Das KSC Talentteam Portrait : Marcel Charrier
Der Kapitän der U17 des KSC hat sich mit seinen 16 Jahren bereits zu einem echten Führungsspieler entwickelt und sein großes Ziel, Fußballprofi zu werden, fest vor Augen.
Von Jörg Bock
"Jeder, der da unten Fußball spielt, will Profi werden, keine Frage." Marcel Charrier hat klare Vorstellungen über seinen späteren Berufswunsch, wenn er sich das Treiben auf den Plätzen der Nachwuchsabteilung anschaut. Dass der 16 Jährige ein Kandidat für solch eine Karriere ist, zeigt ein Blick auf seine derzeitige Position beim KSC. Marcel ist der Kapitän der U17 des KSC, die in der höchsten Spielklasse dieses Jahrgangs, der Regionalliga Süd, zu Hause ist. Die Binde um den Arm trägt das KSC Nachwuchstalent nicht umsonst. "Er ist ein Vorbild.", beschreibt ihn sein Trainer. Und der muss es wissen. Wilfried Trenkel war selbst Profi beim KSC. Der frühere Mittelfeldspieler hält große Stücke auf seinen Kapitän. "Er hat selbst in den ersten Wochen, als es bei uns alles andere als rund lief, konstant seine Leistung abgeliefert." Mittlerweile hat sich die Mannschaft aber berappelt und steuert dank verbesserter Leistungen erkennbar in Richtung gesichertes Mittelfeld der Regionalligatabelle.
Eine Entwicklung, die Marcel zwar in erster Linie freut, aber auch ärgert: "Wenn wir schon am Anfang der Saison so gespielt hätten, wäre auf lange Sicht gesehen mehr drin gewesen, dann hätte sich vielleicht sogar die Möglichkeit ergeben, oben mitzuspielen."
Seit 1998, seit mittlerweile sechs Jahren also, ist Marcel beim KSC. Damals wechselte er vom SV Hohenwart aus der Nähe von Pforzheim in den Wildpark. Als er das erste Mal wegen eines Wechsels angesprochen wurde, war er noch zu jung. "Beim zweiten Mal hat es dann geklappt. Jetzt will ich mich im nächsten Jahr in der U19 durchsetzen und dann später auch den Sprung zu den KSC Amateuren schaffen."
Zweikampfstärke, Ballsicherheit, Schnelligkeit und seine Übersicht im Spiel nennt er als seine Stärken. "Ich kann ganz gut einschätzen, wann es brenzlig wird", sagt Marcel, der seinen Stammplatz rechts hinten in der Viererkette hat. Eine Position, die ihn bei der Ausübung seines Kapitänsamtes nicht einschränkt. "Du musst nicht unbedingt zentral spielen, um dich einzubringen und wenn nötig auch verbal einzugreifen. Ich mache den Jungs dann schon mal Feuer unter dem Hintern, wenn es sein muss. Das geht auch von außen."
Ein Spieler mit Führungsqualitäten, das wird schon im Gespräch deutlich. Und einer, der nach seinem größten Traum gefragt, als Antwort nur ein Wort sagt: "Profi" wie wohl viele anderen "da unten, auf den Plätzen der Nachwuchsabteilung" auch.











