Der Spielbericht zu FCK - KSC

Derbypleite auf dem Betzenberg

Spielberichte

Drei Wochen vor Weihnachten ging es für unseren KSC zum Derby auf den Betzenberg. Im Spielbericht gibt es die Partie zum Nachlesen.

Zweikampf Schleusener

Christian Eichners Taktik

Unverhofft kommt oft! Eigentlich wollte Cheftrainer Eichner seine Stammelf ins Rennen schicken, die aufgrund der Gelbsperre von Dzenis Burnic lediglich auf einer Position verändert worden wäre. Neben dem Startelfeinsatz von Bambasé Conté rückte ebenfalls Enes Zengin in die Anfangsformation. Der 21-jährige Innenverteidiger ersetzte Marcel Beifus, der beim Aufwärmen über muskuläre Probleme im Oberschenkel klagte. Für Zengin, der normalerweise bei unserer U23 zum Einsatz kommt, war es das Profidebüt.

Im bewährten 4-4-2-System kehrte Jensen nach abgesessener Sperre auf die Doppelsechs neben Nicolai Rapp zurück. Eine Etage weiter vorne stürmten Zivzivadze und der in den letzten Wochen äußerst treffsichere Schleusener.

Die Roten Teufel von Trainer Markus Anfang gingen mit einer 3-4-3-Formation in die Partie. Der verletzte Torjäger Ragnar Ache wurde hierbei von Jannik Mause ersetzt.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Bitterer Start

Unter dem Support einer „Gegengerade Karlsruhe“-Choreo startete unser in weiß gekleideter KSC mutig in das Derby. Nach neun Minuten wurde es zum ersten Mal brandgefährlich, als Zivzivadze und Wanitzek sich mit einem Doppelpass in den gegnerischen Sechzehner kombinierten. Die Schussmöglichkeit ließ der georgische Angreifer jedoch leider ungenutzt, da er den Ball nicht richtig erwischte (9.). Im direkten Anschluss blieb Zivzivadze erneut glücklos, Contés Zuspiel konnte er nicht kontrollieren (10.). Nach den beiden verpassten Chancen waren die Hausherren am Zug: Sirch schickte Mause mit einer Flanke in den Strafraum. Dort ging der FCK-Angreifer nach einem Kontakt mit Debütant Enes Zengin zu Boden - Schiedsrichter Robert Hartmann zeigte sofort auf den Punkt. Den Elfmeter schnappte sich Boris Tomiak und versenkte die Kugel links unten im Tor (13.).

Den frühen Rückstand galt es für Blau-Weiß nun zu verkraften. Bis zur nächsten nennenswerten Offensivaktion verging eine knappe Viertelstunde, dann fand Conté aber den durchstartenden Schleusener zwischen den FCK-Verteidigern. Von der linken Strafraumkante brachte unsere Nummer 24 die Kugel flach ins Zentrum, aufgrund eines Abprallers landete der Ball jedoch im Rückraum bei David Herold. Der aufgerückte Linksverteidiger hielt direkt drauf, verfehlte das Tor allerdings um einige Meter (28.). Die nächste Torchance ging wieder auf das Konto der Pfälzer, nach einem schnell ausgeführten Freistoß setzte Marlon Ritter den Ball aber knapp neben das Tor.

Sekunden vor dem Pausenpfiff…

…feierten die mitgereisten KSC-Fans den eigentlich verdienten Ausgleich. Zuvor flankte Marvin Wanitzek nach einer Ecke auf den am langen Pfosten postierten Budu Zivzivadze. Unser Toptorschütze köpfte das Kunstleder an Keeper Krahl vorbei ins Tor, stand dabei allerdings hauchzart im Abseits (45.). Nach Hinweis des Videoassistenten nahm Hartmann den Treffer zurück. Somit ging es bei dem Ein-Tore-Rückstand in die Katakomben.

Zu Beginn des zweiten Durchganges nahm Christian Eichner eine Änderung vor: Luca Pfeiffer ersetzte Bambasé Conté, Fabian Schleusener rückte auf die rechte Außenbahn. Die neue Offensivpower deutete sich in der 55. Minute an, als Dauerläufer David Herold eine halbhohe Flanke in den Strafraum zirkelte. Vor dem Tor verpassten aber sowohl Zivzivadze als auch Schleusener um je eine Fußlänge die Möglichkeit, den Ball in die Maschen zu grätschen (55.). Ähnlich erging es Marcel Franke, der in der Folge eines Freistoßes zwar den Ball erwischte, diesen jedoch nicht auf den Kasten bringen konnte (57.).

FCK-Joker stechen

In den finalen 20 Minuten wollte Blau-Weiß eine Schlussoffensive starten. Anstatt des Ausgleichs kam es aber knüppeldick: Erst traf der eingewechselte Redondo nach einem Steckpass alleine vor dem Tor zum 2:0 (73.), kurz danach erhöhte der ebenfalls frische Heuer in Folge eines unzureichend verteidigten Freistoßes am langen Pfosten auf 3:0 (75.).

Kurz vor Schluss erzielte Kapitän Marvin Wanitzek per direkt verwandeltem Freistoß den Anschlusstreffer (88.). Die Messe war jedoch bereits gelesen und das 66. Südwestderby ging mit 3:1 verloren.

Fazit & Ausblick

Machen wir es kurz und schmerzhaft: Das war eine Woche zum Vergessen! Unserem KSC bleiben noch zwei Partien, um das Pflichtspieljahr 2024 ordentlich zu beenden. Nächsten Freitag geht es zu Hause gegen Jahn Regensburg, zwei Tage vor Heiligabend gastieren wir dann noch beim SC Paderborn.

Danke an die knapp 5.000 Fans, die über 90 Minuten unseren Club supportet haben!

Daten zum Spiel

Kaiserslautern: Krahl – Touré, Tomiak, Elvedi – Kleinhansl (87. Wekesser), Sirch, Aremu (70. Heuer), Ronstadt – Ritter, Mause (70. Redondo), Yokota

KSC: Weiß – Jung, Zengin, Franke, Herold (79. Günther) – Conté (46. Pfeiffer), Rapp (67. Heußer), Jensen (67. Egloff), Wanitzek – Zivzivadze, Schleusener (79. Pinto Pedrosa)

Ergebnis: 3:1

Tore: Tomiak (13.), Redondo (73.), Heuer (75.) | Wanitzek (88.)

Gelbe Karten: Elvedi (40.), Yokota (45.), Anfang (45.), Ronstadt (56.) | Franke (45.)

Schiedsrichter: Robert Hartmann

Ort: Fritz-Walter-Stadion

Zuschauende: 48.567


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