Der Spielbericht zu KSC-SCP

Dezimierter KSC verliert 0:4

Spielberichte von Jan Hoffmann

Am 16. Spieltag empfing unser KSC den SC Paderborn im BBBank Wildpark. Im Spielbericht gibt es die Partie zum Nachlesen.

Wäschenbach

Christian Eichners Taktik

Im letzten Heimspiel des Jahres änderte unser Cheftrainer Christian Eichner seine Aufstellung auf zwei Positionen. Vor Torhüter Hansi Bernat agierte eine Viererkette, in der Christoph Kobald den angeschlagenen Marcel Beifus ersetzte. Im Mittelfeld formierte sich Blau-Weiß mit Dzenis Burnic und Nicolai Rapp im Zentrum, sowie Marvin Wanitzek und Rafael Pinto Pedrosa auf den Außenpositionen. Die zweite Änderung im Vergleich zur Vorwoche zeigte sich im Angriff, denn dort entschied sich unser Coach neben Fabian Schleusener für Leon Opitz.

Das Spiel in der Zusammenfassung

KSC mit Haaren auf den Zähnen

Der im traditionellen Blau gekleidete KSC hatte sich am Samstagnachmittag einiges vorgenommen. Von der ersten Sekunde an war die Eichner-Elf bis in die Haarspitzen dazu motiviert, nach den enttäuschenden letzten Wochen wieder ein anderes Gesicht an den Tag zu legen. Die Motivation zeigte sich in der enormen Bissigkeit und Geschlossenheit, mit der unser KSC die Partie anging. In der Anfangsphase deutete Nicolai Rapp durch einen Ballgewinn nach Tackling an, wie die Gangart am heutigen Nachmittag aussehen sollte. Schiedsrichter Timo Gansloweit unterband allerdings die Aktion, bevor Rapp einen Konter über Schleusener einleiten konnte (11.).

Diese Situation stand sinnbildlich für eine Phase, in der Paderborn zwar mehr Spielanteile besaß, Blau-Weiß aber mit einer hohen Intensität gegen den Ball auffiel. Kamen die Gäste dennoch zum Abschluss, so war es entweder Hansi Bernat wie in Minute 18 gegen Sven Michel oder die freundliche Mithilfe des Querbalkens wie kurz vor der Pause bei Laurin Curdas Kopfball (40.), die ein Gegentor in der ersten Hälfte verhinderten.

Die gefährlichste Offensiv-Aktion unseres KSC im ersten Abschnitt ließ bis kurz vor dem Pausenpfiff auf sich warten. Leon Opitz erkämpfte sich hierbei den Ball im letzten Drittel der Paderborner und leitete die Kugel daraufhin direkt zu Kapitän Wanitzek weiter. Dieser hatte wiederum ein Auge für den Karlsruher Toptorjäger Fabian Schleusener, den folgenden Abschluss konnte die gegnerische Hintermannschaft jedoch abblocken (44.).

Böses Erwachen von vermeintlichem Traumstart

Der zweite Durchgang war noch keine drei Minuten alt, da eroberte der für Nicolai Rapp eingewechselte Meiko Wäschenbach die Kugel von Laurin Curda. In der Folge ging es blitzschnell: Herold schlug eine Flanke ins Strafraumzentrum auf Fabian Schleusener, der direkt auf Leon Opitz weiterleitete. Unsere Nummer 17 behielt die Ruhe und köpfte das Spielgerät aus kurzer Distanz ins Tor (48.). Riesenjubel im Stadion! Doch als Paderborn bereits zum Wiederanstoß bereitstand meldete sich der Videoschiedsrichter und bat Timo Gansloweit zur Überprüfung an den Bildschirm. Der Referee erkannte daraufhin, dass bei Wäschenbachs Ballgewinn wohl ein Foulspiel vorlag und nahm den Treffer zurück.

