Familie, Fußball, Freizeit: Vielseitig auf und neben dem Platz
Kurz vor dem Ende des Transferfensters kam Leon Opitz aus Bremen zu uns nach Karlsruhe. Wer ist der junge Mann und worauf dürfen sich die Fans freuen? Wir stellen euch den Neuzugang vor!

Der Kumpel
Knapp 18 Stunden nachdem das Samstagabendspiel in Düsseldorf abgepfiffen wurde, begrüßten wir den achten Neuzugang im BBBank Wildpark. Im Rahmen einer einjährigen Leihe mit Kaufoption wechselte Leon Opitz vom SV Werder Bremen nach Karlsruhe. Auf der Route Hansestadt-Fächerstadt ist der 20-Jährige nicht der erste Transfer, Nicolai Rapp ging im Januar 2024 denselben Weg. Bei Grün-Weiß standen die Beiden bereits gemeinsam auf dem Platz und kämpften sich nach einer Verletzung gemeinsam auch wieder dorthin zurück. „Rappo und ich waren bei Werder zeitgleich verletzt und verbrachten daher viel Zeit zusammen in der Reha“, erinnert sich Leon zurück. In dieser schweren Zeit entstand eine Freundschaft, bei der sich die Kicker auch nach Rapps Wechsel zum KSC nicht aus den Augen verloren haben. Als unsere Nummer sechs in diesem Sommer dann von den Gerüchten rund um seinen alten Werder-Kumpel Wind bekam, nahm er umgehend den Hörer in die Hand. „In den letzten zwei, drei Wochen hat mich Rappo jeden Tag angerufen und vom KSC überzeugt“, gibt der Neuzugang schmunzelnd preis.
Aufmerksamen Fans dürfte aufgefallen sein, dass Leon Opitz‘ neue Rückennummer 17 bis zuletzt noch auf Nicolai Rapps Trikot stand. Der gebürtige Bad Oldesloer erklärt: „Mit der Nummer habe ich schon in der Jugend beim HSV gespielt, aber auch meine Verbindung zu Rappo hat etwas damit zu tun, dass ich die 17 jetzt beim KSC trage.“
Der Youngster
Die ersten Tritte gegen das runde Leder machte Leon in seiner norddeutschen Heimat beim SV Preußen Reinfeld. Mit elf Jahren entdeckte ihn der Hamburger SV bei der Kreisauswahl, fortan war Leon für vier Saisons im Nachwuchs der Rothosen. Im Anschluss zog es ihn zum Rivalen an die Weser, dort arbeitete sich der Offensivspieler über die U-Mannschaften bis zu den Bundesliga-Profis. Über das Training spielte sich Leon in den Fokus des damaligen Werder-Trainers Ole Werner und kam prompt am ersten Spieltag der Saison 2023/24 zum Debüt. Gegen niemand geringeren als Rekordmeister Bayern München sammelte das Nachwuchstalent seine ersten elf Minuten Bundesliga, die für Leon „auch trotz der 0:4-Niederlage ein cooles Erlebnis waren“.
An das Rampenlicht der deutschen Eliteliga konnte sich der damals 18-Jährige jedoch nicht gewöhnen, denn drei Monate nach seinem Debüt verletzte er sich. „In einem Testspiel gegen Rostock habe ich mir alle Bänder gerissen, die man sich so reißen kann“, blickt der Fußballer zurück. Somit ging es für Leon in die Reha, in der er sich mit seinem neuen alten Teamkollegen Nicolai Rapp anfreundete. Die Verletzungszeit und die anschließende Rückkehr in den Profi-Alltag bezeichnet er im Nachhinein als „sehr hart und mental anstrengend“. „Ich kam nach der Pause nicht richtig in den Tritt“, so Leon. Es folgte ein weiterer Kurzeinsatz in der Bundesliga, ansonsten kam das Talent in der U23 zum Zug. Was auf den ersten Blick vielleicht als Rückschritt erscheint, war für den Offensivmann hingegen die wohl beste Zeit in seiner jungen Karriere. „Ich hatte regelmäßige Einsatzzeiten und fand den Spaß am Fußball wieder“, berichtet Leon mit einem Funkeln in seinen Augen über die Zeit bei der Werder-Reserve.
Der Offensiv-Allrounder
Leon Opitz ist das Schweizer Taschenmesser im Offensivfußball. Im Herrenbereich spielte er bereits im linken und rechten Mittelfeld, als Schienenspieler, im zentralen Mittelfeld, auf der klassischen Zehn sowie als Mittel- und Außenstürmer. „Ich mag wirklich jede offensive Position, am allerliebsten spiele ich auf der linken Seite“, so unsere Nummer 17. Seine Stärken sind Schnelligkeit, Tempodribbling und Torgefahr. Speziell im letzten Punkt verbesserte sich Leon im Laufe der letzten Saison. Mit 16 Toren in 28 Einsätzen belegte er Platz drei in der Torschützenliste der Regionalliga Nord. Hinzu kommen zwölf Assists, woraus sich im Schnitt eine Torbeteiligung pro Spiel ergibt. „In der letzten Saison konnte ich gezielt an meiner Effizienz arbeiten und mehr Chancen in Tore umwandeln“, begründet Leon seine Top-Quote.
Der Student
Abseits des Fußballplatzes lässt es Leon gerne ruhig angehen. In seinen ersten Tagen wurde er direkt Teil der Café-Crew rund um Nicolai Rapp, Marcel Beifus und Lilian Egloff, zudem hält er sich auch privat in der Fußballwelt auf dem Laufenden. „Ich verfolge alles rund um Werder, den FC Bayern - meinen Lieblingsverein aus der Kindheit - und jetzt natürlich auch die Regionalliga Nord mit meinen Teamkollegen aus der letzten Saison“, erzählt der 20-Jährige.
Auf die Karriere nach der Karriere bereitet sich Leon indes mit einem Studium vor: „Ich studiere Sportmanagement an einer Fernuni, da möchte ich neben dem Fußball auch viel reininvestieren“.
Der Familienmensch
Der Wechsel nach Karlsruhe ist für Leon der erstmalige Schritt weg aus Norddeutschland, hinein in ein völlig neues Umfeld. „Für mich ist das persönlich ein wichtiger Step, ich freue mich darauf mal etwas neues zu sehen“, äußert sich unser Neuzugang zum Umzug in den Südwesten. Zu seiner Familie pflegt der Norddeutsche eine enge Bindung, die sich seit einigen Tagen nun einmal quer durch Deutschland erstreckt. Den hohen Stellenwert von Familie erkannte Leon schön früh: „Als ich beim HSV spielte, hätte ich nach einer gewissen Zeit aus logistischen Gründen in das Nachwuchsleistungszentrum ziehen müssen. Ich wollte in dem jungen Alter damals aber nah bei meiner Familie bleiben und wechselte daher zu Werder.“
In seiner neuen badischen Heimat wurde Leon dafür aber schnell aufgenommen. „Alle sind mega cool, ich habe ein gutes Gefühl“, freut er sich über den neuen Lebensabschnitt. Und allzu lange muss er gar nicht auf eine Rückkehr nach Schleswig-Holstein warten, denn am 21. September gastiert unser KSC bei Holstein Kiel – Vielleicht dann auch mit den Eltern und Großeltern auf der Tribüne!
Schön, dass du da bist, Leon! Wir freuen uns sehr auf deine Zeit in blau-weiß!












