Fabian Reese weiterleitete. Alleine vor Hansi Bernat netzte Herthas Nummer elf souverän in die Maschen (19.) – 1:1.
Traumtoralarm im BBBank Wildpark
Damit war wieder unser KSC am Zug! Der in den Anfangsminuten sehr präsente Förster verschaffte sich nach 24 Minuten etwas Raum an der Berliner Strafraumkante, den er für einen effetvollen Abschluss nutzte. Das Glück war in dieser Situation allerdings nicht mit dem Karlsruher Offensivmann, denn der Ball knallte an den Pfosten. Das Angriffspensum wurde in der Folge nicht geringer. Ein schnell ausgeführter Eckstoß von David Herold landete im Rückraum. Dort kam Sebastian Jung angerauscht und zündete aus 25 Metern eine Rakete zur erneuten Führung in das Berliner Tor (26.)!
Hin und Her!
Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs blieb das Mittelfeld weiterhin nur Nebendarsteller, während sich das runde Kunstleder von Strafraum zu Strafraum bewegte. Erst rettete Hansi Bernat nach einem Hertha-Eckball gegen Sessas Kopfballversuch aus sieben Metern (29.), kurz darauf parierte Bernats Zunftskollege Tjark Ernst einen Schuss von Ben Farhat bravourös (32.).
Sieben Zeigerumdrehungen später tauchte unser Eigengewächs erneut vor Herthas Schlussmann auf, der auch diesmal im direkten Duell die Oberhand behielt (39.). Kurz vor dem Pausenpfiff wurden beide Mannschaften nochmal offensiv vorstellig, doch sowohl Förster Konterlauf (42.), als auch Luca Schulers Eins-gegen-Eins mit Hansi Bernat brachten keine Treffer auf die Anzeigetafel (44.).
In der zweiten Halbzeit blieb das Arbeitspensum auf beiden Seiten hoch, die Menge der Torraumszenen nahm hingegen ab. Zwar kamen Burnic aus der zweiten Reihe (52.) und Schleusener nach Vorarbeit von Förster und Wanitzek (53.) jeweils zum Schuss, übten damit jedoch keine wirkliche Gefahr auf das Hertha-Tor aus.
Berlin gelingt das Comeback
Auf der Gegenseite sahen die Offensivaktionen zunächst ähnlich aus. Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Gäste den Druck auf das KSC-Tor und schnürten die Hintermannschaft immer mehr im eigenen Strafraum ein. In Minute 61 und 78 hielt der wieder einmal bärenstarke Hansi Bernat bei den Abschlüssen von Luca Schuler die Führung fest, wenig später war unser Schlussmann allerdings machtlos. Im Karlsruher Strafraum spitzelte Hertha-Kapitän Reese die Kugel zum freistehenden Jeremy Dudziak, der sich die Chance aus sieben Metern nicht mehr nehmen ließ und den erneuten Ausgleich markierte (79.).
Hertha greift an, KSC kontert
In den finalen Minuten der Partie inklusive der fünfminütigen Nachspielzeit war die Hertha den drei Punkten näher, doch mit der allerletzten Aktion sorgten die Hausherren nochmal für Aufsehen. Berlin hatte alles nach vorne geworfen, wodurch sich für die Eichner-Elf Raum zum Kontern ergab. Der eingewechselte Egloff schickte den nimmermüden David Herold auf die Reise, der im gegnerischen Strafraum angekommen auf Leon Opitz. In zentraler Position kam der Karlsruher Angreifer zum Abschluss, doch die nachgerückte Hertha-Defensive konnte den Versuch abblocken (90.+5). Wenige Sekunden später beendete Schiedsrichter Tom Bauer die Partie und gab zeitgleich den Startschuss für blau-weiße Feierlichkeiten unter den Fans beider Clubs.
Fazit & Ausblick
Fulminante 90 Minuten bringen im Duell der Freunde keinen Sieger. Am Ende des Tages geht die Punkteteilung im ersten Heimspiel des Kalenderjahres in Ordnung. Beide Mannschaften hatten in den jeweils ihre Druckphasen, die sie in Tore ummünzten.
Am kommenden Samstag geht es für unseren KSC zum Auswärtsspiel nach Braunschweig, eine Woche später gastiert Düsseldorf in der Fächerstadt.
Die Daten zur Partie
KSC: Bernat – Jung, Scholl, Franke, Herold – Förster (76. Pinto Pedrosa), Müller (81. Wäschenbach), Burnic (89. Ambrosius), Wanitzek – Ben Farhat (76. Egloff), Schleusener (89. Opitz)
Hertha BSC: Ernst – Zeefuik (77. Eitschberger), Gechter, Dardai, Karbownik – Reese, Sessa (66. Dudziak), Cuisance, Seguin, Winkler (66. Kownacki) – Schuler (86. Grönning)
Ergebnis: 2:2
Tore: Schleusener (8.), Jung (26.) | Reese (19.), Dudziak (79.)
Gelbe Karten: Förster (17.), Egloff (77.), Burnic (81.) | Sessa (1.), Seguin (64.)
Schiedsrichter: Tom Bauer
Zuschauende: 33.180 (29.620 Heim, 3.560 Gäste)
Ort: BBBank Wildpark