Das Chaos sollte damit aber erst beginnen. Fünf Minuten nach dem vermeintlichen Führungstreffer wagte Fabian Schleusener einen Vorstoß in den Paderborner Strafraum, ging dabei jedoch zu Boden. Schiedsrichter Gansloweit zögerte keine Millisekunde und verwarnte unseren Angreifer direkt aufgrund einer Schwalbe. Da Schleusener bereits im ersten Durchgang wegen Meckerns die Gelbe Karte sah, flog er in der 53. Minute mit der Ampelkarte vom Platz.

Curda mit Doppelschlag

Zwar nur noch mit zehn Spielern, aber dafür mit riesigem Kampfgeist stemmte sich Blau-Weiß gegen die in Überzahl agierenden Ostwestfalen. Die Mannschaft von Ralf Kettemann wusste die neue Ausgangslage aber zu nutzen und erhöhte den Offensivdrang über die Außenbahnen. Von dort schlug der SCP gefährliche Flanken in den Karlsruher Strafraum, zunächst konnte Keeper Hansi Bernat aber noch bei Laurin Curdas Kopfball brillieren (64.). Zwei Minuten später war unsere Nummer eins bei einer ähnlichen Situation allerdings chancenlos und Curda köpfte das Spielgerät für den SCP in die Maschen (66.).

Curda traf mitten in das blau-weiße Kämpferherz und sollte es wenig später erneut tun. Ein Dribbling von Nick Bätzner wollte der Paderborner mit der Nummer neun selbst veredeln, Hansi Bernat konnte den Einschlag aber verhindern. Auch beim Nachschuss von Copado war der Däne im KSC-Tor Sieger, anschließend stand Curda allerdings goldrichtig und schob ins leere Tor ein (71.).

Drittes und viertes Gegentor, doppelte Unterzahl

Der Nachmittag nahm einen noch bitteren Verlauf als es ohnehin schon der Fall war. In der 78. Minute setzte Raphael Obermair mit einem Treffer von der Strafraumkante endgültig den Deckel auf die Partie. Weitere fünf Minuten später schickte Schiedsrichter Gansloweit den zuvor verwarnten Marcel Franke mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem der Innenverteidiger versuchte einen Konterangriff zu unterbinden. Gegen neun verbleibende Karlsruher erzielte Tjark Scheller nach einem Eckball von Obermair noch das 0:4, bevor der Unparteiische die fünfte Niederlage in Folge mit dem Abpfiff besiegelte.

Fazit & Ausblick

Danke an alle Fans im Stadion! Ihr seid der große Lichtblick an diesem Nachmittag, dem sämtliche negative Klimaxe wohl nicht gerecht werden. Unserer Mannschaft war anzumerken, dass sie unbedingt beweisen wollte, was in ihr steckt. Viele einfache Dinge fielen uns heute allerdings schwer. Hinzukam, dass diskutable Entscheidungen zum Nachteil unseres Teams ausfielen.

Das nächste und somit finale Spiel der Hinrunde findet am kommenden Samstag um 13:00 Uhr in Bochum statt.

Die Daten zur Partie

KSC: Bernat – Jung (71. Simic), Kobald, Franke, Herold – Pinto Pedrosa, Rapp (46. Wäschenbach), Burnic, Wanitzek – Opitz (72. Scholl), Schleusener

SC Paderborn 07: Seimen – Götze, Scheller, Hansen – Curda (77. Sticker), Baur, Klaas, Obermair – Copado (77. Tigges), Michel (72. Bilbija), Bätzner

Tore: Curda (66., 71.), Obermair (77.), Scheller (87.)

Ergebnis: 0:4

Gelbe Karten: Schleusener (29.), Franke (33.), Burnic (55.) | Curda (45.+1), F. Götze (61.)

Gelb-Rote Karte: Schleusener (55.), Franke (83.)

Schiedsrichter: Timo Gansloweit

Zuschauende: 28.166 (Heim: 27.693, Gast: 472)

Ort: BBBank Wildpark


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