Eintracht Frankfurt Karlsruher SC 3:1
(eis) Mit 1:3 (0:2) unterlag der Karlsruher SC am Samstag Nachmittag dem Tabellenfünften Eintracht Frankfurt vor 13.800 Zuschauern im Waldstadion und verpasste es somit den Vorsprung von sechs Punkten auf einen Abstiegsplatz weiter auszubauen.
Im Vergleich zum 1:1 Unentschieden gegen den 1. FC Saarbrücken stellte Eintracht Trainer Martin Andermatt seine Elf gleich auf drei Positionen um: Verteidiger Rada blieb auf der Bank, Jens Rasiewski rückte in die Innenverteidigung und die freie Position im defensiven Mittelfeld füllte Albert Streit aus. Zudem lief ex KSC Profi Rolf Christel Guié Mien für Erwin Skela im Mittelfeld sowie der Chinese Yang an Stelle von Pawel Kryszalowicz im Angriff auf.
KSC Coach Kuntz musste auf den gelbgesperrten Mannschaftskapitän Thijs Waterink und auf den nach wie vor verletzten Birk verzichten. Die Position in der zentralen Innenverteidigung nahm daher Routinier Torsten Kracht ein, während Carsten Rothenbach in die Defensivreihen nachrückte. Im Angriff spielte Clemens Fritz für den zuletzt schwachen Aydin Cetin.
Von einem Abtasten der beiden Mannschaften war nach dem Anpfiff des Unparteiischen Thorsten Koop nichts zu sehen, beide Teams begannen munter zu kombinieren. Nachdem der KSC nach zehn gespielten Minuten das erste Mal in der Partie für Gefahr sorgte der über rechts freigespielte Theo Rus verzog allerdings seine Flanke ging die Frankfurter Eintracht bereits nach einer Viertelstunde in Führung: Ein Kopfball Sasa Cirics nach einer Flanke von der linken Außenbahn rutschte, abgefälscht vom Kopf eines Karlsruhers, unter KSC Keeper Walter hindurch zum Führungstreffer für die Gastgeber in die Maschen.
Wenngleich auch die Badener in der Folgezeit einige Möglichkeiten herausspielten, zeigte sich die Eintracht als klar überlegene Mannschaft und bestach besonders durch ein gelungenes Kurzpassspiel. So kam es denn, dass die Karlsruher vor dem Seitenwechsel gar noch das 0:2 hinnehmen mussten. Hier wurde der Wildparktruppe wohl die mangelnde Zweitligaerfahrung zum Verhängnis. Sichtlich überrascht und verärgert über den Pfiff des Schiedsrichters registrierte die Mannschaft des KSC erst spät, dass der resultierende Freistoß für die Frankfurter aus dem eigenen Strafraum heraus bereits ausgeführt war und gab den Hessen so Platz zum Kontern. Wiederum war es Sasa Ciric, der mit einem trockenen und platzierten Flachschuss zur 2:0 Pausenführung einschoss.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich den knapp 1.000 mitgereisten Karlsruher Fans zunächst ein unverändertes Bild. Marco Engelhardt setzte nach 56 Spielminuten zum ersten wirklichen Karlsruher Torschuss an, die Kugel flog allerdings weit über das Gehäuse der Gastgeber.
Erst 20 Minuten vor Spielende setzte der KSC zu seiner Schlussoffensive an und konnte durch Carsten Rothenbach zunächst auf 1:2 verkürzen. Nach einem Freistoß Marco Engelhardts von der rechten Seite und einem Durcheinander im Frankfurter Strafraum drückte der Youngster den Ball mit dem Kopf über die Torlinie. Sechs Minuten später kannte der Jubel im Karlsruher Fanblock keine Grenzen mehr. Schiedsrichter Brych erkannte den vorangegangenen KSC Treffer allerdings korrekterweise wegen einer Abseitsstellung nicht an.
Der KSC warf zum Ende nochmal Alles nach vorne, Eintracht Frankfurt konnte den Sack durch einen von Engelhardt verursachten Foulelfmeter zumachen, welchen erneut Sasa Ciric souverän verwandelte.
In der Nachspielzeit musste auf Seiten der Karlsruher noch der zuvor eingewechselte Stephan Ertl unter die Dusche, der nach einer rustikalen Krätsche die rote Karte sah.











