Doppelter Budu macht den Heimsieg klar!
Heimspiel, Flutlicht, Gänsehaut! Am heutigen Freitagabend empfing unser KSC den FC Schalke 04 im BBBank Wildpark. Im Spielbericht erfahrt ihr alles Wichtige zum Duell mit Königsblau.

Christian Eichners Taktik
„Kontinuität ist der Schlüssel zum Erfolg“, dachte sich möglicherweise Cheftrainer Christian Eichner bei der Zusammenstellung der heutigen Startelf. Im fünften Ligaspiel in Folge setzte unser Übungsleiter auf dieselbe Anfangsformation. Diese in der 2. Bundesliga einmalige Tatsache bedeute also, dass vor Torhüter Max Weiß die Viererkette um Defensivroutinier Sebastian Jung agierte. Auf der Doppelsechs kamen erneut Nicolai Rapp und Leon Jensen zum Zug, während Wanitzek und Länderspielrückkehrer Burnić auf den Außenpositionen spielten. Ebenfalls zurück von seinem Einsatz für die Nationalmannschaft bildete der Toptorschütze Budu Zivzivadze zusammen mit Fabian Schleusener die Doppelspitze.
Bambasé Conté und Andrin Hunziker, die in Braunschweig für die Wende sorgten, hatte unser Coach somit abhängig vom Spielverlauf in der Hinterhand.
Schalke-Coach Karel Geraerts nahm im Gegensatz zu seinem Karlsruher Gegenüber drei Wechsel vor. Für den verletzten Seguin, Offensivmann Hamache und den aufgrund von Magenbeschwerden geschonten Cissé rückten die drei Neuzugänge Sanchez, Wasinski und Younes in die erste Elf. Für den achtfachen deutschen Nationalspieler Amin Younes war es der erste Startelfeinsatz seit exakt 600 Tagen.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Vor einer atemberaubenden Kulisse spielten unsere Blau-Weißen im ersten Durchgang mit der Gegengerade im Rücken. Von der unglaublichen Stimmung angepeitscht versuchte es Blau-Weiß vermehrt über die linke Seite von Lasse Günther. Der Dauerläufer sorgte mit einem Querpass auf Budu Zivzivadze auch für die erste Großchance. S04-Keeper Heekeren hatte allerdings Lunte gerochen und störte unsere Nummer elf entscheidend am Abschluss (11.).
Schalke legt Budu vor
Für die gefährlichste KSC-Chance der ersten halben Stunde sorgten die Gäste selbst, als Sanchez einen zu kurzen Rückpass auf Heekeren spielte. Dem lauernden Zivzivadze fehlten aber zwei Fußlängen, um die Kugel vor dem herbeieilenden Torhüter im Netz zu versenken (30.). Doch die nächste Aktion ließ nicht lange auf sich warten: Wanitzek flankte einen Freistoß aus 20 Metern butterweich in den Sechzehner. Dort verlängerte Schleusener per Kopf auf den zweiten Pfosten, Beifus verpasste allerdings haarscharf die perfekte Gelegenheit zur Führung (39.). So knallte der Ball nur an den Pfosten und der Torschrei blieb aus.
Eiskalt vor dem Tor
Die erste Hälfte war damit aber noch nicht vorbei. Kurz vor Ablauf der vierminütigen Nachspielzeit landete das Spielgerät im Schalker Strafraum beim torhungrigen Budu Zivzivadze. Die königsblaue Defensive versuchte die Kugel hektisch zu klären, hatte gegen den Torriecher des Georgiers aber keine Chance. In allerfeinster Budu-Manier schob der Angreifer das Kunstleder über die Linie und brachte den BBBBank Wildpark zum Explodieren (45.)!
Beinahe-Doppelschlag nach der Pause
Direkt nach der Halbzeitpause arbeitete Blau-Weiß am Ausbau der Führung, bei Schleuseners Schuss brachte Heekeren seine Finger aber noch an den Ball (46.). Die nachfolgende Ecke gelangte über Umwege zu Schleuseners Sturmpartner Zivzivadze, der den Ball erneut lässig im Tor versenkte (47.). Inmitten des Karlsruher Jubels erkannte Schiedsrichter Welz den Treffer jedoch ab, da die Kugel zuvor im Toraus war. Von der knappen, aber richtigen Entscheidung ließ sich das Angriffsduo nicht entmutigen und stürmte munter nach vorne, der schön herausgespielte Kopfball unserer Nummer 24 fand aber ebenfalls nicht den Weg ins Tor (60.).
Die georgische Tormaschine macht’s nochmal!
Im Anschluss an die Druckphase fand der Kumpel- und Malocherclub besser in die Partie, den nächsten Treffer erzielte aber trotzdem unser KSC! Hierfür schoss Schleusener von Höhe des Elfmeterpunktes auf das gegnerische Tor, der Abschluss wurde jedoch auf der Linie geblockt. Die Situation war damit nicht vorbei, denn er Mann, dessen Name sich so unglaublich gut schreien lässt, stand goldrichtig und versenkte die Kugel im Netz (73.) – 2:0 durch Budu Zivzivadze!
16-jähriger Debütant
Mit dem zweiten Treffer war die Messe gelesen und einige frische Kräfte kamen zum Zug. Einer davon: der erst 16-jährige Rafael Pinto Pedrosa. Der Rechtsverteidiger spielt bereits seit 2017 für Blau-Weiß und kehrte erst vor zwei Tagen von einer Länderspielreise mit der deutschen U18-Nationalmannschaft zurück. Herzlichen Glückwunsch zum Debüt, Rafa!
Fazit & Ausblick
Was für ein Spiel! Was für eine unglaubliche Stimmung! Mit dem zwölften Mann im Rücken zeigte unser KSC heute sowohl offensiv als auch defensiv eine bärenstarke Leistung und gewinnt dadurch hochverdient gegen Schalke 04! Mit 13 Punkten aus fünf Spielen übernachtet Eichners Mannschaft auf dem ersten Tabellenplatz, was von den Fans mit „Spitzenreiter, Spitzenreiter!“-Gesängen gefeiert wurde.
Nächste Woche Sonntag steht der nächste Härtetest auf dem Plan, dann geht es nach Sachsen-Anhalt zum 1. FC Magdeburg! Wer nicht so lange auf KSC-Fußball warten möchte, kommt am Dienstag nach Heidelsheim zum Benefizspiel gegen den FC 07. Rund um diese Partie werden Spenden für die Unwetteropfer aus Heidelsheim, Gondelsheim und Helmsheim gesammelt. Unterstützt die gute Sache!
Die Daten zur Partie
KSC: Weiß – Jung (86. Pinto Pedrosa), Franke, Beifus, Günther (67. Herold) – Burnić, Rapp, Jensen (86. Heußer), Wanitzek – Zivzivadze (77. Hunziker), Schleusener (86. Pfeiffer)
Schalke 04: Heekeren – Gantenbein, Wasinski, Sanchez, Murkin – Younes (58. Antwi-Adjei), Bachmann (70. Hamache), Schallenberg, Mohr – Karaman, Sylla (88. Lasme)
Tore: Budu Zivzivadze (45. & 73.)
Schiedsrichter: Tobias Welz
Gelbe Karten: Schleusener (3.), Zivzivadze (34.), Bajramovic (34.), Rapp (45.) | Mohr (43.)
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauende: 31.845











